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Stadt Würzburg


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Schwarz eine schräg gestellte, eingekerbte, von Rot und Gold gevierte Fahne an silberner Lanzenstange.


WAPPENGESCHICHTE
Würzburg ist seit 741/42 Bischofssitz und erhielt 1030 Münz-, Zoll- und Marktrecht. Der Zeitpunkt der Stadterhebung ist nicht bekannt. Unter Bischof Konrad I. von Querfurt (1198 bis 1202) begann die Entwicklung des Hochstifts Würzburg zum Landesstaat mit Würzburg als fürstbischöflicher Residenzstadt. Die Stadt Würzburg hat das älteste in Abdrucken überlieferte Stadtsiegel in Bayern. Es ist aus dem Jahr 1195 bezeugt. Seit Bischof Embricho (1127 bis 1146) ist auf der Rückseite der Pfennige ein dreitürmiges Gebäude abgebildet, auf einer Münze aus der Regierungszeit von Bischof Reginhard von Abenberg (1171 bis 1186) zusammen mit der Umschrift WIRCIBVRG. Auf einer Münze aus der Zeit unter Bischof Heinrich von Berg (1191 bis 1197) erscheint erstmals das Brustbild des heiligen Kilian. Diese Münze diente wohl als Vorlage für das Siegelbild. Das älteste Siegel zeigt ebenfalls die Umschrift WIRCIBVRG sowie über hoher zinnenloser Stadtmauer mit einer kleinen Pforte drei Spitztürme des stark stilisierten Doms. Der größere Mittelturm steht auf einem rundbogigen Tor, darin das Brustbild des heiligen Kilian, des Kirchenpatrons. Das Siegelbild verweist damit auf den einstigen bischöflichen Landesherrn. Im Siegel von 1237 ist wieder die Domfassade mit zwei lilienbesteckten Türmen zu sehen, zwischen denen ein Stern schwebt. Beiderseits sind Querschiffe mit Apsiden, auf deren Dächern ein perspektivisch dargestellter Spitzturm steht mit Kreuz und einem auf einem Ring sitzenden Vogel. Vor der Domfassade liegt ein Torbau, in dessen Kleeblattbogen das Brustbild des heiligen Kilian mit Mitra, in der rechten Hand den Bischofsstab, in der linken eine Palme haltend, zu sehen ist. Die Umschrift lautet SIGILLVM CIVITATIS HERBIPOLENSIS. Dieses Siegelbild steht auch in den Siegeln des späten 13. bis zum Ende des 16. Jahrhunderts. Ein Typar mit der Jahreszahl 1560 benutzte man bis ins 18. Jahrhundert. Seit 1570 steht erstmals im Schild die gevierte Fahne des Herzogtums Franken als Stadtzeichen, das sich in den Farben vom Herzogswappen unterscheidet (in Blau eine von Rot und Silber gevierte Fahne). Dieses Stadtzeichen findet sich auch in den Siegeln des Stadtgerichts und einiger Ämter. Das Siegelbild des ältesten Siegels wird in Wappenbüchern bis 1668 noch als Stadtwappen bezeichnet. Seit dem 16. Jahrhundert wird zunehmend die gevierte Fahne an der Lanze als Stadtwappen angesehen. 1532 zeigt die Vierung Rot und Silber, seit 1550 die Farben Rot und Gold. Im Jahr 1818 musste der Fürstenhut über dem Schild als Hinweis auf die fürstbischöfliche Residenzstadt wegfallen.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 12. Jahrhundert

Rechtsgrundlage  Durch Siegelführung seit 1195 belegt

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Lengfeld, Oberdürrbach, Versbach


LITERATUR
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 6, Bremen 1968, S. 100
Stadler, Klemens: Wappen in Bayern (Ausstellungskataloge der Staatlichen Archive Bayerns 8, München 1974, S. 97-98, 105
Bayerisches Städtebuch, hg. Erich Keyser, Heinz Stoob, Stuttgart 1971, Bd. 1, S. 585-610
Pampuch, Andreas: Stadt- und Landkreiswappen von Unterfranken, Volkach 1972, S. 30-31
Bünz, Enno: Die Siegel der Stadt Würzburg im Mittelalter (Geschichte der Stadt Würzburg, hg. Ulrich Wagner), Stuttgart 2001, S. 250-254
Reder, Klaus: Unterfränkisches Wappenbuch, CD-R, Würzburg 1997
Schöler, Eugen: Fränkische Wappen erzählen Geschichte und Geschichten (Beiträge zur Genealogie, Heraldik, Kultur und Geschichte 1). Neustadt a.d.Aisch 1992, S. 154, 156


BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Unterfranken
Fläche  87.55 qkm
Einwohner  123843
Ew/qkm  1415
Breite  49.7878 Nördliche Breite
Länge  9.93611 Östliche Länge
GKZiffer  9663000
PLZ  97070
KFZ-Kennz. 
Internet  Stadt Würzburg
E-Mail  Stadt Würzburg
 
Oberbürgermeister Christian Schuchardt
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