Zeitzeugen berichten

Andreas Wolf Mitglied der Bergwacht Bayern und des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher

Themen

Kulturraum Alpen

Signatur
zz-1720.05
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Andreas Wolf über die Phasen der Rettungsaktion des verunglückten Höhlenforschers Johann Westhauser in der Riesending-Schachthöhle im Juni 2014.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Zeitzeugeninterview mit Andreas Wolf, aufgenommen am 09.09.2016 in München, über die Einsatzgebiete der Bergwacht Bayern, die Ausbildung bei der Bergwacht, den Bereich der Höhlenrettung, die Riesending-Schachthöhle, die Faszination an der Höhlenforschung, den Unfall des Höhlenforschers Johann Westhauser in der Riesending-Schachthöhle im Juni 2014, die Koordination der Rettungsaktion als Mitglied der Einsatzleitung der Bergwacht, das Medieninteresse am Unfall und der Rettungsaktion, die Herausforderung der Kommunikation, die Phasen der Rettungsaktion, die Koordination der Zusammenarbeit sämtlicher Organisationen, die andauernde Nachbearbeitung des Einsatzes und das Bild von Bayern im Ausland.

Biogramm

Andreas Wolf ist Mitglied der Bergwacht Murnau. Zur Zeit der Rettungsaktion in der Riesending-Schachthöhle 2014 war er als stellvertretender Vorsitzender des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher und in der Einsatzleitung der Bergwacht tätig. Er hat die Rettungsaktion für den verunglückten Höhlenforscher Johann Westhauser koordiniert.

Inhalte

Organisatorische Einordnung der Bergwacht Bayern – Aufgaben der Bergwacht – Einsätze der Bergwacht pro Jahr – Mitglieder und Organisationsstruktur der Bergwacht – Motive für eine Mitarbeit bei der Bergwacht – Ausbildung bei der Bergwacht – Spezialisierungsmöglichkeiten – Besonderheiten des Bereichs der Höhlenrettung – Einsatzgebiete der Bergwacht Bayern –Wintersportunfälle – Sommersportunfälle – Herausforderung Watzmann (zentraler Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen) – Gründe für Unfälle in den Bergen – Auswirkungen des Handys auf die Risikobereitschaft der Bergsteiger – Psychische Belastung der Rettungskräfte – Anlage der Riesending-Schachthöhle – Versorgung der Höhlenforscher in der Höhle – Ausstattung der Biwaks – Erforschung der Riesending-Schachthöhle seit 15 Jahren – Charakter eines Höhlenforschers – Motivation als Höhlenforscher – Faszination Höhlenforschung – Expedition am 07.06.2014 von Thomas Matthalm, Ulrich Meyer und Johann Westhauser in der Höhle – Tag des Unfalls des Höhlenforschers Johann Westhauser in der Riesending-Schachthöhle – Alarmierung – Informationsstand zum Beginn der Rettungsaktion – Bildung der Einsatzleitung – Koordinierung der Rettungsaktion – Medieninteresse am Unfall – Unterbringung der Rettungskräfte – Lagezentrum – Zusammenarbeit mit der Feuerwehr – Aufgaben der Einsatzleitung – Umgang mit Presserummel – Kommunikation während der Rettungsaktion – Meldesystem – Verlegung von Feldtelefonen – Cave-Link-System (kabelloses Kommunikationssystem) – Sprachliche Herausforderung – Zusammenarbeit aller Organisationen – Belastung der Höhlenforscher-Kollegen in der Höhle – Notruf durch Höhlenforscher-Kollegen – Phasen der Rettungsaktion – Anlaufphase – Konsolidierungsphase – Routinephase – Orientierung der Rettungsaktion am Zustand des Verunglückten – Ärztliche Betreuung des Verunglückten – Aufgaben des Logistikzentrums – Bergwacht Bayern als Hauptverantwortliche an der Rettungsaktion – Aufgabe des Arztes – Aufgaben der Einsatzleitung der Bergwacht Bayern – Anlage der Riesending-Schachthöhle und Rettungsweg des Verunglückten – Gewährleistung der Sicherheit der ausländischen Rettungskräfte – Herausforderung Hubschrauberfliegen – Erleichterung durch Ausbleiben eines „Sekundärunfalls“ im Zuge der Rettungsaktion – Grund für die Anforderung von Hilfe aus anderen Ländern – Erstversorgung des Verunglückten durch Höhlenforscher-Kollegen – Medizinische Versorgung – Internationales Netzwerk in der Höhlenrettung – Zusammenhalt der Bergwachtmitglieder über die Grenzen hinaus – „Europäischer Teamorientierungsworkshop“ – Dimension des Rettungseinsatzes – Zusammenarbeit mit den Behörden – Kostenabschätzung zum Beginn der Rettungsaktion – Zusammenarbeit mit der Bundeswehr – Unterstützung durch die Bevölkerung – Solidarität der Firmen oder Institutionen – Mediale Aufbereitung der Rettungsaktion – Privatsphäre und Medieninteresse – Einrichtung einer Pressestelle der Bergwacht Bayern – Neuland der Themen Höhlenforschung und Höhlenrettung für die Presse – Konstruktive Zusammenarbeit mit den Medien – Maßnahmen für die Presse – Einschätzung des Gefahrenpotenzials und der Sinnhaftigkeit der Höhlenforschung – Seriöse Forschung – Beschränktes Zeitfenster für Expeditionen – Findungsphase für die Kameradschaft über kulturelle Grenzen hinweg – Entwicklung von Freundschaften durch Rettungsaktion – Koordination der Vorstellungen der verschiedenen Nationen – Herausforderung im Umgang mit verschiedenen Mentalitäten – Rettungsübungen im Vorfeld des Unfalls – Mitwirkende an der Rettungsaktion – Rettungspersonal musste „aktiv inaktiv“ sein – „Ruheposition“ bis zum Einsatz – Zeitgefühl in der Höhle – Emotionale Belastung in der Höhle – Fürsorgepflicht der Bergwacht Bayern – Absprachen mit Arbeitgeber – Zusammensetzung und Koordination der Einsatzleitung der Rettungsaktion – Nachbearbeitung des Einsatzes bis August 2015 – Reinigung der Höhle bis Winter 2014 – Rechnungsbearbeitung – Weiterführen des Einsatzes bis heute – Zusammenarbeit mit der Politik, den Behörden (Landrat und Innenminister), den Kommunen und dem Landkreis – Resümee zur Dimension des Rettungseinsatzes – Stellenwert der Forschung in der Riesending-Schachthöhle – Faszination Höhlenforschung – Die „andere Welt“ – Weiterhin aktiv in der Höhlenforschung – Mentale Befangenheit während des Einsatzes – Positives Resümee – Keine „Harakiri-Aktionen“ in der Höhlenforschung – Naturgewalten – Einhaltung der Spielregeln – Persönliches Bild von Bayern – Kritik an der Infrastruktur in Bayern – Assoziationen mit Bayern im Ausland – Facettenreiches Deutschland – Gespräche mit Einheimischen im Ausland über Bayern – Bild von Bayern im Ausland – Krankenhaustourismus – Ansprüche ausländischer Touristen in Deutschland – Interesse am deutschen Fußball im Ausland – Meinung zum Umgang mit Flüchtigen und Asylbewerbern heute.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugen-Interview
Dauer:
1:15 h
Aufnahmedatum:
09.09.2016
Sprache:
deutsch