Zeitzeugen berichten

Claudia Roth Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen); 2013-2021 Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags

Themen

Frauen in Bayern

Parteien und Politiker

Zeiträume

Bayern in der Bundesrepublik (1949 - 1989)

Signatur
zz-1865.02
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Jahr
1985

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Claudia Roth über ihre Bewerbung als Pressesprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen, ihre Sorgen über ihre Qualifikationen für die Stelle sowie über die finale Zusage und den Beginn ihrer Tätigkeit als Pressesprecherin.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Claudia Roth, aufgenommen am 21.10.2018 in München, über ihre Arbeit als Managerin der Band „Ton Steine Scherben“, ihre Tätigkeit als Pressesprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, ihre politischen Ziele, ihre Zeit als Abgeordnete des Europaparlaments und des Deutschen Bundestags, die Erfolge der Partei Bündnis 90/Die Grünen und die Bedeutung Bayerns als Marke.

Biogramm

Claudia Roth wurde am 15.05.1955 in Ulm geboren und studierte nach dem Abitur ab 1974 Theaterwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Ab 1975 arbeitete sie zunächst als Dramaturgie-Assistentin, später als Dramaturgin an den Städtischen Bühnen in Dortmund sowie am „Hoffmanns Comic Teater“ in Unna. Von 1982 bis 1985 war sie Managerin der Band „Ton Steine Scherben“ um Rio Reiser. Als Pressesprecherin der ersten Grünen-Fraktion im Deutschen Bundestag wechselte sie 1985 in die Politik. 1989 wurde Claudia Roth ins Europäische Parlament gewählt. Dort blieb sie bis 1998, ab 1994 als Fraktionsvorsitzende der Grünen, bevor sie über die bayerische Landesliste in den Deutschen Bundestag einzog. Von 1998 bis 2001 war sie Vorsitzende des neu gegründeten Ausschusses für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, zwischen März 2003 und Oktober 2004 dann Beauftragte der rot-grünen Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt. 2001 wurde Claudia Roth erstmals Parteivorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Sie wurde 2004, 2006, 2008, 2010 und 2012 in diesem Amt wiedergewählt. 2013 schied sie als Parteivorsitzende aus und wurde im gleichen Jahr zur Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags gewählt. 2017 erfolgte die Wiederwahl.

GND: 132195429

Inhalte

Geboren 1955 – Kindheit und Jugend – Politische Einstellung der Eltern – Herkunft der Eltern – Bedeutung der Schule für die berufliche Ausrichtung – Kunstaffinität der Eltern – Aufnahme des Studiums der Theaterwissenschaften, Geschichte und Germanistik an der LMU München 1974 – Abbruch des Studiums 1975 – Tätigkeit als Regie-Assistentin an den Städtischen Bühnen in Dortmund 1975/76 – Zeitgeist der 1970er-Jahre – Begegnung mit Rio Reiser –Tätigkeit als Managerin der Band „Ton Steine Scherben“ 1982-1985 – Wohngemeinschaft der Bandmitglieder – Bewerbung als Pressesprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen – Auseinandersetzungen innerhalb der Bundestagsfraktion – Verstärkter Einzug von Frauen in den Bundestag – Atomkraftgegner in Bayern – Widerstand gegen die WAA Wackersdorf – Eintritt in die Partei Bündnis 90/Die Grünen – Einzug in das Europaparlament 1989 – Menschenrechte und die Einheit Europas als politische Ziele – Vorstellung eines durch Vielfalt geprägten Kulturbegriffs – Versuch der Überwindung nationalistischer Tendenzen – Gesellschaftliche Chancen der Multikulturalität – Einzug in den Bundestag als Kandidatin der Grünen für den Wahlkreis Schwaben 1998 – Vorsitz des Menschenrechtsausschusses des Deutschen Bundestages – Moralischer Konflikt der Grünen bei der Frage nach der Zustimmung zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr – Position in Bezug auf die Zuwanderungsgesetzgebung 2002 – Veränderungen innerhalb der Partei Bündnis 90/Die Grünen zwischen 2003 und 2012 – Einführung einer Frauenquote als größte Errungenschaft der Grünen – Gründe für den Erfolg der Grünen – Die Verantwortungsethik der Grünen – Heimat als integrativer Begriff – Zugehörigkeit der Grünen zu Bayern – Persönliches Bild von Bayern – Bayern als Marke – Die Dialekte als Stärke Bayerns – Beschränkung der Außenwahrnehmung Bayerns auf Oberbayern – Gefahren des Flächenfraßes in Bayern – Anteil der Entwicklung vom Agrar- zum Industriestaat am Markenkern Bayerns – Vorteile Bayerns durch eine proeuropäische Orientierung – Verknüpfung Bayerns mit einem Mythos – Liberalität und Freiheitlichkeit als essenzieller Teil Bayerns – Erfolge im Bereich der Integration – Diskussionen um die doppelte Staatsbürgerschaft – Widerstand gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit – Aufgaben der Grünen in der Opposition nach den bayerischen Landtagswahlen 2018.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugen-Interview
Dauer:
1:30 h
Aufnahmedatum:
21.10.2018
Sprache:
deutsch