Zeitzeugen berichten

Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer Seit 2013 Landespolizeipräsident von Bayern

Themen

Polizei

Zeiträume

Bayern im vereinten Deutschland (1990 - 2025)

Signatur
zz-1779.02
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Jahr
2017

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer über das Phänomen Cybercrime und die Probleme, die sich aus den rechtlichen Rahmenbedingungen aus polizeilicher Sicht ergeben.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer, aufgenommen am 20.07.2017 in München, über die Organisation der Polizei nach 1945, die Auswirkungen des Terrorismus ab 1972, den Umgang der bayerischen Polizei mit Fußball Fan-Clubs, die polizeilichen Maßnahmen nach dem Inkrafttreten des Schengen-Abkommens, das Phänomen „Cybercrime“, die Sicherheitslage in Bayern seit den 1950er-Jahren und die Vor-und Nachteile der Nutzung sozialer Medien im Rahmen der Polizeiarbeit.

Biogramm

Wilhelm Schmidbauer wurde am 20.02.1958 in Regensburg geboren. Von 1977 bis 1981 studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Regensburg. Seine Karriere verlief in folgenden Schritten: 1986/87 Regierungsrat im Sachgebiet für Rechtsangelegenheiten, Disziplinarrecht, Schadensersatz und Regress des Polizeipräsidiums München, 1987/88 Referent im Bayerischen Staatsministerium des Innern, Sachgebiet für polizeiliche Einsatzangelegenheiten, 1988 Promotion an der Universität Regensburg zum Thema „Enteignung zugunsten Privater“, bis 1991 persönlicher Referent des CSU-Generalsekretärs Erwin Huber, 1991-1994 Abteilungsleiter Versorgung beim Polizeipräsidium Niederbayern/Oberpfalz, 1993 stellvertretender Leiter der Polizeidirektion Kempten, 1994-1999 stellvertretender Leiter des Sachgebiets Einsatz der Polizei im Bayerischen Staatsministerium des Innern, 1999/2000 stellvertretender Polizeipräsident und Leiter der Abteilung Einsatz des Polizeipräsidiums Niederbayern/Oberpfalz, 2000-2003 Leiter des Sachgebiets Einsatz der Polizei im Bayerischen Staatsministerium des Innern und als Leitender Ministerialrat zugleich stellvertretender Leiter der Abteilung Öffentliche Sicherheit und Ordnung, 2003 Polizeipräsident und Leiter des Polizeipräsidiums München. Seit 2013 ist Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer Landespolizeipräsident von Bayern. Er ist langjähriges Mitglied der CSU.

Inhalte

Geboren 1958 – Studium der Rechtswissenschaften in Regensburg 1977-1981 – Wechsel in die Rechtsabteilung des Polizeipräsidiums München 1986 – Tätigkeit im Innenministerium – Rückkehr nach Regensburg – Promotion 1988 – Leiter der Abteilung Versorgung – Verzugsdienst als stellvertretender Direktionsleiter in der Polizeidirektion Kempten – Erneute Tätigkeit im Innenministerium – Polizeivizepräsident im Polizeipräsidium Niederbayern/Oberpfalz - Polizeipräsident in München von 2003-2013 – Seit 2013 Landespolizeipräsident von Bayern – Geschichte der bayerischen Polizei nach dem Zweiten Weltkrieg – Organisation der Polizei nach amerikanischem Vorbild – Bewusste Abkehr vom Polizeisystem des Nationalsozialismus – Dezentralisierung der Polizei – Verstaatlichung der kommunalen Polizeidienststellen – Polizeireform – Polizeirecht nach 1945 – Definition der Polizeibefugnisse – Gerichtliche Kontrolle der Polizeibefugnisse – Münchner Funkstreife – Neuorganisation der bayerischen Polizei in den 1970er-Jahren – Einführung von Polizeipräsidien als Führungsdienststellen – Schaffung einer Polizeidirektion – Olympiaattentat München 1972 – Gründung von Spezialeinsatzkommandos (SEK) – Aufgaben von Spezialeinsatzkommandos – Einrichtung des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) – Technisches Einsatzkommando (TEK) – Anpassung der Polizei an neue Herausforderungen – Schwabinger Krawalle 1962 – Studentenunruhen 1968 – Auswirkungen auf polizeiliche Einsatzkonzepte – „Münchner Linie 1963“ – Verhältnis zwischen Polizei und Bürgern – Banküberfall in der Münchner Prinzregentenstraße 1971 – Oktoberfestattentat 1980 – Entwicklung des polizeilichen IT- Bereichs – RAF-Attentat auf Karl-Heinz Beckurts 1986 – Herausforderungen an die Polizei durch Anschläge – Entführung von Hans-Martin Schleyer 1977 – Weltwirtschaftsgipfel in München 1992 – Konsequenzen aus dem Polizeieinsatz während des Gipfels – Umgang mit gewaltbereiten Fußballfangruppierungen – Schengen-Abkommen 1998 – Polizeiliche Maßnahmen nach Ende der Grenzkontrollen – Schleier-Fahndung – Allgemeine Sicherheitslage in Bayern nach 1950 – Phasen der Kriminalitätsentwicklung – Mobilwerdung von Personen und Kommunikation – Einfluss der Flüchtlingskrise auf die Kriminalitätsentwicklung – Methoden gegen die Etablierung einer offenen Drogenszene – Arbeitsweise und Problematik der Abteilung „Cybercrime“ – Rechtliche Schwierigkeiten hinsichtlich der Cyberkriminalität – Technische Entwicklung zu schnell für den Gesetzgeber – Diskurs um die Vorratsdatenspeicherung – G7-Gipfel in Elmau 2015: „größter Polizeieinsatz in der Nachkriegsgeschichte der bayerischen Polizei“ – Münchner Sicherheitskonferenz – Entwicklung der Sicherheitsmaßnahmen auf der Münchner Sicherheitskonferenz – Zwischenfall auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Genua 2001 – Umgang mit Demonstranten – Sicherheit durch Polizeipräsenz auf dem Münchner Oktoberfest – Umgang mit Terrorgefahr bei Großereignissen – Anforderungen an die Polizei während der Flüchtlingskrise – Organisation von Hilfs-und Transportnetzwerken – Vernetzung der Polizei auf Landes- und Bundesebene – Reaktion der Münchner Polizei auf den Amoklauf vom 22.07.2016 – Rolle der sozialen Medien während des Amoklaufs – Probleme durch Falschmeldungen in sozialen Netzwerken – Darstellung des Polizeialltages in Kriminalserien – Aufruf an die Bevölkerung mit der Polizei in Dialog zu treten – Persönliches Bild von Bayern – Umgang mit Natur und Ressourcen – Persönliche Meinung zum Umgang mit Flüchtlingen und Asylbewerbern – Aufgabe der Vermittlung von Wissen und Werten.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Interview
Dauer:
2:00 h
Aufnahmedatum:
20.07.2017
Sprache:
deutsch