Zeitzeugen berichten

Ulrike Nasse-Meyfarth Leichtathletin; Olympia-Teilnehmerin 1972 in München (Gold im Hochsprung)

Themen

Sport

Zeiträume

Bayern im vereinten Deutschland (1990 - 2025)

Signatur
zz-2094.03
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Dr. Michael Bauer)
Jahr
2021

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Ulrike Nasse-Meyfarth über die Voraussetzungen für Erfolg im Leistungssport.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Ulrike Nasse-Meyfarth, geführt am 08.10.2021 in Leverkusen, über ihre sportlichen Erfolge im Teenageralter, ihre Schulzeit, das Sportstudium in Köln, den gesellschaftlichen Stellenwert von Sport und Leichtathletik in den 1970er-Jahren und heute, die Voraussetzungen für Erfolg im Leistungssport, die Olympischen Spiele 1972 in München, die Atmosphäre im Olympischen Dorf und bei der Eröffnungsfeier der Spiele, den Gewinn der Goldmedaille im Hochsprung sowie über den Wandel der Olympischen Spiele und des Leistungssports seit dieser Zeit.

Biogramm

In ihrem autobiografischen Buch „Nicht nur die Höhe verändert sich. Von Olympia nach Olympia, zwölf Sommer Einsamkeit“ erzählt die 1956 in Frankfurt am Main geborene Olympionikin und ehemalige Hochspringerin unter ihrem Mädchennamen Ulrike Meyfarth eindrucksvoll von frühem Ruhm und dessen ganz persönlichen Folgen für sie. Kindheit und Jugend hat Ulrike Nasse-Meyfarth in Ingelheim und Wesseling verbracht. Heute arbeitet die damals erst 16-jährige Goldmedaillengewinnerin der Olympischen Spiele von 1972 unter anderem als Talentscout für Mädchen. Sie ist mit dem Rechtsanwalt Roland Nasse verheiratet und hat zwei Töchter.

GND: 11858197X

Inhalte

Geboren 1956 – Bekanntschaft mit dem Autor Uwe Prieser – Gemeinsames Verfassen des Buches „Nicht nur die Höhe verändert sich“ – Frühe Erfolge im Hochsprung (u.a. Olympiagold 1972 im Alter von 16 Jahren) – Gelegentliche Erinnerung an die sportlichen Erfolge der 1970er- und 1980er-Jahre – Kindheit und Jugend – Sportliche Betätigung des Vaters – Mediale Berichterstattung über die Leichtathletik in den 1970er-Jahren und heute – Abitur am Gymnasium in Rodenkirchen – Sportstudium in Köln (zunächst als Gasthörerin wegen der Abiturnote) – Geringschätzung des Leistungssports an der Universität – Anderer Bekanntheitsgrad der Sportlerinnen und Sportler in den 1970er-Jahren im Vergleich zu heute – Umgang mit der großen Bekanntheit als Teenager – Kaum Kontakt zu DDR-Sportlern bei den Olympischen Spielen 1972 – Doping in den 1970er-Jahren – Gründe für das mittlerweile eher schlechte Abschneiden Deutschlands bei internationalen Sportwettkämpfen – Gesellschaftlicher Stellenwert von Sport und Leichtathletik heute – Voraussetzungen für das Betreiben von Leistungssport: Selbstdisziplin und Fähigkeit, sich auf eine Sache zu fokussieren – Atmosphäre im Olympischen Dorf – Kaum Beachtung der psychischen Verfassung der Sportlerinnen und Sportler in den 1970er-Jahren – Rolle des (Bundes-)Trainers – Zeigen von Emotionen nach einem Sieg oder einer Niederlage in den 1970er-Jahren und heute – Einfluss der Medien auf die Sportler und ihr Verhalten – Größere gegenseitige Unterstützung der Leichtathletinnen und -athleten heute – Schwierige Stellung der Nachwuchssportlerinnen in den 1970er-Jahren – Training und Erfolge vor den Olympischen Spielen 1972 in München – Atmosphäre bei den Olympischen Spielen 1972 – Eindrücke von der Eröffnungsfeier der Spiele – Mode und Musik der 1970er-Jahre – Eindrücke von der Stadt München 1972 – Stimmung nach dem Attentat auf das israelische Olympiateam am 5. September 1972 – Große Freiheiten der Sportlerinnen und Sportler bei den Olympischen Spielen 1972 – Keine Ratschläge o. Ä. von Managern etc. – Ablauf des Tages des Hochsprungwettkampfs am 4. September 1972 – Interviews nach dem Gewinn der olympischen Goldmedaille im Hochsprung – Sport, Politik und Nationalgefühl – Treffen mit ihrem Vater im Sportlerbereich nach dem Sieg im Hochsprung – Zunahme an Verboten bei sportlichen Großereignissen seit 1972 – Umsetzung des Leitspruchs „The games must go on“ nach dem Attentat vom 5. September 1972 – Hochsprungtechniken: Flop, Straddle und Schersprung – Wandel der Olympischen Spiele seit 1972 – Finanzielle Lage der Sportlerinnen und Sportler in den 1970er-Jahren – Auswirkungen des bis 1983 geltenden Amateurstatus – Zunehmender Frauenanteil bei den Olympischen Spielen – Sportlicher Werdegang nach den Olympischen Spielen 1972 – Trainingsmethoden 1972 und heute – Berufliche Tätigkeit: Training von Kindern unter zwölf Jahren – Voraussetzungen für eine sportliche Karriere – Sportliche und berufliche Laufbahn der Töchter.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugen-Interview
Dauer:
1 h
Aufnahmedatum:
08.10.2021
Sprache:
deutsch