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Prof. Schalom Ben Chorin

Schriftsteller, Religionswissenschaftler, Emigrant

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Beschreibung

Im hier gezeigten Ausschnitt spricht Prof. Schalom Ben Chorin über die drei unterschiedlich manifestierten Synagogen, die sich vor 1933 in München befanden (zentral-liberale, orthodoxe und ostjüdische Gemeinde).


Signatur: zz-0306.04
Copyright: Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg [WRNE]

 

Biogramm

Schalom Ben-Chorin ("Friede Sohn der Freiheit") kam am 20.7.1913 als Fritz Rosenthal zur Welt und wuchs in einer gebildeten jüdischen Kaufmannsfamilie auf. Er studierte in München Germanistik und Religionswissenschaft, verließ 1935 das Deutsche Reich, übersiedelte nach Jerusalem und nahm den Namen "Ben-Chorin" an, unter dem er in München bereits als Autor von Lyrik und Essays bekannt geworden war. In Jerusalem arbeitete er zunächst als Journalist und Schriftsteller. 1958 gründete er dort die erste reformierte Gemeinde und Synagoge (Har El) und damit die israelische Reformbewegung. 1956 kam Ben-Chorin zu Vorträgen und Gastvorlesungen erstmals wieder nach Deutschland. 1975 lehrte er als Gastprofessor an der Universität Tübingen, 1980 an der LMU München, dann an der theologischen Hochschule der Dormitio Abtei in Jerusalem. 1961 war er Mitbegründer der "Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen" beim Evangelischen Kirchentag. Schalom Ben-Chorins schriftstellerisches Werk umfasste Lyrik, Essays und Prosa. Am 7.5.1999 verstarb Schalom Ben-Chorin.

GND: 116050489