Zeitzeugen berichten

Dr. Bruno Merk Politiker (CSU); 1966-1977 Bayerischer Staatsminister des Innern

Themen

Olympia 1972

Zeiträume

Bayern in der Bundesrepublik (1949 - 1989)

Signatur
zz-0491.02
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Jahr
1972

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Bruno Merk von der ersten Nacht der Geiselnahme während der Olympischen Spiele 1972 in München.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Dr. Bruno Merk, geführt am 12.06.1997, über seine Kindheit und Jugend, seine Teilnahme am Zweiten Weltkrieg, seinen beruflichen Werdegang als Jurist, sein Engagement bei der CSU und seine politische Karriere, seine Tätigkeit als Innenminister, die Gemeindegebietsreform, die Olympischen Spiele 1972 in München und die frühen Jahre der Amtszeit von Ministerpräsident Franz Josef Strauß.

Biogramm

1922 in Großkötz geboren, 1940 Soldat im Zweiten Weltkrieg, 1944 Verwundung, 1945 Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft, Rückkehr nach Günzburg, Arbeit als Ersatzlehrer, 1946 Eintritt in die CSU, 1952-1955 Jurastudium in München, 1956 Promotion zum Dr. jur., nach 1956 Tätigkeit als Regierungsassessor bei der Regierung von Schwaben und bei der Obersten Baubehörde im Staatsministerium des Innern, 1958-1977 Abgeordneter des Bayerischen Landtags, 1960-1966 Landrat im Landkreis Günzburg, Stellvertretender CSU-Fraktionsvorsitzender, 1966-1977 Staatsminister des Innern im Kabinett Goppel, mitverantwortlich für die Gebietsreform in Bayern, 1973–1977 Vorsitzender des CSU-Bezirksverbands Schwaben, 1985-1990 Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes, 1986-1991 Mitglied des Bayerischen Senats. 2013 in Günzburg verstorben.

