Zeitzeugen berichten

Prof. Clemens Weber Architekt, Abteilungsleiter der Obersten Baubehörde

Themen

Erster Weltkrieg

Zeiträume

Erster Weltkrieg (1914 - 1918)

Signatur
zz-1173
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Jahr
1914

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Clemens Weber über die Einberufung seines Vaters bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugen-Interview mit Prof. Clemens Weber, geführt am 19.08.2007 in München im Rahmen des Projekts Wiederaufbau und Wirtschaftswunder, über seine Arbeit in der Obersten Baubehörde.

Biogramm

Clemens Weber wurde 1905 in Landshut geboren. Nach Beendigung seines Architekturstudiums 1928 in München begann er eine Beamtenlaufbahn, die 1945 mit der Stellung als Regierungsbaudirektor in Saarbrücken vorerst endete. Nach dem Verlust der Pfalz und verschiedenen Tätigkeiten als selbstständiger Architekt kehrte Herr Weber 1952 nach München zurück und trat als Sachgebietsleiter in die Oberste Baubehörde ein. Von 1957 bis zu seiner Pensionierung 1970 war er Leiter der Abteilung Hochbau an der Obersten Baubehörde und hatte in dieser Zeit wichtige Bauvorhaben im Rahmen des allgemeinen Wiederaufbaus zu verantworten. 1970 wurde Herr Weber Honorarprofessor an der TU München.
GND: 1060160668

Inhalte

Am 28.06.1905 in Landshut geboren, bürgerliches Elternhaus, Vater Chirurg, mit zwei Jahren Umzug der Familie nach Kötzting, Bergtouren, Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914, Vater Oberstabsarzt, eingerückt nach Würzburg, Westfront, Familie 1915 in Schweinfurt, schlechte Versorgungslage, Gymnasium in Schweinfurt und Landshut, 1923 Architekturstudium an der Technischen Hochschule München begonnen, Jugendzeit und Studium, Corps Suebia, 1928 abgeschlossen, Regierungsbaumeister-Examen zwei Jahre später- Laufbahn bis 1945, 1935 Stadtbaurat in Ludwigshafen, 1940 Abteilung Bauwesen und Wiederaufbau, Regierungsbaudirektor in Saarbrücken, Kriegsende 1945, Familie in Bad Dürkheim, Ablehnung der Zusammenarbeit mit der Saarregierung, Rückkehr nach München 1952, Oberste Baubehörde, Herr Wamsganz, Kultusreferat, Hochschulbau, Wiederaufbau des Nationaltheaters, Neubau der Universität Regensburg - Wiederaufbau nach dem Krieg, Kommunen und Kreisregierungen, Universitäten Würzburg, Erlangen, Technische Hochschule München Neubau in Garching, Sanierung des Münchner Doms (Frauenkirche), Kardinal Döpfner, Kardinal Faulhaber, Situierung des Presbyteriums - Architekten und Wettbewerbe, Ausschreibung der Arbeiten, Teilnahme von Architekten der Baubehörde an Wettbewerben, 1970 in Pension, dann wieder als freier Architekt tätig - Das Ende der bayerischen Pfalz, Verhandlungen wegen Tätigkeit im Saarland abgelehnt wegen französischer Präsenz - wichtige Bauprojekte, Staatsbank in Würzburg - Die „Stunde Null“, Firma KSW 1946 bis 1953, Werke in Nürnberg, Pegnitz, Bremen, Arbeit im Bauamt - Die Bauten der Olympischen Spiele 1972, Ausschuss mit Hans-Jochen Vogel und Franz-Josef Strauß, Justizgebäude in der Nymphenburger Straße in München, Bayerische Staatsbibliothek - Einsturzgefahren, Sicherung der Ruinen. 

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Interview
Dauer:
2:00 h
Aufnahmedatum:
19.08.2007
Sprache:
deutsch