Zeitzeugen berichten

Prof. Elfriede Bode Gewerkschaftsfunktionärin, Hochschullehrerin

Themen

Frauen in Bayern

Gewerkschaften

Wiederaufbau und Wirtschaftswunder

Zeiträume

Bayern in der Bundesrepublik (1949 - 1989)

Signatur
zz-0342.01
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Elfriede Bode, wie Frauen in den 1950er-Jahren aus den Betrieben gedrängt wurden. In Zeiten der Vollbeschäftigung um 1960 wurden aber Frauen wieder dringend als Arbeitskräfte gebraucht.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Elfriede Bode, geführt am 28.01.1997 in München, im Rahmen des Projekts Geschichte der Gewerkschaften.

Biogramm

1925 geboren, 1949 Arbeit im Textillabor der Perlonwerke, Oberbruch, Betriebsrätin, 1954 Frauensachbearbeiterin bei der NGG München, ab 1962 Studium der Soziologie in München, 1971 Hochschullehrerin an der FH München, 1958 bis 1978 Mitglied im Vorstand des DGB, seit 1972 Mitglied des Bayerischen Senats.
GND: 133869970

Inhalte

Vater nach Eupen-Malmedy versetzt, Schule mit wallonischen Kindern, Heimschule in Achern in der Nähe von Karlsruhe, 1942 Reichsarbeitsdienst in Calw/Norschwarzwald, Lager, Weihnachten 1944 Diphterie-Epidemie, Quarantäne, Entlassung im Januar 1945, Kriegshilfsdienst in Stuttgart-Vaihingen, Firma Stump & Kurz, Fliegeralarm, Tieffliegerangriffe, Entlassung im April 1945, keine Ahnung, wo die Eltern waren, mit Freundin nach Singen am Hohentwiel - Das Kriegsende im Schwarzwald: betrunkene Soldaten aus Marokko und dem Senegal, in der Besenkammer versteckt, zu Fuß nach Kassel (vereinbarter Treffpunkt mit den Eltern) im Mai 1945, zerstörtes Würzburg, amerikanisches Gefangenenlager auf den Mainwiesen, Lkw nach Lollar bei Gießen, Papiere, Gefängnis, Auto nach Korbach, Ende Mai Mutter gefunden, Vater und Bruder vermisst - Rückkehr zur Familie: Aushilfe auf dem Bauernhof der Großeltern, 1945 bis 1948 landwirtschaftliche Lehre in Wilhelmshaven/Varel, im Oldenburgischen und in der Nähe von Bonn, Hauswirtschaftsgehilfin, Landfrauenschule in Neuenburg bei Varel, Mutter krank, Übernahme des Haushalts - Erste berufliche Betätigung im Perlonwerk Oberbruch: Glanzstoffwerk 1949, 1950 Eintritt in die Gewerkschaft Chemie-Papier-Keramik, Betriebsrätin, 1952/53 Lehrgang an der Sozialakademie, Labor, Kündigung, - Als Frauensekretärin bei der Gewerkschaft Nahrung-Genuss und Gaststätten (NGG): Vorstellung, Frauensachbearbeiterin 1954, 40 bis 50 Prozent Frauenanteil unter den Arbeitern, Landesfrauenausschuss, Absprache mit den Bezirksleitern, Koordinierung, Besprechungen - Arbeitsbedingungen der Frauen in den 1950er Jahren, Flaschenfüllereiarbeiterinnen, Gleichberechtigungsgesetz 1958, Hilfsarbeiter für leichtere Arbeiten, schlechte Bezahlung der Frauen, regionale Unterschiede, Zigarettenfabrik Battberg positive Ausnahme, Arbeitsplatzbewertung, Euler-Stephens - Organisationsgrad, Betriebsversammlungen, Kampagne gegen Doppelverdiener, Gastarbeiter, Forderung nach Erhalt des Arbeitsplatzes bei Schwangerschaft, gesellschaftliche Einstellung zur Frauenarbeit in den 1950er- und 1960er-Jahren, Situation innerhalb der Gewerkschaft, Studienwunsch, Kriegsabitur an der Universität Hamburg anerkannt, mit Anerkennung und Hilfe eines Landtagsabgeordneten Studienerlaubnis in Bayern, Soziologiestudium 1964, Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung, keine Unterstützung der Frauen in der Gewerkschaft, August Bebel: "Die Frau und der Sozialismus", Probleme im Freundeskreis, Familie, DGB-Frauen, Maria Weber, Thea Hartmuth, Irmgard Blettl, Frauenfragen als Anhängsel der Tarifpolitik, Hausfrau als unbezahlte Arbeitskraft, Oskar Lafontaine, Auf und Ab der Frauenarbeit, Studentenbewegung, Einschreibung, Rolf Pohle ASTA-Vorsitzender, Examen 1969, Frauenbewegung in der Studentenbewegung, Radikalenerlass 1972, Mitglied im Landesbezirksvorstand bei NGG, Studentenprotest vor Gewerkschaftshaus, akademikerfeindliche Gewerkschaften, Vorträge zur Aufbesserung der Kasse - Frauenemanzipation - 1971 FH München Einführung einer Frauenbeauftragten.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Interview
Dauer:
1:30 h
Aufnahmedatum:
28.01.1997
Sprache:
deutsch