Zeitzeugen berichten

Georg Wulffius Journalist, Vorsitzender des PresseClub München

Themen

Bayerische Verfassung 1946

Politik

Zeiträume

Nachkriegszeit (1945 - 1949)

Bayerische Verfassung (1946 - 1946)

Signatur
zz-0296.02
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg [WRNE]
Jahr
1946

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Georg Wulffius von den politischen Leitlinien des Ministerpräsidenten Wilhelm Hoegner (SPD) 1945/46.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugen-Interview mit Georg Wulffius, geführt am 21.8.1986.

Biogramm

Georg Wulffius wurde 1921 geboren. Er war in den ersten Nachkriegsjahren Angestellter der US-Militärregierung in München, für welche er die Entstehung der politischen Parteien observierte. Georg Wulffius arbeitete bis 1986 für den Bayerischen Rundfunk und war Vorsitzender des Münchner Presseclubs. Georg Wulffius starb 1999.
GND: 119009366

Inhalte

Luftwaffe, Familie bekam 1944 Probleme mit den Nationalsozialisten, untergetaucht, bei Kriegsende in Marienbad (Mariánské LáznÄ›), Einmarsch der Amerikaner am 6.5.1945, 16. US-Panzerarmee, Captain Rasmussen, Arbeit als Dolmetscher, Englisch und Russisch, Rücktransport der russischen Ostarbeiter, Einladung nach Pilsen (Plzeň) von den Russen, statt Abendessen Gespräch mit NKWD-Offizier, Interesse an Namensliste der Nichtrückkehrwilligen, Flucht aus dem Fenster, Turnhalle mit Amerikanern, Rückkehr nach Marienbad, Transport mit jungen deutschen Frauen nach München, Lieutenant Miller, Brief für Captain John F. Tally, Militärregierung im Münchner Rathaus, Wendel-Dietrich-Straße, Wohnungen für Angestellte der Militärregierung, 16.9.1945, Abteilung für Lizenzierung der Parteien, John F. Tally, Unterricht im politischen System Deutschlands vor 1933, Lizenzierung von Parteien in der Ostzone, Amerikaner mussten nachziehen, Hoffnung der Sowjets auf Parteizentralen in Berlin um Einfluss zu nehmen, Abteilung Historical Information and Political Intelligence im Münchner Rathaus, Anträge bei der Militärregierung, kommunaler Rahmen, Aufruf auf Radio München, am ersten Nachmittag "Dr. Dr. Dr. Keller", Völkerrechtspartei, keine 25 Unterstützer, KPD, SPD, Goldammer, Buch mit "Wanted Persons", einer der Bürgen der KPD aufgelistet, Dr. Höckurt war kommunistischer Agent in der Hitlerjugend (HJ) und bei NS-Oberbürgermeister Fiehler in München, Feier der Kommunisten im Prinzregententheater, Festakt, 90 Prozent Intellektuelle, KPD-Büro in der Widenmayerstraße 25, Pförtner, Warten auf dem Gang, Wechsel von den Kommunisten zur SPD, Fischer, weitere Lizenzierungen: SPD, Demokratische Union, Liberaldemokratische Partei, später FDP, CSU, WAV (Wirtschaftliche Aufbauvereinigung), Max Alma, SPD-Büro ohne Möbel, alles auf dem Boden ausgebreitet, Wilhelm Hoegner, Thomas Wimmer, Demokratische Union, Lallinger, Liberaldemokratische Partei, Karl Meißner, Maximilian Fuchs, Otto Bezold, Programm fehlte noch, Bezold fuhr zu Prof. Bergschlosser an den Tegernsee, ehemals DDP und fragte nach Programm, Jeep von Tally für "Ausflug" erhalten, Programm über Nacht umgeschrieben, Lizenzierung der CSU, verschiedene Gruppen, Fritz Schäffer, ehemaliger Vorsitzender