Zeitzeugen berichten

Albert Theis KZ-Überlebender, Zwangsarbeiter

Themen

KZ Dachau

Zeiträume

NS-Diktatur und Zweiter Weltkrieg (1933 - 1945)

Signatur
zz-0433.01
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Jahr
1942

Im hier gezeigten Ausschnitt spricht Albert Theis auf dem Gelände des ehemaligen KZ Dachau über seine Einweisung ins Lager 1942.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugen-Interview mit Albert Theis vom 11.2.1998 in der KZ-Gedenkstätte Dachau über seine Haft und die Zustände im Konzentrationslager Dachau.

Biogramm

Der Luxemburger Albert Theis war vor dem Zweiten Weltkrieg Mitglied der Luxemburger Freiwilligenkompanie und musste nach der deutschen Besetzung in der Wehrmacht dienen. Im März 1942 weigerte er sich, den Eid auf den "Führer" Adolf Hitler abzulegen. Daraufhin wurde er in das Konzentrationslager Dachau eingeliefert, wo er bis Kriegsende inhaftiert war und in verschiedenen Kommandos arbeiten musste. Nach dem Krieg trat er wieder in den Dienst der luxemburgischen Armee ein. Albert Theis war Vizepräsident des Internationalen Dachau-Komitees. 2009 ist Albert Theis in Luxemburg verstorben.

GND: 1060159449

Inhalte

Wohnbaracke für Häftlinge, Aufteilung, Stuben, Belegung, Aufenthalt nur zum Essen und Schlafen, Stubendienst, Bettenbau, Appelle, Abendbrot, um 9 Uhr Nachtruhe, Geruch, Kälte im Winter, anfangs jeder eigenes Bett, später Überfüllung des Lagers, zu dritt in einem Bett, Stockbetten, Unruhe, Gang zur Toilette, Krankmeldung, Jourhaus, SS-Arzt, Revierkapo, Menschenversuche, Lagerarzt Dr. Sigmund Rascher, Prof. Schilling, Malariaexperimente, Papierverband, Kälte im Winter, Winterkleidung, Hitze im Sommer, Kachelofen, Stubenälteste auf Sauberkeit bedacht, Schikane, Heizmaterial, Spinde, unmenschlich durch die Überfüllung, Reinigung der Holzspinde, Schmirgelpapier, Hygiene und Sauberkeit gingen verloren, Waschraum, Sandseife, Tote der Nacht wurden im Waschraum gelagert, Toilette, keine Abtrennung, anfangs Papier, später "Völkischer Beobachter", dann gar kein Papier mehr, anfangs sehr auf Hygiene geachtet, Krankmeldung auf dem Revier, Toilettengänge in der Nacht, Lagerstraße, Blocks, Block 15 Strafkompanie, Zugangsblock 11, Zählappell, Registrierung der Toten, nach dem Abendessen Möglichkeit auf die Lagerstraße zu gehen, Neuigkeiten ausgetauscht, Kantinenverwaltung, Ausstellung von Schrumpfköpfen im April 1942 aufgelöst, Häftlingshierarchie: Lagerältester, Blockälteste, Blockschreiber, Arbeitseinsatz, Einteilung der Kommandos, Lagerläufer, SS-Führung, Appellplatz, Lautsprecher, Hitler- und Goebbels-Reden, Aufmarsch morgens, mittags, abends, Meldung der Blockältesten, Schutzhaftlagerführer, Rapportführer, SS-Blockführer kontrollieren, lange Dauer bei Ungenauigkeiten, Prügelstrafen, Erhängungen, Erschießungen beim Krematorium, Pfahlhängen im Bad, 1944 Fußballspiele auf dem Appellplatz, Küchenmannschaft, Meisterschaft, Idee eines Spiels einer Lagerauswahl gegen eine SS-Auswahl wurde nicht umgesetzt, Plantage, Pfarrer, Befreiung durch Amerikaner, Erschießung am weißen Turm, Wirtschaftsgebäude, Effektenkammer, Lagerschusterei, Lagerschneiderei, Wäschelager, Wäscherei, Seife für die Häftlinge in München geholt, Trockenraum, Chemikalien zur Reinigung, "Kartoffelschälkommando", Diätküche für die Kranken im Revier, Küche, Verpflegungslager, Aufnahmeprozedur, Jourhaus, Aufnahme der Personalien, Fotografie, Nadel im Stuhl, Ausziehen, Schubraum, Bad, Rasur, Desinfektion mit Lysollösung, Duschen, Einkleidung, falsche Größen, Lagerfeuerwehr, Brandwache, Einsätze auch in München, Brandbombe im Wäschelager 1943, Rundfunkgerät, auf dem laufenden über den Kriegsverlauf, Straflager der SS und Polizei, Exerzieren mit dem Spaten bis zur Erschöpfung, Herbertshausen, Auflösung des Straflagers, SS-Gelände, Lagertor, Weg zum Krematorium führte nicht durch das Lager, Jourhaus, Registrierung der Zu- und Abgänge, Vernehmungen durch Kommandanten, Bock für die Prügelstrafe, 25 oder 50 Schläge, Behandlung der Bestraften im Revier, Baumhängen, Personalakte.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Interview
Dauer:
1:30 h
Aufnahmedatum:
11.02.1998
Sprache:
deutsch