Zeitzeugen berichten

Abdulla Ismailow KZ-Überlebender, Zwangsarbeiter

Themen

KZ Flossenbürg

Zeiträume

NS-Diktatur und Zweiter Weltkrieg (1933 - 1945)

Signatur
zz-1093.01
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Jahr
1945

Im hier gezeigten Ausschnitt schildert Abdula Ismailow die Folgen des Krankwerdens für einen Häftling und sein Gefühl der Ausweglosigkeit im Konzentrationslager Flossenbürg. Krank zu werden und dort im Lager gefangen zu sein, bedeutete den Weg ins Krematorium.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Abdulla Ismailow, aufgezeichnet am 23.07.2004 in Flossenbürg, über seine Zeit als Zwangsarbeiter in Deutschland während des Zweiten Weltkrieges und die Probleme nach der Rückkehr in die Sowjetunion.

Biogramm

1927 auf der Krim geboren, 1942 nach Deutschland deportiert, Zwangsarbeit u.a. als Holzfäller in Marktredwitz und in einer Munitionsfabrik in Nürnberg, mehrmals geflohen und gefangen genommen worden, Misshandlungen im Straflager in Nürnberg, im KZ Flossenbürg und KZ Dachau interniert, nach der Befreiung Übergabe an die sowjetische Armee, Rückkehr nach Taschkent, als Heizer tätig, wegen Salzdiebstahls zu 10 Jahren Haft verurteilt, 1953 amnestiert.

Inhalte

1927 in Fedosija auf der Krim geboren, Vater starb 1942, Deutsche um Kerosin für Lampe gebeten, Gestapo, 25.05.1942 Abtransport der Kinder aus Fedosija nach Marktredwitz, Zwangsarbeit als Holzfäller bei altem Förster, Tochter schenkte ihm gekochtes Ei, Flucht, in Selb gefangen genommen worden, 2-3 Monate Zwangsarbeit in der Porzellanfabrik, Nürnberg, Arbeiter Reindel, Munitionsfabrik "Eisenberg Tafel", Briefe von der Mutter, Tataren von der Krim deportierten auch die Mutter, Flucht, in Fürth gefangen genommen worden, Gefängnis in Nürnberg, Straflager, geschlagen und misshandelt worden, über Hersbruck ins Konzentrationslager Flossenbürg, kurz vor Kriegsende 1945 ins KZ Dachau getrieben, am 30.04.1945 von den Amerikanern befreit, den Russen übergeben, über die Westukraine nach Taschkent gebracht, nach einem Jahr die Mutter im Ural wiedergefunden, Verhöre und Schikanen, in Taschkent: Heizer im Karfunkelwerk, wegen Salzdiebstahls zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, 1953 nach dem Tode Stalins amnestiert, Situation im KZ Flossenbürg, Krankenrevier, Tod als Perspektive.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Interview
Dauer:
0:30 h
Aufnahmedatum:
23.07.2004
Sprache:
ukrainisch