GND: 124637205

Inhalte

Ärmliches Elternhaus, Vater Müller, Mutter Näherin, kleines Anwesen im Allgäu, Reinhardsried, Vater Soldat im Ersten Weltkrieg, kommt krank zurück, kann nicht mehr auf dem Anwesen arbeiten, das er deshalb verkauft, Inflation zehrt das Vermögen auf, als 6. Kind geboren, Mutter muss den Unterhalt für die Familie sichern, Holzdeputat, Mutter: Gelegenheitsarbeiten, Heimarbeit als Näherin für ein Bekleidungshaus, Vater stirbt 1929, Umzug von Kötz nach Günzburg, Volksschule, Hilfe vom Sozialamt: Verbilligungsscheine für Lebensmittel, Geschwister müssen bereits arbeiten, Entscheidung fürs Gymnasium nach der 4. Klasse abhängig vom Geldbeutel der Eltern, Schulgeld, Angebot eines Freiplatzes bei den Pallottinern in Bruchsal, Wunsch Pfarrer zu werden, Gymnasium in Bruchsal, St.-Paulus-Heim, Abitur 1940, Klosterschule im Dritten Reich, Beobachtung durch Gestapo, Verhöre, Rektor zeitweise inhaftiert, Genehmigung zur Abiturprüfung verloren, daher Abitur am Schlossgymnasium in Bruchsal abgelegt bei völlig fremden Lehrern, ordentliches Abitur, Noviziat bei den Pallottinern in Untermerzbach, Rückstellung vom Arbeitsdienst, halbes Jahr später zur Wehrmacht eingezogen, Infanterie in Laun, Kriegseinsatz in Russland, MG-Schütze, schwere Maschinengewehrkompanie, rechter Flügel der sechsten Armee, nicht nach Stalingrad sondern Richtung Kaukasus, Noworisisk, Stellungskrieg im Winter, Kuban-Brückenkopf, Winter im Kaukasus, zuvor kurzer Besuch der Kriegsschule in Posen, Fähnrich, Rückzug aus dem Kuban, Führung der Nachhut, Granatwerferbeschuss, Krim, Einsatz am Dnjepr, Landung der Russen auf der Krim, Perekop, Rückzug von Kertsch nach Sewastopol, Brücken gesprengt, russische Offensive im Mai 1944, Frontabschnitt, Heeresartillerie, Abwehr von Stoßtrupps, wiederholt verwundet aber noch gehfähig, von Feldflughafen mit einer Ju52 nach Constanza ausgeflogen, 4 Wochen Feldlazarett, Einheit in Ungarn neu aufgestellt, Einsatz im Mittelabschnitt, August 1944, Ortsrand von Warschau-Praga, bei einem russischen Scheinangriff zum 5. Mal verwundet, schlechte psychische Verfassung der Soldaten, Warschauer Aufstand im Rücken, Hüftdurchschuss landet als Querschläger im Elbogengelenk, 3 Stunden Marsch zum Hauptverbandsplatz, von Bataillonsarzt notdürftig versorgt, Abschnürungen, Feldlazarett, starke Medikamente, Angriff mit Stalin-Orgeln auf Sanka-Kolonne, Sanitäter, dann erst wieder amputiert, in Breslau aufgewacht, Lazarett, Herrsching, 03.08.1944, Ende Oktober 1944 Ersatztruppenteil in Laun, im Bataillonsstab eingesetzt, Ende 1944 zur Ausbildung nach Sachsen abgestellt, in Lauban wieder als Waffen- und Geräteoffizier beim Bataillon, berittene Einheit, Reitpferd, Prof. Lebsche, Sauerbruchoperation, zur Operation nach München geschickt, nach München durchgeschlagen, Lazarett in Fürstenried, Einmarsch der Amerikaner, Entlassungspapiere, zu Fuß nach Günzburg, um nach der Mutter zu sehen, zurück ins Lazarett zu Prof. Lebsche wegen der Operation, erneute Entlassung durch Amerikaner, 8 Tage im Entlassungslager, ab Herbst 1945 endgültig zu Hause, Berufsfrage, Wunsch Jura zu studieren, Schwierigkeiten einen Studienplatz zu bekommen, in München als Offizier abgelehnt, in Erlangen als Katholik, in Würzburg keine Unterkunft, Arbeit als Ersatzlehrer, Volksschule in Günzburg, in der Gemeinde Bühl, Scheppach, angemeldet zur Ausbildung als Lehramtsanwärter, kein Platz mehr in Kaufbeuren, Depot für Schulbücher, Bewerbung bei der Stadt Günzburg als Verwaltungsangestellter, Arbeit als Steuerbuchhalter, Wohnungsamt, Bezirksfürsorgeverband statt Jugendamt, Tätigkeit als Amtsvormund, Jugendarbeit, Wunsch nach Jurastudium