Zeitzeugen berichten

Josef Deschl Politiker (CSU); 1984-1990 Stellvertretender Landrat von Straubing-Bogen

Themen

Kriegsende 1945

Zeiträume

NS-Diktatur und Zweiter Weltkrieg (1933 - 1945)

Signatur
zz-0207.01
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Jahr
1945

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Josef Deschl über seine Heimkehr aus dem Zweiten Weltkrieg 1945.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugen-Interview mit Josef Deschl vom 19.4.1995.

Biogramm

CSU-Mitglied, 1946-1952 und 1960-1990 Mitglied des Kreistags Bogen bzw. Straubing-Bogen, ab 1972 Bürgermeister von Bogen, 1984-1990 Stellvertretender Landrat von Straubing-Bogen. 1984 Ernennung zum Ehrenbürger Bogens. 2008 verstorben.

Inhalte

Russlandfeldzug 1942, Ende 1942 im Lazarett wegen Fleckfiebers, Einsatz in Polen, Krummhübel/Riesengebirge, Frankreich, Italien, Ungarn, Rückzug von Stuhlweißenburg über Wien/Neustadt nach Mariazell - Kriegsende und Heimkehr nach Bogen: 8.5.1945, mit den Fahrzeugen Richtung Westen, Steyer, zu Fuß Richtung Bayern, in einer Scheune Amerikanern die Waffen übergeben, weiter nach Schärding, Inn mit Hochwasser, KZ-Häftlinge, Passau, Pontonbrücke, ungarische Donauschiffer, Deggendorf, Bogen, Arzt von Aschnau, Verwandte in Pfelling, Zivilkleider, Meldung bei der Kommandantur, Bombentrichter füllen, Landwirtschaft der Cousine in Lohham, Entlassungspapiere im Gefangenenlager in Cham, Kesselring-Armee, Angebot als Unbelasteter bei der Gemeinde anzufangen - Deschl wurde der erste Beamte in Bogen, Juli 1945, Neueder, Einweisung, weitere Anstellungen - Neuorganisation der Verwaltung: Wasser- und Stromversorgung, Christmette ohne Licht 1945, Bezugscheine, Unterbringung der Heimatvertriebenen, Kohlenzüge, Holz aus dem Bayerischen Wald, amerikanische Militärkommandantur, Captain Albert, Möbelrequirierungen, Heirat, Wohnung, Telefon, Bürgermeister Wutz, Gefängniszellen, großer Garten, Unterbringung von Heimatvertriebenen, Stadtwaage - Verteilung der Lebensmittelmarken und Bezugscheine: Andrang, Währungsreform 1948 - Problematische Integration der Heimatvertriebenen, Aufgabe als Flüchtlingsobmann, Vertriebenengruppen: Sudeten, Schlesier, Ostpreußen, Pommern, Bürgermeister kümmerte sich um Amerikaner, Willi Kaiser - Neuorganisation der Stromversorgung, Hauptstation, OBAG, Transformatorenstationen, Ingenieur aus Regensburg, Entnazifizierung, Baugenossenschaft, Landrat Hafner, Integration der Heimatvertriebenen, Vereine - Gründung der Parteien, erste Wahl Januar 1946, MdL Alois Weinzierl, CSU, SPD, WAV, Wahl 1948 nach neuem Gemeindewahlgesetz, Parteiaufbau, Moped, Bayernpartei, Landesversammlung in Kempten, Auto auf dem Rückweg liegen geblieben, Landräte Dr. Keller, Dietl - Weiterbildung durch Fernlehrgang: gehobener Verwaltungsdienst, Prüfung am Münchner Ostbahnhof, drei Tage, Interview mit dem Bayerischen Rundfunk, ein Tag nach der Währungsreform 21.6.1948 mündliche Prüfung im Münchner Rathaus, 1972 Bürgermeister bis zur Rente in Bogen - Währungsreform - Separatistische Tendenzen, Bayernpartei - Anfänge der CSU, Leute aus allen Bereichen der Gesellschaft, Alois Hundhammer, konservativ, Josef Müller ("Ochsensepp"), liberal, - Das gesellschaftliche Leben bis 1948, Liederabende, Dichterlesungen, Max Peinkofer, Trachtenverein, Heimatabende der Vertriebenen, Theater, Kabarett - Veränderungen durch die Währungsreform, Aufschwung und mehr Freizeit verringerten die Aktivitäten, Arbeitsplätze, Neubauten, Zusammenhalt, Wallfahrten, Volksfest, Erkenntnisse aus der damaligen Zeit: Selbstständigkeit - Politik im Wirtshaus, Verhältnis zu den anderen Parteien, gemeinsame Aktivitäten des Stadtrats, Gebietsreform 1972/78.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Interview
Dauer:
1:30 h
Aufnahmedatum:
01.04.1995
Sprache:
deutsch