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Stadt Ingolstadt


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Silber ein Feuer speiender blauer Panter.


WAPPENGESCHICHTE
Der vor allem in Niederbayern öfter vorkommende blaue Panter wird in der bayerischen Kommunalheraldik in der Regel von den Grafen von Ortenburg hergeleitet. Für Ingolstadt bleibt diese Verbindung ungeklärt. Die Stadt führt den Panter allein erst seit den 1340er-Jahren im Siegel. Das älteste Siegel der Stadt, das schon 1291 belegt und in Abdrucken von 1294 und 1309 überliefert ist, zeigte dagegen stehend im Feld den nimbierten heiligen Mauritius mit langem, faltigem Gewand und Mantel, in der Rechten ein aufgerichtetes Schwert haltend, die Linke auf der Brust. Das zweite Siegel, das von 1314 bis 1335 nachweisbar ist, zeigt immer noch den heiligen Mauritius (ohne Mantel), in der Rechten eine dreilatzige, mit sieben Kreuzchen (Sternchen) besetzte Fahne, die Linke auf einen Schild mit steigendem Panter gestützt. Dieses Siegelbild stimmt weitgehend mit dem Konventssiegel der Benediktinerabtei Niederalteich überein (der heilige Mauritius mit Fahne und Schild, darin ein Dreiberg). Das ursprüngliche Stadtwappen weist auf die frühe enge herrschafts- und kirchengeschichtliche Verbindung mit Niederalteich hin. König Ludwig der Deutsche schenkte seinen Königshof Ingolstadt mit zwei Kirchen 841 an das Kloster Niederalteich. Die untere katholische Pfarrkirche trägt das Patrozinium St. Moritz (Mauritius). Die Vogtei über die Niederalteicher Untertanen in Ingolstadt kam nach dem Aussterben der Grafen von Bogen 1242 an das Haus Wittelsbach. Der seit der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts im Wappen stehende Panter weist auf die Auflösung alter Bindungen hin. Der Panter ist seit 1260 als Nebenwappen der Wittelsbacher nachweisbar. Die Wappenänderung mag mit dem Übergang des Ortenburger Erbes an die Wittelsbacher Herzöge (1248), die bayerischen Landesteilungen und dem heraldischen Unterstreichen von Besitzansprüchen der oberbayerischen Inhaber auch auf niederbayerische Gebiete zusammenhängen. Die Vermutung, dass das Panterwappen der Bürgerschaft durch Ludwig den Bayern für die Verdienste bei der Schlacht von Gammelsdorf (1313) verliehen wurde, ist nicht zu belegen.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 13. Jahrhundert

Rechtsgrundlage  Das Wappen ist im Siegel überliefert; Siegelführung seit 1294 belegt; Siegel mit dem Panther allein erst seit etwa 1340.

Änderung  Um 1340

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Unsernherrn, Hagau, Gerolfing

Elemente aus Familienwappen von Ortenburg, Wittelsbacher


LITERATUR
Hupp, Otto: Die Wappen und Siegel der deutschen Städte, Flecken und Dörfer, 6. Heft: Oberbayern und Niederbayern, Frankfurt am Main 1912, S. 13 f., 43, 50 f.
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 4, Bremen 1965, S. 80
Zimmermann, Eduard: Bayerische Klosterheraldik, München 1930, S. 108 f.
Bayerisches Städtebuch, hg. v. Erich Keyser und Heinz Stoob, Stuttgart 1974, Bd. 2, S. 275
Freilinger, Hubert: Ingolstadt und die Gerichte Gerolfing, Kösching, Stammham-Etting, Vohburg, Mainburg und Neustadt a.d.Donau (Historischer Atlas von Bayern, Altbayern 46), München 1977, S. 8, 42 f., 44 ff., 395, Abb. 1, 2 im Anhang
Oberbayerisches Archiv 80 (1955), S. 121, 123 (zu Unsernherrn)
Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1955, S. 23 f. (zu Unsernherrn); 1965, S. 64 (zu Hagau); 1971, S. 72 (zu Gerolfing)


FAHNE
Weiß-Blau mit aufgelegtem Wappen
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de



BEARBEITUNG
Emma Mages

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Oberbayern
Fläche  133.35 qkm
Einwohner  131002
Ew/qkm  982
Breite  48.7667 Nördliche Breite
Länge  11.4333 Östliche Länge
GKZiffer  9161000
PLZ  85049
Region  Region 10 Ingolstadt
KFZ-Kennz.  IN
Internet  Stadt Ingolstadt
E-Mail  Stadt Ingolstadt
 
Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel
Rathausplatz 4 85049 Ingolstadt (Hausanschrift)
Postfach 85047 Ingolstadt (Postanschrift)
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