Zeitzeugen berichten

Heide Ecker-Rosendahl Leichtathletin; Olympia-Teilnehmerin 1972 in München (Gold im Weitsprung, Gold in der 4x100m-Staffel, Silber im Fünfkampf)

Themen

Olympische Spiele

Zeiträume

Bayern im vereinten Deutschland (1990 - 2025)

Signatur
zz-2093.05
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Dr. Michael Bauer)
Jahr
2021

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Heide Ecker-Rosendahl über die problematische Entwicklung der Olympischen Spiele, die kontinuierliche Vergrößerung der Spiele, die zunehmenden Organisationsschwierigkeiten, die Durchführung der Olympischen Spiele 2021 in Tokio trotz der Covid19-Pandemie (Corona) sowie über die teilweise geringe Nachhaltigkeit der Sportstätten.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Heide Ecker-Rosendahl, geführt am 07.10.2021 in Leverkusen, über ihre Karriere als Leistungssportlerin (Weitsprung, Sprint, Mehrkampf), ihre zahlreichen Erfolge, die siegreiche Teilnahme an den Olympischen Spielen 1972 in München, das Attentat auf das isrealische Team am 05.09.1972, die Gründe für ihr Karriereende, die Unterschiede zwischen Leistungssportlern in den 1970er-Jahren und heute sowie über das stete Wachstum der Olympischen Spiele und die damit einhergehenden Probleme.

Biogramm

Geboren 1947 in Hückeswagen und aufgewachsen in Radevormwald, sprang die spätere Weitspringerin und Fünfkämpferin Heide Rosendahl bereits mit sieben Jahren 3,71 m. Von Gerd Osenberg beim TuS 04 Leverkusen trainiert, holte Rosendahl 1966 bei den Europameisterschaften die Silbermedaille im Fünfkampf. Bei Olympia 1968 in Mexiko scheiterte die beliebte Leichtathletin an einer krankheitsbedingten Sportverletzung, holte aber in München 1972 zweimal Gold und eine Silbermedaille. Die diplomierte Sportlehrerin beendete ihre Karriere „mangels Motivation“ 1973. Mehrfach als „Sportlerin des Jahres“ gekürt, heiratete Rosendahl 1974 den früheren US-amerikanischen Basketballer John Ecker, mit dem sie zwei sportlich erfolgreiche Söhne hat. Heide Ecker-Rosendahl leitete bis zum Ruhestand mehrere Unternehmen der Fitness-Branche.

GND: 118749781

Inhalte

Geboren 1947 – Von Haus aus Mehrkämpferin – Freude an der vielseitigen sportlichen Betätigung – Amateurstatus der Sportler in den 1970er-Jahren – Berufsausbildung bzw. Studium und Berufstätigkeit neben dem Leistungssport – Kameradschaft unter Sportlern in den 1970er-Jahren und heute – Unabhängigkeit von Sponsoren – Andere Form von Leistungsdruck in den 1970er-Jahren – Sport und sportlicher Wettkampf im Fokus – Förderung des eigenen Talents durch den sportlichen Vater – Ungünstige Trainingsbedingungen in der Kleinstadt Radevormwald – Kein Verständnis in der Schule – Einfluss des sportlichen Erfolgs auf die eigene Persönlichkeit – Hohes Maß an Selbstorganisation – Wenig psychischer Druck 1972 im Vergleich zu heute – Sportliche Erfolge vor den Olympischen Spielen 1972: Siege bei den Europameisterschaften und neuer Weltrekord im Weitsprung – Spezielle Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 1972 in München – Große Bekanntheit und Beliebtheit – Unterbringung im Olympischen Dorf – Kontakt zu Sportlerinnen aus der DDR – Doping in den 1960er- und 1970er-Jahren – Mehr Show und Extrovertiertheit im Sport heute – Positive Erinnerung an das Olympiagelände in München – Verfolgen der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 1972 im Fernsehen – Anreise zu den Spielen zwei Tage vor dem ersten Wettkampf – Keine Gedanken an die Olympischen Spiele 1936 – Wenig Freizeit während der Olympischen Spiele 1972 – Erinnerung an das Attentat auf das israelische Olympiateam am 5. September 1972 – Persönliche Einschätzung zu den Sicherheitsmaßnahmen bei den Olympischen Spielen 1972 – Kleidungsstil in den 1970er-Jahren – Ablauf des ersten Wettkampftages (Gewinn der Goldmedaille im Weitsprung) – Nationalgefühl als Sportlerin – Verfolgen der Geschehnisse rund um das Attentat auf das israelische Olympiateam im Fernsehen – Problematische Vergrößerung der Olympischen Spiele seit den 1970er-Jahren – Gedanken zur Ausrichtung der Olympischen Spiele 2021 in Tokio trotz der Covid19-Pandemie (Corona) – (Keine) nachhaltige Nutzung der errichteten Stadien und Sportstätten in verschiedenen Olympiastädten – Vergabepolitik des IOC – Noch heute Nutzung der für die Olympischen Spiele 1972 errichteten Sportanlagen in München – Wohnverhältnisse in den Appartments im Olympischen Dorf – Unterschiedliche Bedingungen für Sportlerinnen in den 1970er-Jahren und heute – Wenig interkontinentale Reisen zu Sportwettkämpfen in den 1970er-Jahren – Gleichberechtigung von Männern und Frauen im Sport – Olympischer Gedanke – Gründe für die Vergrößerung der Olympischen Spiele – Mögliche Reformen – Gründe für das Beenden der Karriere als Leistungssportlerin – Weiterer beruflicher und sportlicher Werdegang.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugen-Interview
Dauer:
1 h
Aufnahmedatum:
07.10.2021
Sprache:
deutsch