Atlas zum Wiederaufbau

Bahnhof Würzburg // Öffentliche Gebäude

Zerstörung: 16.03.1945
Wiederaufbau: 1953-1954

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Baugeschichte

• 1863 - 1869: nach Plänen von Friedrich Bürklein außerhalb der damaligen Altstadt am nördlichen Glacisring errichtet
• lang gestrecktes Stationsgebäude mit zweigeschossigem Mitteltrakt zwischen Risaliten
• niedriger Eingangsbereich mit Säulenloggia

Schäden

• 16. März 1945: durch Luftangriff schwer beschädigt

Wiederaufbau

• schlichter und moderner (Wieder-)aufbau ohne Anlehnung an Vorgängerbau
• Hauptgebäude mit flachem Walmdach, daran anschließend niedrigere Seitenflügel
• Empfangshalle nahezu über gesamte Breite des Hauptgebäudes ausgedehnt, bis zum Dach verglast: Transparenz und konstruktive Offenheit als Baukonzept
• Fertigstellung in Etappen:
 - 1952 - 1954: Empfangshalle (mit großem Wandbild)
 - 1954 - 1958: Verwaltungsgebäude und Abfertigungsräume
• zusammen mit flankierenden Pavillonbauten galt der Bahnhof lange Zeit als "gläserner Empfangsalon" der Stadt
• seit 1950er Jahren: Veränderung des Gebäudes durch mehrere Um- und Einbauten

Literatur

BESELER, Hartwig / GUTSCHOW, Niels: Kriegsschicksale Deutscher Architektur. Verluste - Schäden - Wiederaufbau. Eine Dokumentation für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland, Band II: Süd, Neumünster 1988, S. 1511.
NERDINGER, Winfried (Hg.): Architektur der Wunderkinder. Aufbruch und Verdrängung in Bayern 1945-1960, Salzburg / München 2005, S. 176.
SCHMUCK, Suse: Der Bahnhof und sein Platz, Würzburg 2004.