wieder erwacht, Strafverfahren gegen straffällig gewordene Jugendliche, Bundesversorgungsgesetz, bis dahin nur Köperbeschädigten-Leistungsgesetz, Berufsförderung für Schwerbeschädigte, Freistellung von der Stadt, Stadtrat, Studium an der Universität München, Examen nach 6 Semestern, Referendar, am Amtsgericht, am Landgericht, in der Verwaltung, 2. Staatsexamen nach 2 1/2 Jahren, allerdings nur im justiziellen Teil, Promotion in der Referendarszeit über ein verwaltungsrechtliches Thema "Subsidiaritätsprinzip im deutschen Fürsorgerecht", Stellung bei der Regierung von Schwaben als Hilfsreferent, bereits in den Landtag gewählt, Versetzung in die Oberste Baubehörde (OBB) nach München, eine Hauptabteilung des Staatsministeriums des Innern, Wahl zum Landrat, politische Tätigkeit beginnt mit Eintritt in die CSU Herbst 1946, Hemmungen in eine Partei einzutreten, Engagement bei Kolping, Entnazifizierung, CSU in Günzburg stabilisiert, Kontakte geknüpft, Ortsgruppen gegründet, CSU im Kreis Günzburg am besten organisierte Partei, SPD, Aufkommen der Bayernpartei, Kreisvorsitzender der Jungen Union, im Vorstand auf Bezirksebene, Tätigkeit im Staatsdienst, Einfluss in der Partei gewonnen, Nachfolger des Landrats 1960, Nachfolge des Landtagsabgeordneten Schlögl: Kreisvorsitzender Leo Wagner wird vorgeschlagen, Situation im Kreis Krumbach, Landrat Graf, Deutsche Partei, Suche nach Kompromisskandidaten, zum Kandidaten gewählt, in den Landtag gewählt, eindeutiger Wahlsieg, Beamter und Abgeordneter, Dienstbesprechung bei Regierungspräsident Fellner, Fraktion: Fürst Fugger-Kirchheim, dessen Nachfolger als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CSU, an Einfluss und Gewicht gewonnen, Interesse Günzburgs und ganz Schwabens, Wunsch der Parteifreunde weiterhin Abgeordneter zu sein, Ausbau der Position, 1962 erneut nominiert und gewählt, 1966 Ausscheiden des Innenministers Junker, Innenminister im Kabinett Goppel, Amt als Landrat niedergelegt, Aufgabenstellung: Staats- und Verwaltungsreform im Vordergrund, Reform der Strukturen der kommunalen Ebene, Gemeindegebietsreform als erster Schritt, weitere Aufgabenfelder: Naturschutz, Wasserrechte, Gewässerschutz, Ringkanalisationen für die bayerischen Seen, Wohnungsbau, Sicherheitsfragen, 1968 APO-Bewegung, Unruhen an den Universitäten, immer stärker organisierte Widerstände, letztlich Terrorismus, damals noch Gemeindepolizei, Fragen der Ausbildung, der Polizeitaktik, erste Amtsperiode, langer Anlauf zur Gebietsreform, Vorbereitungen, Abklärungen, Zielschätzungen, erster Gesetzentwurf im Senat beraten, Kommunen bereiten sich darauf vor, nach der nächsten Wahl 1970 bereits 300 Gemeinden freiwillig zusammengeschlossen, zweite Amtsperiode, absolute Stimmenmehrheit, Regierungserklärung von Goppel, Januar 1971, 1978 neuer Ministerpräsident Strauß kritisiert die Gebietsreform, 1971 Kreisreform in Bayern, 1972 Kommunalwahl, bis 1976 Gemeindegebietsreform auf freiwilliger Basis, dann bis zur nächsten Kommunalwahl 1978 die offenen Fälle auf dem Verordnungsweg bereinigt, praktische Erprobung der Regelungen, in der nächsten Legislaturperiode notwendige Korrekturen, Streit über Reihenfolge von Kreis- und Gemeindereform, in einem Jahr die gesamte Kreisreform abgeschlossen, Landtagsbeschluss im Dezember 1971, bis Ende 1972 noch einmal über 2.000 Gemeinden zusammengeschlossen, von 1976-1978 wurden abschließend durch aufsichtsrechtliche Regelungen noch einmal rund 2.000 Gemeinden zusammen gelegt, insgesamt die Zahl der Gemeinden auf ein Drittel reduziert, Widerstände auch in der eigenen Partei, viele Sitzungen, Strauß will eine Beschränkung der Gebietsreform auf Zwerglandkreise