Zeitzeugen berichten

Klaus Wolf Lehrer, Ende der 1980er-Jahre Vorstand einer Bürgerinitiative gegen den Bau der WAA

Themen

WAA Wackersdorf

Signatur
zz-1728.02
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Klaus Wolf über die „Ankettaktion“ im Rahmen des Widerstands gegen den Bau der WAA in Wackersdorf und die Folgen der Aktion.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Thematisches Zeitzeugeninterview mit Klaus Wolf, aufgenommen am 30.10.2016 in Miltenberg, über die Bürgerinitiative gegen den Bau der WAA in Wackersdorf, verschiedene Aktionen des Widerstands, die Vorwürfe gegenüber der Bayerischen Staatsregierung und der Polizei, die Folgen der Widerstandsaktionen und die Gewalt-Eskalationen an Ostern und Pfingsten 1986.

Biogramm

Klaus Wolf wurde 1951 geboren und absolvierte eine Ausbildung als Realschullehrer in München. Seit 1988 ist er an der Staatlichen Berufsschule in Miltenberg angestellt. Klaus Wolf engagierte sich Ende der 1980er-Jahre als Mitglied und Vorstand der Bürgerinitiative gegen den Bau der Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf und nahm an einigen spektakulären Widerstandsaktionen teil.

Inhalte

Geboren 1951 – Unverständnis für den Bau der Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) in Wackersdorf – Mitglied und später Vorstand der Bürgerinitiative gegen den Bau der WAA – Mitgliederstruktur der Bürgerinitiativen – Bedeutung der Aktion „Hüttendorf“ im Dezember 1985 – Anfängliche Bedenken gegenüber auswärtigen WAA-Gegnern – Räumung des Hüttendorfs nach 18 Tagen durch die Polizei – Beteiligte Bevölkerungsschichten an den Widerstandsaktionen – Bedeutung der österreichischen WAA-Gegner – Diskussionspapier zu einem langfristigen Widerstandskonzept im Januar 1986 – Aktionsvorschläge des Diskussionspapiers – Einwendungen gegen Teilerrichtungsgenehmigung 1986 – Distanzierung gegenüber militanten WAA-Gegnern – Vorwurf gegenüber der Bayerischen Staatsregierung und der Polizei – Eigendynamik der Aktionen – Gewaltfreie Möglichkeiten zum Protest – „Ankettaktion“ – Ausgang der Gerichtsverhandlung nach der „Ankettaktion“ – Aktion am 08.10.1987: Frühstücksbuffet auf der Zufahrtsstraße zur WAA – Teilnehmer an der Frühstücksbuffet-Aktion – Folgen der Frühstücksbuffet-Aktion – Gewährung eines Protest-Spielraums durch das Gericht – Hintergrund des Gesprächs bei der Regierung der Oberpfalz im November 1987 – Regelmäßige Aktionen zur Erinnerung des Regierungspräsidenten an sein Versprechen: „Krampol-Aktion“ – Reaktionen der Regensburger Bevölkerung auf die Demonstrationen – Alltag der Demonstrationen am Bauzaun – Gewalt-Eskalationen an Ostern und Pfingsten 1986 – „Die Polizeieinsätze, also das war wie Bürgerkrieg…“ – Vorwurf: „Oberpfälzer Chaoten“ – Erfolgs-Aktion auf dem Marienplatz in München – Kritik an Staatsregierung und Polizei – Hintergrund des Diskussionspapiers: Vermittelbare Widerstandsformen – Aufwand zur Aufrechterhaltung des Widerstands – Glücklich über Erfolg des Widerstands – Fazit zur Widerstandszeit – Persönliche Bereicherung – Skepsis gegenüber der Widerstandskultur in Bayern – Vereinbarkeit der Widerstandstätigkeit mit dem Lehrerberuf – Nachteile und Belastungen durch die Widerstandstätigkeit – „Mächtige Gegner“ – Persönliches Bild von Bayern – Verbesserungsvorschläge für die Politik – Meinung zum Umgang mit Flüchtlingen und Asylbewerbern heute.

Daten

Art:
Thematisches Zeitzeugeninterview
Dauer:
0:45 h
Aufnahmedatum:
30.10.2016
Sprache:
deutsch