Zeitzeugen berichten

Wirtschaft in Bayern Flori Schuster // Unternehmer

Signatur: zz-1431.03
Copyright: Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)

Lebensgeschichtliches Zeitzeugen-Interview mit Flori Schuster, aufgenommen am 21.7.2011 in Großhesselohe, über die Entwicklung des Münchner Sportgeschäfts Schuster nach dem Zweiten Weltkrieg.

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Flori Schuster über die Bedeutung der Beratungskompetenz, die sich seine Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit den Herstellern erarbeiten.

Biogramm

Flori Schuster wurde 1955 in Pullach geboren und ist der Sohn von Eva und Gustl Schuster, dem damaligen Inhaber des Sporthauses Schuster in München. Flori Schuster war schon früh in die Geschäftstätigkeiten des Sporthauses involviert und erlebte den Wiederaufbau des Unternehmens nach dem Krieg. Seit 1984 ist er Geschäftsführer.
GND: 1041888643

Inhalt

Vater leitete "Sporthaus Schuster" in der Nachkriegszeit – frühzeitiger Grundstückserwerb – schneller Aufbau des Geschäfts – München als gutes Umfeld für Sport und Freizeit – Ausrüstung von Expeditionen – Fachkompetenz als Hauptmerkmal des Geschäfts – Einfluss des Todes des Großvaters auf das Geschäft – Eintritt in die Firma 1980, Übernahme der alleinigen Geschäftsführung 1984 – Olympische Spiele 1972 als Großereignis in München – Prominente Kunden, zum Beispiel Jesse Owens oder das griechische Königspaar – Übernahme der Geschäftsleitung 1984 – Änderung des Firmenmottos: von „Freizeit und Sport“ in „Treffpunkt Sport“ – Veränderungen im Sortiment: mehr Flexibilität, neben Bergsport auch andere Sportarten wie Fußball – Bergsport als Identifikations- und Hauptsportart – Konkurrenzsituation mit Kaufhäusern – Philosophie im Gegensatz zu Filialisten – „Sporthaus des Südens“ – Veränderung bei der Kundschaft – erhöhter Kompetenzanforderungen bei Verkäufern durch technische Neuerungen, z.B. beim Schi – neue Perspektiven, Internet – Möglichkeiten Trends mit zu gestalten – Zäsuren in der Geschichte, die wichtig für die Entwicklung des Geschäfts waren: die Weltkriege, die Olympischen Spiele 1972 und die großen Umbauten – spezifisch Münchnerische Eigenschaften: v.a. Humor – Landschaft – bayerische Klischees: „Laptop und Lederhose“ – Rückgang des Dialekts – Schwierigkeiten beim Frauenfußball – Modesportarten abhängig vom Erfolg einzelner Sportler – Verzehnfachung des Volumens des Hauses, täglich bis zu 19.600 Kunden in der Vorweihnachtszeit.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugen-Interview
Dauer:
1:00 h
Aufnahmedatum:
21. Jul 2011
Sprache:
deutsch