und Zwerggemeinden, Gesichtspunkte: wirtschaftliche Struktur, verkehrsmäßige Situation, landsmannschaftliche Verflechtung, finanzielle Stärke, vergleichbare Leistungsstärke der Landkreise in Bayern hergestellt, Einsicht nicht unter Strauß zu dienen, Strauß verspricht im Wahlkampf Korrekturen, Folge: immer weitere Korrekturen werden diskutiert, ständig zusätzliche Schwierigkeiten geschaffen, alles in allem positive Entwicklung, heute leistungsstarke Kommunen, wichtig für die Gesamtentwicklung des Landes, auch wirtschaftlich, 1972 Attentat bei den Olympischen Spielen in München, Verantwortlicher im Krisenstab, Sicherheitskonzept, Schutz des Olympischen Dorfes, olympischer Bereich von olympiaeigener Schutzgruppe bewacht, Polizeibeamte nur in ziviler Ausstattung, Polizei auf den Außenbereich zurück gedrängt, Überfall in der Nacht, israelische Sportler, Nachrichten über bewaffnete Auseinandersetzungen, Schüsse, Forderungen der Terroristen, Einrichtungen des Krisenstabs, Versuch eine Fristverlängerung zu erreichen, Polizeipräsident Schreiber, Kontakt mit Terroristen, Standleitung zur israelischen Regierung, israelischer Botschafter in Bonn, Bestätigung der israelischen Haltung, keine Verhandlung mit den Terroristen, Verantwortung der deutschen Behörden für Sicherheit und Befreiung der Geiseln, Fristverlängerungen arabischer Unterhändler, Krisenstab, Genscher als Vertreter der Bundesregierung, gemeinsam weiterverhandelt, Stoßtrupps organisiert, keine Kenntnis der Lage im Haus, Forderung nach Gefangenenaustausch, Forderung nach Kairo auszufliegen, Genscher und der Bürgermeister des Olympischen Dorfs Tröger bekommen Zutritt zum Haus, um sich von der Unversehrtheit der Geiseln zu überzeugen, ein bekannter Toter, Anzahl der Geiseln, keine Ahnung, wie viele Terroristen, Befreiungsversuch im Freien angestrebt, Flughafen Fürstenfeldbruck, Terroristen sollen von Riem fern gehalten werden, Wunsch die Befreiung bereits im Basement des Olympischen Dorfes durchzuführen, verschiedene Einsätze vorbereitet, Improvisation, Zugriff im Basement nicht möglich, mit Hubschraubern nach Fürstenfeldbruck geflogen, Probleme der Einsatzgestaltung beim Wechsel von den Helikoptern ins Jet-Flugzeug, Sendeanlage des Towers durch Feuer der Terroristen ausgeschaltet, Kommunikation der einzelnen Einsatzstellen unterbrochen, bedauernswert schlimmes Ende, Tod aller Geiseln, Tod beinahe aller Terroristen, Tod eines deutschen Polizisten, Terroristen inhaftiert, später nach Entführung einer Lufthansamaschine freigepresst, Misserfolg, durch Ausbildungsstand der Polizei Termindruck durch Terroristen, nahezu kein anderes Ergebnis möglich gewesen, Film "das Geheimnis von Olympia 72", Auseinandersetzung mit dem Autor, eigenes Buch "Klarstellungen", Auswirkungen des Überfalls, Umdenken bei der Ausrüstung und Ausbildung der Polizei, Organisation, Verstaatlichung der kommunalen Polizei, Bund stellt innerhalb des Bundesgrenzschutzes die GSG 9 auf, Länder, mobile Einsatzkommandos, Sondereinsatzkommandos, MEK, SEK, Beginn des Terrorismus in der Bundesrepublik, Baader, Meinhof, rote Zellen, RAF-Organisation der Rettungsdienste, bis dahin nur in wenigen Großstädten kurzfristige Hilfe möglich, Berufsfeuerwehren, Rotes Kreuz, Behebung des Mangels, Frage nach Verantwortung und Finanzierung, Verhandlungen im Kabinett, mit dem Finanzministerium, mit den Hilfsorganisationen, Krankenkassen, gesetzlich organisierter Rettungsdienst geschaffen, Rettungsdienst als staatliche Aufgabe in der Verantwortung der freiwilligen Hilfsorganisationen, Rettungszweckverbände auf kommunaler Ebene, Ausstattung mit Rettungsfahrzeugen, Funk- und Fernmeldeanlagen, vom Staat