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Revolution in München

 
7. November 1918 - Theresienwiese
 
Im Jahr 1810 wurde mit der Hochzeit des bayerischen Kronprinzen Ludwig, des späteren Königs Ludwig I., mit Therese von Sachsen das Oktoberfest begründet. 118 Jahre später nahm von dem nach Königin Therese benannten Ort, der Theresienwiese, aus die Revolution in Bayern ihren Lauf.

Am 7. November riefen MSPD, USPD und die Gewerkschaften die Bevölkerung zu einer Friedensdemonstration auf der Theresienwiese auf. Über 40000 Münchnerinnen und Münchner versammelten sich gegen 15 Uhr zu Füßen der Bavaria.

Erhard Auer, der den Mehrheitssozialdemokraten vorstand, forderte die sofortige Beendigung des Krieges, den Thronverzicht des deutschen Kaisers sowie die rasche Demokratisierung Bayerns durch Reformen. Ein revolutionärer Umsturz stand ihm nicht im Sinn.

Die Unabhängigen Sozialdemokraten hatten sich abseits der Hauptversammlung um Kurt Eisner gruppiert. Eisner war entschlossen noch am gleichen Tag die Revolution in Bayern herbeizuführen.

Als der Großteil der Versammlung in einem Protestzug unter Führung Auers in Richtung Friedensengel marschierte, zog der kleinere Teil unter Eisner in Richtung der Kasernen und leitete somit die Revolution ein.
 

<b>Theresienwiese</b><br>Über 40000 Menschen fanden sich am 7. November 1919 auf der Theresienwiese ein, um für Frieden und grundlegende Reformen zu demonstrieren. Auch nach der Revolution wurde die Festwiese immer wieder für politische Massenveranstaltungen genutzt.<br><font size="1">(Bildnachweis: Haus der Bayerischen Geschichte)</font>

<b>Kurt Eisner</b><br>Der ursprünglich aus Berlin stammende Journalist und USPD-Politiker Kurt Eisner schrieb am 7. November 1918 ein bedeutendes Kapitel bayerischer Geschichte, indem er in einem überraschenden Handstreich die Revolution in Bayern einläutete. Somit war König Ludwig III. von Bayern der erste Monarch in Deutschland, der im Zuge der Revolution abdanken musste.<br><font size="1">(Bildnachweis: Haus der Bayerischen Geschichte)</font>

<b>Zur Erinnerung</b><br>Der MSPD-Politker Erhard Auer hatte dem bayerischen Innenminister noch wenige Tage zuvor versichert, dass von den Unabhängigen Sozialdemokraten unter Führung Eisners keine Gefahr ausginge. Während der Großteil der Demonstranten von der Theresienwiese zum Friedensengel zog, wo sich die Demonstration auflöste, folgte eine kleine Gruppe Kurt Eisner auf seinem Weg zu den Münchner Kasernen, wo sie keinen nennenswerten Widerstand trafen.<br><font size="1">(Bildnachweis: Haus der Bayerischen Geschichte)</font>

 

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