Zeitzeugen berichten

Edith Frank Flüchtling, Lehrerin, Ortsheimatpflegerin

Themen

Flüchtlingsgemeinden in Bayern

Zeiträume

Nachkriegszeit (1945 - 1949)

Signatur
zz-0600.01
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Jahr
1945

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Edith Frank über die Situation in Neutraubling nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie schildert dabei die anfänglich oftmals ablehnende Haltung der Einheimischen gegenüber den Kriegsflüchtlingen und nennt einige der damals üblichen Beschimpfungen.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Edith Frank, geführt am 01.12.1999 über ihre Flucht aus Ostpreußen, ihre Lehrerausbildung in Amberg und ihre Tätigkeit in Neutraubling.

Biogramm

Edith Frank wurde 1927 im ostpreußischen Eydtkuhnen an der litauisch-russischen Grenze geboren und flüchtete gegen Kriegsende 1945 nach Bayern. Nach einer kurzen Tätigkeit als landwirtschaftliche Magd in Katzelsried im Landkreis Waldmünchen gelang es ihr, einen Ausbildungsplatz an der Lehrerbildungsanstalt in Amberg zu erhalten. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Lehrerin in Neutraubling, wo sie den Aufbau der neu gegründeten Gemeinde miterlebte und seit 1988 als Ortsheimatpflegerin tätig war. 2002 ist Edith Frank verstorben.

GND: 1066943656

Inhalte

Oberrealschule im ostpreußischen Eydtkuhnen – Juli 1944 Evakuierung des Grenzorts in die Nähe von Königsberg, anschließend nach Zittau/Sachsen – Zweiter Weltkrieg: Flak – Ankunft in Bayern: Weiler bei Waldmünchen – Unterkunft bei Bauern: Ressentiments – Konfession, Katholizismus – eigenes Haus: Heithäusel – Arbeit bei Bauern – Flüchtlingsausweis: Landwirtschaftliche Magd – Lehrerbildungsanstalt Amberg: Aufnahmeprüfung November 1946 – Heimatlied: Land der dunklen Wälder – Zuzugsgenehmigung nach Amberg am 01.01.1947 – Studium an der Lehrerbildungsanstalt – ein Jahr Lehrerin an der evangelischen Bekenntnisschule in Amberg – Volksschule Neutraubling: Unterricht, Verdienst, evangelischer Religionsunterricht – Kirchenbau – Kinder in Neutraubling: Schulspeisung, Freizeit – Improvisation – wirtschaftlicher Aufschwung: Aufbaugemeinschaft für Industrie, Handel und Handwerk e.V. – Verhältnis zur einheimischen Bevölkerung – Gründung des Gesangsvereins 1948 – Neubau des Schulhauses mit Turnhalle – Wohnungsprobleme: Landsiedlergenossenschaft e.G. – Nachbarschaftshilfe/Hilfsbereitschaft – Siedlungsneubau: Bauernsiedlung, Junghanssiedlung, Prüllersiedlung, Frankesiedlung – „Quäkerkuh“ – Zusammenleben der Vertriebenen: Dialekte, Heimatgefühl – Integration – Freizeit in Neutraubling – Arbeitsmöglichkeiten der Schulabgänger – Landsmannschaften: Schlesier, Egerländer, Sudetendeutsche, Donauschwaben – Lastenausgleich – Tätigkeit als Ortsheimatpflegerin: Einrichtung des Neutraublinger Nachmittags – Museum in Neutraubling.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Interview
Dauer:
1:30 h
Aufnahmedatum:
01.12.1999
Sprache:
deutsch