Zeitzeugen berichten

Dr. Gudrun Freeman Psychologin, Emigrantin

Themen

Auswanderung in die USA

Franken

Zeiträume

Bayern in der Bundesrepublik (1949 - 1989)

Signatur
zz-0814.01
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Jahr
1962

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Gudrun Freeman von ihrer Auswanderung aus Nürnberg in die USA und die Heirat mit einem amerikanischen Soldaten im Alter von 18 Jahren.

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Dr. Gudrun Freeman, geführt am 25.10.2002 im Rahmen des Projekts Auswanderung in die USA, über die Heirat mit einem US-Soldaten, die Vorurteile ihrer Verwandtschaft, ihre Auswanderung in die USA, die Integration in amerikanische Gesellschaft und Lebensstil.

Biogramm

1943 in Berolzheim/Mittelfranken geboren, Jugendzeit ab 1949 in Nürnberg, mit 18 den US-Soldaten Greg Freeman kennengelernt, 1962 Heirat, Auswanderung nach Roanoke/Virginia (USA), Engagement in der Frauenbewegung der 1960er Jahre, Promotion in Psychologie, Arbeit als Familientherapeutin.

Inhalte

Jugendzeit: als Jüngste von drei Kindern in Berolzheim geboren, Umzug nach Nürnberg 1949, Vater in britischer Kriegsgefangenschaft, Schule, Gymnasium, Mittlere Reife, Wunsch des Vaters: Auslandskorrespondentin, Englisch gelernt, Arbeit für amerikanische Firma: Graskee, amerikanische Musik, Rock'n Roll, Mann über Freundin kennengelernt, gelegentlich wieder gesehen, dann öfters getroffen - Ein Amerikaner als Ehemann: Vorurteile der Verwandten, Vater holte über Detektei Informationen ein, gutes Verhältnis der Eltern zu Greg Freeman, damals 18 Jahre alt, 1962 in Nürnberg geheiratet, Standesamt und Lutherkirche, schwanger, im März 1963 nach Amerika geflogen, Empfang der Schwiegereltern in New York, Vorstellung von Amerika - Ankunft in Amerika, Schwiegermutter, Geburt des Sohnes, allein und schwanger im Flugzeug, Besuch der Eltern - Ankunft der Schwester, Krankenpflege 1963, Babysitter, Arbeit im Krankenhaus in Roanoke, erst jetzt als Erwachsene richtig kennengelernt - Das neue Heim, zuerst zwei Wochen bei den Schwiegereltern, anfangs mussten sie sehr auf das Geld achten, kleines Haus, Garten, Christbaumschmuck, immer noch Kerzen am Baum, Geburt der Tochter, Studium: Amerikanische Geschichte, Psychologie, Magister, Promotion, spezialisiert auf Familientherapie, eigene Praxis - Das Leben in Amerika, leicht Kontakt zu finden mit den Nachbarn, Familienbild, Kinder zweisprachig erzogen, Mann lernte dadurch auch Deutsch, Kontakt zu den Eltern, gegenseitige Besuche, Mann wirtschaftlich erfolgreich, Gespür fürs Geschäft, 50 Mitarbeiter - Mentalitätsunterschiede, Missverständnisse, Bedeutung des Geburtstags - Bayernbilder, gut integriert in die amerikanische Gesellschaft, Klischees, Oktoberfest, "Drittes Reich", Nürnberger Parteitagsgelände, NS-Verbrechen, gemütliches Bayernbild - Amerikanische Staatsbürgerschaft, Vietnamkrieg, Emanzipation, Frauenbewegung in Amerika, Selbstständigkeit, Erwerbstätigkeit, konservative Erziehung - Rollenbilder während der Ehe gewandelt, Diskussionen mit dem Mann - Abschied von den Eltern, Besuch in Amerika, Mutter und Schwester zu mehr Selbstständigkeit angeregt, Verwendung des Englischen in Deutschland, Rückgang des Dialekts, Kirche, Identität, Ehe und Auswanderung als prägende Erlebnisse, Beratung des Mannes in Personalfragen, gute Beziehung, Bekannte aus den "höheren Schichten", Akademiker, Countryclub, Mercedes und BMW, Offenheit, tolles Land, Krankenversicherung, keine Blumengeschäfte und Bäckereien, amerikanische Küche, Schichten/Klassen in Amerika, größere soziale Unterschiede, einfacher sich als Frau zu integrieren, mehr Freiheiten als ihr Mann, Freunde aus Deutschland, Amerikabild der Deutschen - Die formalen Voraussetzungen der Eheschließungen, Zustimmung des Vaters, Antrag bei amerikanischen Behörden, Bereicherung auch für die Eltern, ärztliche Untersuchung, Zeremonie auf dem Standesamt zweisprachig, Kirche.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Interview
Dauer:
1:00 h
Aufnahmedatum:
25.10.2002
Sprache:
deutsch