Atlas zum Wiederaufbau

Bürgerspital zum Hl. Geist Würzburg // Öffentliche Gebäude

Zerstörung: 16.03.1945
Wiederaufbau: 1946-1957

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Baugeschichte

• um 1319: Errichtung des Pfründnerbaus an der Theaterstraße
• um 1371: Bau der Kirche an der Semmelstraße als kleiner Saal mit eingezogenem, kreuzgewölbtem Chor und Spitzbogenfenstern
• um 1582: der Pfründnerbau teilweise neu errichtet (Querflügel mit Renaissance-Giebel im Hof)
• um 1650: Kirche renoviert
• 1717 - 1718: als Dreiflügelanlage der Rote Bau, das Erdgeschoss mit Rundbogenarkaden angefügt
• 1726: Dachreiter auf der Kirche
• 1742: Hochaltar von Johann Wolfgang van der Auvera
• 1764: Seitenaltäre von Peter Wagner

Schäden

• 16. März 1945: alle Trakte ausgebrannt, in der Kirche die Ausstattung teilweise zerstört, im Pfründnerbau noch Gewölbe erhalten

Wiederaufbau

• 1946: Notmaßnahmen
• bis 1951: Wiederinstandsetzung und moderner Innenausbau des Roten Baus als Altersheim durch das Städtische Hochbauamt
• 1951 - 1957: äußere Wiederherstellung der Anstaltskirche
• 1954 - 1957: Abbruch des Spitaltraktes an der Theaterstraße und Neuaufbau in historisierenden Formen unter Einbeziehung mehrerer alter Portale, an der Ecke Theater-Semmelstraße jedoch Zurücklegung der Baulinien: dort wurde ein kleiner Bau mit Erdgeschoccarkaden und pseudomittelalterlichem Fachwerkgiebel eingefügt und so die ehemalige städtebauliche Wirkung des Spitalkörpers entscheidend verändert

Literatur

BESELER, Hartwig / GUTSCHOW, Niels: Kriegsschicksale Deutscher Architektur. Verluste - Schäden - Wiederaufbau. Eine Dokumentation für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland, Band II: Süd, Neumünster 1988, S. 1508 f.
ROTTBACH, B.: 650 Jahre Würzburger Bürgerspital, in: Würzburger Adressbuch 1969.