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Stadt Coburg


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Gold ein schwarzer Mohrenkopf mit goldenem Ohrring.


WAPPENGESCHICHTE
Aus dem Jahr 1272 sind erste Siegelabdrucke überliefert. Im Siegelbild ist eine Zinnenmauer mit einem Turm zu sehen, der von einem Haus und der Henne, der Wappenfigur der Grafen von Henneberg, beseitet ist. Die Grafen von Henneberg erhielten 1248 nach dem Aussterben der Grafen von Andechs-Meranien die Veste und die Stadt Coburg. Als die Wettiner 1353 die Stadtherrschaft übernahmen, änderten sie auch das Siegelbild. Im gevierten Schild stand je zweimal der Löwe von Meißen und Thüringen. Der Mohr erscheint erstmals in einem Sekret um 1510. Er stellt den heiligen Mauritius dar, den Patron der Hauptkirche und der Stadt. Er ist bereits im 14. Jahrhundert auf einer Münze aus Coburg überliefert und taucht 1470 als Beschauzeichen auf. In den heutigen Farben wird der Kopf seit dem 16. Jahrhundert dargestellt. Von 1934 bis 1945 wurde der Kopf durch einen SA-Dolch mit Hakenkreuz im Knauf in einem von Schwarz und Gold gespaltenen Schild ersetzt, weil der damalige Oberbürgermeister meinte, es müsse die Bedeutung der Stadt für die Frühgeschichte der NS-Bewegung dargestellt werden. Es mögen auch rassenideologische Gründe bei der Ausmerzung des Mohren eine Rolle gespielt haben.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 13. Jahrhundert

Rechtsgrundlage  Durch Siegelführung seit 1272 belegt.

Beleg  Bekanntmachung vom 01.05.1945, Zustimmung des vorläufigen Stadtausschusses vom 06.08.1945

Änderung  Im 13. Jahrhundert eine Zinnenmauer mit einem Turm, beseitet von einem Haus und einer Henne. Im 14. Jahrhundert im gevierten Schild je zweimal der Löwe von Meißen und Thüringen. Von 1934 bis 1945 wird der Mohrenkopf durch einen SA-Dolch mit Hakenkreuz im Knauf ersetzt

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Creidlitz, Scheuerfeld


LITERATUR
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 4, Bremen 1965, S. 37
Stadler, Klemens/Egloffstein, Albrecht von und zu: Die Wappen der oberfränkischen Landkreise, Städte, Märkte und Gemeinden (Die Plassenburg, Schriften für Heimatforschung und Kulturpflege in Ostfranken 48), Kulmbach 1990, S. 185
Bayerisches Städtebuch, hg. Erich Keyser, Heinz Stoob, Stuttgart 1971, Bd. 1, S. 135-139
Schneier, Walter: Das Coburger Land. Coburg 1983, S. 247-252
Habel, Hubertus: Das "Mohrenkopf"-Wappen seit 1945; in: Veste & Mohr 2006, S. 107-120
Eckerlein, Ernst: Das Wappen der Stadt; in: Coburger Heimat 1996, S. 157
Eckerlein, Ernst: Der heilige Mauritius von Magdeburg, der Mauritius von Coburg und ein lebendes Stadtwappen; in: Coborger Blattla 1988, S. 4
Ott, Norbert H.: Wappen im Coburger Land; in: Fränkischer Heimatkalener 1967, S. 35-39
Sandner, Harald: Ds Wappen Coburgs (Coburg, Stadt und Land). Coburg 2002, S. 2-12


FAHNE
Schwarz-Gold
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de und www.kommunalflaggen.eu



BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Oberfranken
Fläche  48.3 qkm
Einwohner  41062
Ew/qkm  850
Breite  50.2667 Nördliche Breite
Länge  10.9667 Östliche Länge
GKZiffer  9463000
PLZ  96450
Region  Region 4 Oberfranken-West
KFZ-Kennz.  CO
Internet  Stadt Coburg
E-Mail  Stadt Coburg
 
Oberbürgermeister Norbert Tessmer
Markt 1-2 96450 Coburg (Hausanschrift)
Postfach 3042 96419 Coburg (Postanschrift)
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