Logo

Haus der Bayerischen Geschichte - Zeitzeugen berichten

Thema > Wiederaufbau und Wirtschaftswunder > Janina Camillo
Ballettt├Ąnzerin und Gastronomin

Miniaturansicht

Beschreibung

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Janina Camillo ├╝ber die Anf├Ąnge des Restaurants ‚Capri Blaue Grotte‘ in W├╝rzburg in den 1950er-Jahren und die Erfindung des Pizzakartons.


Signatur: zz-1675.02
Copyright: Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)

Biogramm

Janina Schmitt wurde 1933 in W├╝rzburg geboren und arbeitete nach dem Krieg als Ballettt├Ąnzerin in N├╝rnberg. Dort lernte sie den italienischen K├╝chenhelfer Nicolino di Camillo kennen, der als K├╝chenhelfer in einem N├╝rnberger US-Army-Club arbeitete. Ein US-Offizier brachte di Camillo auf die Idee, eine Pizzeria zu er├Âffnen. Nach der Heirat er├Âffneten er und seine Frau in W├╝rzburg ein Restaurant, die erste Pizzeria in Deutschland. Das Lokal hie├č zun├Ąchst Capri, G├Ąste waren fast ausschlie├člich Amerikaner. Da f├╝r die W├╝rzburger Pizza unbekannt war, veranstaltete das Wirtsehepaar kostenlose Pizza-Partys. Bei der Gelegenheit erfand Nicolino di Camillo auch den heute ├╝berall verbreiteten Pizzakarton. Mit der Zeit trauten sich immer mehr Einheimische ins Lokal, das sp├Ąter den Namenszusatz "Blaue Grotte" erhielt, da im Keller ein Nachbau der ber├╝hmten Blauen Grotte in Capri entstanden war. Anfang der 1990er-Jahre verkaufte Nicolino di Camillo das Lokal. Er starb 2015.

Inhalt

Geboren 1933 – Bombenangriff auf W├╝rzburg am 16.03.1945 – Flucht ├╝ber Randersacker und Ochsenfurt nach B├╝tthard – Erste Begegnung mit den Amerikanern – Umzug nach Margetsh├Âchheim – R├╝ckkehr des Vaters aus dem Zweiten Weltkrieg – R├╝ckkehr nach W├╝rzburg – Erste Balletterfahrungen – „Vollt├Ąnzerin“ an der Oper in N├╝rnberg – Amerikanische Veranstaltungen in der Oper – Kennenlernen ihres aus Italien stammenden Ehemanns in N├╝rnberg – Werdegang Nicolino di Camillo‘s w├Ąhrend des Zweiten Weltkriegs – Nicolino di Camillo’s Freundschaft mit einem Amerikaner – Pizza: ein unbekanntes Produkt im Nachkriegsdeutschland – Beschluss zur Gesch├Ąftser├Âffnung in W├╝rzburg – Weg bis zur Restauranter├Âffnung am 24.03.1952 – Anf├Ąnge des Restaurants – Amerikanische G├Ąste – Erfindung des Pizzakartons f├╝r „Pizza-to-go“ – „free Pizza-Aktion“ in der Kaserne – Aufgabenverteilung im Restaurant – B├╝rokratischer Aufwand der Heirat zwischen einer Deutschen und einem Italiener – „Fraternization“ – Heirat 1954 – Finanzierung des Restaurants – Warenbeschaffung in der Nachkriegszeit – Teuere italienische Waren – Preisfindung – Zahlungsverkehr zwischen Deutschen und Amerikanern – Zunehmend deutsches Publikum im Restaurant – Pizza Carpentiere/Pizza ├á la Zimmermann – Erweiterung des Restaurants um die ‚Blaue Grotte von Capri‘ – Er├Âffnung der ‚Blauen Grotte‘ 1956 – Mitarbeiterzuwachs im Restaurant – ├ťberwindung der Sprachbarrieren – Italienische Mentalit├Ąt – Kontakt zur italienischen Verwandtschaft – Starker Familienverband der Italiener – Reaktion der Eltern auf die Heirat der Tochter mit einem Italiener – Mitarbeiter aus Italien – Restaurant-Kontrollen deutscher Beh├Ârden – Wandel der Kundschaft des Restaurants – Erweiterung der Speisenkarte – Weiterf├╝hrung des Lokals durch Nicolino di Camillo’s Bruder – Er├Âffnung des Lokals ‚Bologna‘ (heute Pizza Hut) – Verkauf des Restaurants ‚Capri Blaue Grotte‘ Anfang der 1990er-Jahre – Die ‚Blaue Grotte‘ heute – Gr├╝nde f├╝r die Weitergabe des Restaurants an Nicolino di Camillo’s Bruder – Pers├Ânliches Bild von Bayern – Meinung zum Umgang mit Fl├╝chtlingen und Asylbewerbern heute.

Daten

Thematisches Zeitzeugeninterview

0:45 h

22.03.2016

deutsch


Copyright: Haus der Bayerischen Geschichte | www.hdbg.de | poststelle@hdbg.bayern.de | Zeuggasse 7, 86150 Augsburg