Zeitzeugen berichten

Prof. Dr. Ferdinand Knobloch KZ-Überlebender, Psychotherapeut

Themen

KZ Flossenbürg

Zeiträume

NS-Diktatur und Zweiter Weltkrieg (1933 - 1945)

Signatur
zz-0921
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Ferdinand Knobloch über den Alltag auf dem Krankenrevier des Konzentrationslagers Flossenbürg, in dem er einen Saal mit 70 Kranken als Pfleger zu betreuen hatte.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Thematisches Zeitzeugeninterview mit Prof. Dr. Ferdinand Knobloch, aufgenommen am 25.06.1999 in Flossenbürg, über seine Jugend in Prag, die Deportation ins KZ Flossenbürg, den Alltag im Lager und die psychischen Folgen der Internierung.

Biogramm

1916 geboren in Prag, Beginn des Medizinstudiums, Heirat mit der Jüdin Susanna Hartmann, 1943 mit seiner Frau von der Gestapo verhaftet und ins Konzentrationslager Flossenbürg deportiert, dort als Pfleger auf dem Krankenrevier eingesetzt, seine Frau starb im Vernichtungslager Auschwitz, 1945 von den Amerikanern befreit, nach Ende des Zweiten Weltkriegs Fortsetzung des Medizinstudiums, Arbeit als Psychiater und Psychotherapeut in Prag und Lobeč, nach der Niederschlagung des "Prager Frühlings" 1968 zunächst Gastprofessor in Chicago, 1969 Entschluss, nicht in die CSSR zurückzukehren, 1970 Emigration nach Kanada, bis 1982 Professor für Psychiatrie an der University of British Columbia, Vancouver, gemeinsam mit seiner zweiten Frau JiÅ™ina Entwicklung eines Konzepts zur integrativen Psychotherapie. Prof. Dr. Ferdinand Knobloch starb am 19. Januar 2018.

Inhalte

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Interview
Dauer:
2:00 h
Aufnahmedatum:
25.06.1999
Sprache:
deutsch