Zeitzeugen berichten

Francois Amoudruz Jurist, KZ-Überlebender, Zwangsarbeiter

Themen

KZ Flossenbürg

Zwangsarbeit

Zeiträume

NS-Diktatur und Zweiter Weltkrieg (1933 - 1945)

Signatur
zz-1084
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Jahr
1944

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Francois Amoudruz über den Alltag als Zwangsarbeiter in Johanngeorgenstadt (Außenlager des KZ Flossenbürg).

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugen-Interview mit Francois Amoudruz aufgezeichnet am 23.07.2004 in Flossenbürg, über seine Deportation, seine Inhaftierung im KZ-Außenlager Johanngeorgenstadt, seine Flucht vom Todesmarsch und das Kriegsende.

Biogramm

Geboren 1926, Studium in Clermont-Ferrand, 1943 von der Gestapo verhaftet, im Flossenbürger KZ-Außenlager Johanngeorgenstadt in Sachsen interniert, dort musste er in der Messerschmitt-Fabrik Zwangsarbeit leisten, April 1945 wurde das Lager auf den Todesmarsch geschickt, Flucht auf tschechischem Gebiet, Kriegsende in Karlsbad, anschließend Rückkehr nach Frankreich. François Amoudruz verstarb 2020.

Inhalte

1926 geboren, Clermont-Ferrand, Straßburger Universität seit 1939 dorthin ausquartiert, Jurastudium, 1943 waren die Deutschen in ganz Frankreich, Gestapo, Verhaftung November 1943 und Einlieferung, alle Leute an der Universität verhaftet, bis Dezember im Militärgefängnis vor Ort, dann Ende Dezember 1943 Lager 122 in Compiégne 17, 18 Tage, 17.1.1944 Transport nach Deutschland, 2000 Personen im Viehwaggon, 19.1.44 Ankunft in Buchenwald, Häftlingsnummer 40989, noch mehr Leute aus Compiégne treffen ein, 23. Februar 1944, Flossenbürg, Häftlingsnummer 6683 - Überstellung in das KZ-Außenlager Johanngeorgenstadt, SS - Arbeitseinsatz, Messerschmittfabrik, 12h-Tag, Tag- und Nachtschicht im Wechsel, Versorgungslage, Ungeziefer, Verhalten der SS, Kapo, Strafen - Todesmarsch April 1945, Evakuierung Richtung Sudetenland, jeden Tag 20 km marschieren, Flucht bei Nacht, Kamerad wird bei Fluchtversuch erschossen, Lubinece (Lubinez), nach vier Tagen von Frau verraten, im Keller eingesperrt, zur Kriminalpolizei nach Karlsbad gebracht, 3. Mai 1945, Arbeitseinsatz - Kriegsende 8. Mai 1945, Zivilkleidung, freigelassen, acht Tage in Karlsbad geblieben, Rückkehr nach Frankreich - Leben nach dem Krieg, Studium an der Straßburger Universität, Kliniksaufenthalt wegen TBC - Versorgung im Lager - Verständnis der Kinder.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Interview
Dauer:
1:00 h
Aufnahmedatum:
23.07.2004
Sprache:
deutsch