finanziert, Verbände stellen Gebäude, Ausbildung, Personal, Kassen finanzieren Betriebskosten, Orientierung der übrigen Bundesländer an diesem Konzept, 1972, ehrenamtliches Engagement, Vizepräsident des Roten Kreuzes, Vorsitzender im Fachausschuss des Landesvorstandes für Rettungsdienst und Katastrophenschutz, Interesse des Landes, sich von den Kosten zu befreien, Auseinandersetzung mit Strauß, Entrüstung der Öffentlichkeit, Gesetz, Affront gegen die Hilfsorganisationen, zweite Auseinandersetzung um das Rettungsdienstgesetz, Präsident des Roten Kreuzes, Qualifikation der Rettungsassistenten, Einwendungen im Senat vorgetragen, Innenminister Stoiber, Korrektur des Gesetzes durch eine Rechtsverordnung, Normenkontrollklage vor dem Bayerischen Verfassungsgericht, Klage gegen das "eigene" ehemalige Ressort, Kostenentscheidung zu Lasten des Staates, "persona non grata" wegen der Kritik an der Staatsregierung unter Strauß, keine Gespräche mehr im Fraktionskreis, mit dem Innenministerium, eigene Person als Hinderungsgrund, Folge: Rücktritt als Präsident des Roten Kreuzes, 1976 Trennungsbeschluss in Kreuth, damals Bezirksvorsitzender der CSU in Schwaben, Fraktions- und Kabinettsmitglied, Solidarität innerhalb der CSU, Entscheidung der Landesgruppe des Bundestags, Partei sträubt sich, Ziele: Ablösung der sozialliberalen Koalition, Anerkennung der CSU und Strauß als Führungsinstanz auf Bundesebene, Aufschrei in den Ortsverbänden, Aufstand in allen Bezirken, Streibl, Forderung nach außerordentlichem Parteitag, Wortführer des Widerstands, Mehrheit der Landtagsfraktion gegen Trennung, Strauß droht mit Parteiaustritt, Strauß erreicht Beschluss des Landesvorstands, Spekulationen über Gründung und Vorsitz eines bayerischen CDU-Landesverbands, Doppelrolle der CSU in Bonn und Bayern: Widerstand aus dem Land heraus gegen den Bund, obwohl dort selbst in Mitverantwortung, Späth, Strauß als Ministerpräsident, Untergrabung des politischen Vertrauens, Doppelrolle auf Dauer gefährlich für die Partei, keine klare Linie erkennbar, absolute Mehrheit in Bayern, im Bund Kompromisse notwendig, Rolle von Franz Josef Strauß, Ausnahmeerscheinung, CSU vor Strauß schon bedeutend, Verdienste, Fehleinschätzungen, menschliche Schwächen, Nachgeben bei schwierig zu vertretenden Entscheidungen, z.B. Gebietsreform, sachlicher Widerstand als persönliche Gegnerschaft interpretiert, Gerold Tandler, schlecht für parteiinterne demokratische Diskussionen, Partei als Instrument, Ausgrenzung wegen Rettungsdiensten, Traumpaar Goppel-Strauß: Landesvater Goppel: Konsens, Gefolgschaft, Sympathie, Strauß als politischer Motor, verändertes Verständnis von Staat und Gesellschaft nach 1945, neues Denken und Verhalten, historische Leistung der CSU, Integration vieler Gruppen der Gesellschaft, Identifizierung mit dem Staat, persönliche Erfolge: Gebietsreform, Vergleich mit Montgelas, Öffentliche Strukturen als Mittel zum Zweck, Neugliederung der Organisationsstruktur des gesamten Staates, Überprüfung und Umverteilung staatlicher Aufgaben, Staatsverwaltung, Selbstverwaltung, Gesamtentwicklung, Gewinn durch Verlust der Kreisfreiheit für einige Städte, Krumbach, Günzburg, Fehler von Strauß: Korrekturen an der Gebietsreform, Machtpolitik, politische Inhalte, Taktik zur Durchsetzung politischer Zielvorstellungen, Machterhalt und -ausbau, erste Teilnahme an einer Arbeitstagung der Fraktion 1959, Ministerpräsident Seidel, Schulreform, Verfassungsänderungen, Organisation der CSU, Mangel an politischer Meinungsbildung innerhalb der Partei.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Interview
Dauer:
2:30 h
Aufnahmedatum:
12.06.1997
Sprache:
deutsch