Zeitzeugen berichten

Vassilij Vladimirovitch Lenskij Kriegsgefangener, KZ-Überlebender, Zwangsarbeiter

Themen

KZ Flossenbürg

Zeiträume

NS-Diktatur und Zweiter Weltkrieg (1933 - 1945)

Signatur
zz-0855.01
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Jahr
1944

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Vassilij Lenskij über seinen Meister im KZ Flossenbürg und seinen illegal ausgeübten Handel mit deutschen Zivilisten. Aus buntem Plexiglas stellte er Gegenstände her und sicherte sich dadurch zusätzliches Essen.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Vassilij Lenskij, geführt am 18.07.2003 in Flossenbürg, über seine Zeit als Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter in Deutschland während des Zweiten Weltkriegs, seine Zeit im Konzentrationslager Flossenbürg, seine Befreiung und seine Rückkehr in die Sowjetunion.

Biogramm

1919 geboren, Rote Armee, Soldat im Zweiten Weltkrieg, ab 1941 Kriegsgefangenschaft, später Zwangsarbeit in Deutschland, Flucht, erneute Haft, August/September 1944 KZ Flossenbürg, Befreiung durch Sowjet-Truppen, nach Kriegsende 1945 Rückkehr in die UdSSR.

Inhalte

1919 geboren, im Zweiten Weltkrieg Soldat in der Roten Armee, 3 Monate gekämpft, erste Feindberührung bei Polotsk und Rzhew, eingekesselt, Kriegsgefangenschaft, Lager, September 1941, in der Nähe von Thorn, dann im Lager Alewo-Danzig, Stalag 312, Straßenbahnbau, Arbeit in der Landwirtschaft, 1943 Bunkerbau in Berlin, Flucht zu zweit, Nahe der tschechischen Grenze gefasst, Gefängnis, August/September 1944 ins Konzentrationslager Flossenbürg gebracht, Aufnahmeprozedur, ausgekleidet, Banja (Sauna), medizinische Untersuchung, Quarantäne, Zerlegung von Flugzeugteilen, Tagesablauf, Me 110, Ausschlachten abgestürzter Flugzeuge, Ingenieur Krause, guter Mensch, zum Leiter einer Gruppe befördert, nebenbei Anfertigung von Zigarettenetuis, Akkumulatoren, zusätzliches Essen, Hans Habersbacher, dt. Insasse, russisch sprechender Chauffeur, Kontakt mit den Leuten der Baracke, Kontakte über Essensbeschaffung, kurze Zeit im Steinbruch beschäftigt, schwere Arbeit schlechte Verpflegung, Krankenrevier als Endstation, Menschenversuche, katastrophale Hygiene, Entlausung, Kapos, Leiter Schebing, Sadist, Prügel, SS-Soldaten, besonders brutal gegenüber Intellektuellen, die Not zwang einen deutsch zu verstehen, Solidarität unter Landsleuten, Ukrainer, Russen, Polen, Tschechen, Juden, Nachrichten über den Kriegsverlauf, Hinrichtungen, gegen Kriegsende schlechtere Bedingungen, weniger zu essen, immer mehr Menschen im Lager, immer mehr wurden im Krematorium vernichtet, Evakuierungskolonne von Amerikanern befreit, Panzer, Nahrung, Arbeit im Hermann-Göring-Werk bei der Herstellung von Dachziegeln, danach in die Tschechoslowakei gebracht, den Russen übergeben, Todesmarsch, Erschießungen, Tag und Nacht getrieben, von 1.000 Menschen überlebten nur 400 - Verhör durch die SMERSch (militärischer Nachrichtendienst der UdSSR), KGB, erneut in Armee einberufen, Filtration, in der Tschechoslowakei und in Österreich stationiert, Dienstende 1946 in Wien, Mai/Juni nach Hause, keine Repression in Russland wegen Einberufung in die Rote Armee, Entschädigungen.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Interview
Dauer:
1:00 h
Aufnahmedatum:
18.07.2003
Sprache:
russisch