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Stadt Erlangen


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
Geteilt und oben gespalten; vorne in Silber ein links gewendeter, golden gekrönter und bewehrter, rot gezungter roter Adler mit goldenen Kleestängeln und von Silber und Schwarz geviertem Brustschild; hinten in Silber ein golden gekrönter und bewehrter, rot gezungter schwarzer Adler mit goldener Halskrone, Kleestängeln und den goldenen Großbuchstaben E und S auf der Brust; unten in Blau über silberner Zinnenmauer wachsend ein doppelschwänziger, golden gekrönter, rot gezungter goldener Löwe.


WAPPENGESCHICHTE
Das Wappen von Erlangen zeigt drei Schilde: den sogenannten Altstadtschild mit dem böhmischen Löwe über der Stadtmauer sowie die beiden Adlerwappen der Neustadt. Die Stadt Erlangen entstand 1812 durch die Vereinigung der Altstadt mit der Neustadt und führt seit 1835 mit Genehmigung von König Ludwig I. das Dreifachwappen. Kaiser Karl IV. erwarb 1361 vom Hochstift Bamberg das Dorf Großerlangen. König Wenzel erhob 1398 Erlangen zur Stadt und verpfändete es 1402 an die Burggrafen von Nürnberg und späteren Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach, die bis 1792 Stadtherren in Erlangen waren. Aus dem Jahr 1389 ist für die Altstadt der Abdruck eines Siegels überliefert, der um 1370 entstanden ist. Über einer Zinnenmauer mit Stadttor wächst der doppelschwänzige böhmische Löwe. In einem zweiten Siegel aus dem 15. Jahrhundert, der im Abdruck von 1511 belegt ist, fehlt das Tor, der Löwe ist bekrönt. Gleiches Bild mit nur geringfügigen Abweichungen zeigen die Siegel bis ins 18. Jahrhundert. In einer farbigen Abbildung von 1605 steht in Blau über torloser silberner Zinnenmauer der wachsende, gekrönte goldene Löwe. Die Neustadt ist eine Hugenottensiedlung, die Markgraf Christian Ernst (1661 bis 1712) im Jahr 1686 gegründet hat. Sie hieß zunächst Neu-Erlangen, von 1701 bis 1812 Christian-Erlang. Der Markgraf verlieh ihr 1707 ein Wappen. Im großen wie im kleinen Ratssiegel standen seitdem die Ehewappen des Fürsten und seiner Frau Elisabeth Sofie: rechts der brandenburgische Adler mit geviertem Zollernschild auf der Brust, links der gekrönte preußische Adler mit den Initialen ES der Markgräfin auf der Brust. Seit 1708 führten beide Städte ihr jeweiliges Siegel in eigenen Angelegenheiten weiter, bei gemeinsamen Angelegenheiten wurde ein Siegel mit beiden Wappen geführt. Ab 1819 wird das Wappen auf zwei Schilde gemindert, auf den Altstädter Löwen und den preußischen Adler. Seit 1835 ist wieder das Vollwappen in Gebrauch, oben der brandenburgische und preußische Adler, unten der böhmische Löwe.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1707

Beleg  Signat von König Ludwig I. vom 04.09.1835. Urkunde und Schreiben der Regierung von Mittelfranken vom 14.03.1972

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Eltersdorf

Elemente aus Familienwappen von Brandenburg,


LITERATUR
Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung. 1973, S. 32
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 4. Bremen 1965, S. 48
Bayerisches Städtebuch, hg. Erich Keyser, Heinz Stoob, Stuttgart 1971, Bd. 1, S. 187-193
Schöler, Eugen: Fränkische Wappen erzählen Geschichte und Geschichten (Beiträge zur Genealogie, Heraldik, Kultur und Geschichte 1). Neustadt a.d.Aisch 1992, S. 152, 153
Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, hg. Karl Bosl, Bd. 7, 3. Aufl., Stuttgart 1981, S. 179-181
Erlanger Stadtlexikon, hg. Christoph Friederich, Bertold von Haller, Andreas Jakob, Nürnberg 2002, S. 735


FAHNE
Weiß-Rot Altstadt: vermutlich seit dem 16. Jahrhundert Blau-Gelb; für die Neustadt nach den Helmdecken Schwarz-Weiß (seit 1843). Seit dem späten 19. Jahrhundert Weiß-Rot
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de



BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Mittelfranken
Fläche  76.84 qkm
Einwohner  106423
Ew/qkm  1385
Breite  49.5897 Nördliche Breite
Länge  11.0039 Östliche Länge
GKZiffer  9562000
PLZ  91052
Region  Region 7 Industrieregion Mittefranken
KFZ-Kennz.  ER
Internet  Stadt Erlangen
E-Mail  Stadt Erlangen
 
Oberbürgermeister Dr. Florian Janik
Rathausplatz 1 91052 Erlangen (Hausanschrift)
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