der Bayerischen Volkspartei (BVP), Anton Pfeiffer, Gruppe um Josef Müller, Adam Stegerwald, überkonfessionelle Union, Gruppe um Franz Fackler, christliche "Labourparty", Auseinandersetzungen, Abstimmung über den Namen, Gruppe um Josef Müller "Ochsensepp", Gedonstraße, Föderalismus, Gesamtdeutschland, Wiedervereinigung, Kontakte zur CDU in Ostberlin, Kaiser, Kontakte zu Schumann in Paris, de Gasperi in Rom und Fiedler in Wien, Konrad Adenauer, Kontakte zu den Sowjets, Berlin-Karlshorst, Einsatz für Kriegsgefangene, Empfang zum jugoslawischen Nationalfeiertag, Gottlieb Branz, Demonstration der Trinkfestigkeit von Müller, Geheimniskrämerei, Verbindung Müllers zu den Attentätern vom 20. Juli 1944, Prozess Huppenknoten, Aussage Müller wurde nicht zum Tode verurteilt, "kein so schwerer Fall", Müller war im KZ Flossenbürg, Verfassungsdiskussion um Staatspräsidenten, Oberbürgermeister Karl Scharnagl, Wahlrechtsfragen, Sozialisation, amerikanische Militärregierung unterband Verstaatlichungen, Wirtschaftsordnung, Verhältnis Kirche-Staat, Bekenntnisschule, Bayerische Verfassung, Dr. Alois Hundhammer, Trend-Berichte, Ministerpräsident Wilhelm Hoegner vertrat nicht immer die Meinung der SPD, Hoegner war für Staatspräsidenten, Senat mit beratender Funktion, Hoegner: Bayern in den alten Grenzen erhalten geblieben, Restauration der Wittelsbacher-Monarchie, Verhältnis zu Kurt Schumacher, preußische Haltung, Hoegner befürwortete Regierungsverantwortung - Mail analysis, Stimmungsanalyse anhand von Hörer- und Leserbriefen, "Neue Zeitung", Entnazifizierung, Themen in den Leserbriefen, Probleme der Zeit, Flüchtlinge, Kriegsgefangene, Versorgung, eiskalte Aula der Universität als Tagungsort des ersten Nachkriegslandtags, Ministerpräsidentenwahl am 21.12.1946, Landtagspräsident Dr. Michael Horlacher, Flugblatt gegen Müller von Meßmer verfasst, Alfred Loritz (WAV), Stimmung in der CSU gegen Müller beeinflusst, Abstimmungsniederlage Müllers, Dr. Hans Ehard gewählt, Delegation mit Wendl, Döpfner, Hatzinger suchte Zustimmung Michael Kardinal von Faulhabers, da Ehard mit Protestantin verheiratet war, Loritz wurde Entnazifizierungsminister, Auseinandersetzung Müller-Loritz, WAV-Kundgebung auf dem Königsplatz, Gruppe um Hundhammer versuchte Müller von der Parteispitze zu verdrängen, CSU-Parteitag Eichstätt 1947, Prälat Dr. Emil Muhler, Müller sprach als letzter, erzählte Lebensgeschichte, Diskussion über Anzahl der Stimmen, CSU-Parteitag in Straubing 1949: Müller wurde von Ehard abgelöst, böse Auseinandersetzung - Afred Loritz, während des Krieges Emigrant in der Schweiz, Behauptung er habe das Attentat im Bürgerbräu-Keller angestiftet, Müller bezichtigte ihn der Lüge, Großkundgebung der WAV auf dem Königsplatz, mitreißender Redner, Demagoge, Vorschlag den städtischen Wald der Allgemeinheit als Bauholz zur Verfügung zu stellen, WAV lebte von Loritz, Löffler, Meißner - Arbeit beim Bayerischen Rundfunk, Interviewanfrage nach Ausscheiden der WAV aus dem Bundestag, Wurf mit dem Tintenfass, alte Frauen waren Anhängerinnen Loritz'.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Interview
Dauer:
1:30 h
Aufnahmedatum:
21.08.1996
Sprache:
deutsch