Zeitzeugen berichten

Peter Kneifel Flüchtling, Fernmeldetechniker

Themen

Flucht und Vertreibung

Kriegsende 1945

Zeiträume

NS-Diktatur und Zweiter Weltkrieg (1933 - 1945)

Signatur
zz-1531.01
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Jahr
1945

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Peter Kneifel über die Flucht seiner Familie über Neumarkt nach Raitenbuch (Mittelfranken) und seine ersten Erlebnisse dort.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Thematisches Zeitzeugeninterview mit Peter Kneifel, aufgenommen am 09.12.2013 in Regensburg, über seine Flucht aus Ostpreußen, die Displaced Persons in Regensburg, das Leben in der Nachkriegszeit und sein Bild von Bayern.

Biogramm

Peter Kneifel wurde 1938 in Insterburg/Ostpreußen geboren und flüchtete mit seiner Familie Anfang 1945 auf einen Bauernhof in der Oberpfalz. 1946 siedelte die Familie nach Regensburg über, wo Peter Kneifel die Nachkriegszeit erlebte. Er berichtet über die Begegnungen mit den Einheimischen und schildert die Nöte dieser Zeit.1952 begann er seine berufliche Laufbahn als Fernmeldetechniker in Landshut und durchlief bei der Deutschen Post bis zur Pensionierung viele verschiedene Dienststellen.

Inhalte

Geboren 1938 in Insterburg/Ostpreußen – Vater im Krieg – Flucht nach Sagan – Vater bei der Eisenbahn – Flucht nach Süden mit dem Zug – brennendes Dresden im Februar 1945 – Bomben- und Fliegerangriffe – Ankunft in Neumarkt – Unterkunft auf einem Bauernhof – religiöse Unterschiede – Sprachprobleme – Mitarbeit auf dem Hof – Ankunft der Amerikaner im April 1945 – Tieffliegerangriffe – Umzug in ein Behelfsheim in Regensburg – Umzug in ein eigenes Haus 1950 – Rückkehr des Vaters aus der Gefangenschaft 1947 – primitiver Schulunterricht – Unmut und Vorurteile gegen Flüchtlinge – Spiele mit alter Munition – Arbeit der Mutter in einem Spielzeugladen – schlechte Versorgung mit Lebensmitteln – Lebensmittelmarken – amerikanische Care-Pakete – Holzsammeln – Arbeit bei der Post ab 1952 – Ausbildung in Landshut – Schwarzmarkt – Kino – Skandal um den Kinofilm „Die Sünderin“ mit Hildegard Knef – Ansiedlung von Industrie in Regensburg – Bild von Bayern – kein Bezug zur alten Heimat – bayerische Mentalität.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugen-Interview
Dauer:
0:40 h
Aufnahmedatum:
09.12.2013
Sprache:
deutsch