Zeitzeugen berichten

Karl-Heinz Ruckdeschel 1989 Stadtkämmerer der Stadt Hof

Themen

Bayern im Kalten Krieg / Leben am "Eisernen Vorhang"

Grenzöffnung und Wiedervereinigung 1989/90

Zeiträume

Bayern in der Bundesrepublik (1949 - 1989)

Bayern im vereinten Deutschland (1990 - 2025)

Signatur
zz-1604.04
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Jahr
1989, 1990

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Karl-Heinz Ruckdeschel über die Vorteile, die sich für die Region Hof durch die Wiedervereinigung und die Öffnung der Grenzen ergaben, vor allem die Reisefreiheit und den Austausch mit Tschechien.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Thematisches Zeitzeugeninterview mit Karl-Heinz Ruckdeschel, aufgenommen am 18.04.2015 in Hof, über die politische und wirtschaftliche Situation in Hof vor 1989, die Ankunft der Prager Botschaftsflüchtlinge, die Grenzöffnung, Mentalitäten und Infrastrukturmaßnahmen.

Biogramm

Karl-Heinz Ruckdeschel, geb. 1934, war 1989 Stadtkämmerer der Stadt Hof. Nach der Grenzöffnung am 09.11.1989 organisierte er die Begrüßungsgeldauszahlung und erlebte das Zusammenwachsen der Grenzregionen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze sowie die Infrastrukturmaßnahmen im Raum Hof. Karl-Heinz Ruckdeschel starb im September 2017.

Inhalte

Geboren 1934 – Hof – Grenznähe – Besuche – Geldpolitik – Begrüßungsgeld – Züge – Prager Botschaft – DDR – Unterkunft – Hilfsbereitschaft der Bevölkerung – technische Nothilfe – Rotes Kreuz – Grenzöffnung 1989 – Unvorhersehbarkeit – Auszahlung des ersten Begrüßungsgeldes im Sozialamt – Eröffnung zusätzlicher Begrüßungsgeldstellen – geringer Geldbestand der Stadtkasse – Transport von Geld aus dem Tresor der Sparkasse – Personalmangel – Abstellung von Personal aus anderen Dienststellen – Ankunft von weiteren Zügen in der Nacht – Nachtschicht zur Geldverteilung – Geldtransport – Polizei – sofortige Bereitstellung von Geld durch die Banken – großes Verkehrsaufkommen – Sperrung der Hofer Altstadt für Autos – Einrichtung von Parkplätzen auf Wiesen nahe der Grenze – Omnibusverkehr der Stadtwerke als Shuttlesystem – hoher Personalaufwand – Reduzierung des normalen Betriebs – Lagerung von Geld im Rathaus – Hilfsbereitschaft der Bevölkerung – neuartiges Warenangebot für die DDR-Bürger – Aufbau von Verkaufsständen von Firmen aus ganz Deutschland – teilweise Verkauf von überteuerten Waren – positive Auswirkungen für den Einzelhandel – keine Mehreinnahmen bei den Steuern – Eröffnung von Zweigstellen Hofer Unternehmen in der ehemaligen DDR – wenig Reisen von Hofer Bürgern in den Osten – gemeinsame Vogtländische Wurzeln – Infrastrukturmaßnahmen – Abwasserverband Saale zur Reinigung des Flusses – Instandsetzung des Straßennetzes – sächsische Arbeitskräfte in Hof – Einstellung der Zonenrandförderung 1994 – Wegzug von jungen Leuten, vor allem zum Studium – Entwicklung des Speditionsverkehrs durch zentrale Lage – Expansion von Hofer Firmen in den Osten – insgesamt positive Einstellung zur Grenzöffnung – gutes Verhältnis zu Tschechien – große tschechische Kundenzahlen – Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Justiz und Polizei.

Daten

Art:
Thematisches Zeitzeugeninterview
Dauer:
0:45 h
Aufnahmedatum:
18.04.2015
Sprache:
deutsch