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Bayerische Landesausstellung 2021 "Verspielte Kronen"

Untertitel: Vertragsunterzeichnung mit Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, Kunstministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle und dem stellvertretenden Rosenheimer Landrat Josef Huber
Erscheinungsdatum: 19.09.2018

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Augsburg / München, 19.09.2018: Der Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, die Kunstministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle und der stellvertretende Rosenheimer Landrat Josef Huber haben am heutigen Mittwochmittag die Kooperations-vereinbarung zur Bayerischen Landesausstellung 2021 mit dem Arbeitstitel „Verspielte Kronen - Zur Geschichte Bayerns und der Wittelsbacher von 1886 bis 1921“ in München unterzeichnet. Ausstellungsort werden die sogenannten Rohbauräume des Schlosses Herrenchiemsee sein. Inhaltlich und zeitlich schließt die Landesausstellung an die sehr erfolgreiche Schau „Götterdämmerung. König Ludwig II.“ aus dem Jahr 2011 an, die mit fast 600.000 Besuchern nach wie vor die meistbesuchte kulturhistorische Ausstellung im wiedervereinigten Deutschland ist.

Schicksal, Lebensgefühl und Krise

Die Bayerische Landesausstellung spannt den Bogen vom Tod Ludwigs II. 1886 bis zum Tod Ludwigs III. 1921. Der Todestag des letzten bayerischen Monarchen jährt sich 2021 zum hundertsten Mal. Erzählt wird vom Lebensgefühl und den Schicksalen der letzten Herrschergeneration vor der Revolution, die auch die über 700 Jahre währende Herrschaft der Wittelsbacher in Bayern beendete. Wichtige Protagonisten sind die österreichische Kaiserin Elisabeth („Sisi“) und ihre Geschwister, die durch ihre Ehen eng mit dem europäischen Hochadel verflochten sind.  Die gekrönten Häupter und ihre Verwandten verlieren immer mehr an politischer Macht und flüchten sich ins Reisen, in die Jagd oder ergreifen sogar bürgerliche Berufe. Wehmut und Endzeitstimmung, aber auch Fortschrittsbegeisterung kennzeichnen die Epoche des Fin de Siècle. Bayerns Entwicklung in dieser Zeit ist zum einen geprägt durch wirtschaftlichen Aufschwung und eine künstlerische und kulturelle Blüte, zum anderen durch wachsende soziale Spannungen.

Schloss Herrenchiemsee idealer Ort

Das Schloss Herrenchiemsee ist ein Sinnbild für die  damaligen Widersprüche: erbaut für einen König, der  sein Ideal absoluter Herrschaft nur noch in einer Traumwelt leben konnte. Die unvollendeten Räume im Nordflügel des Schlosses erlauben einen schonungslosen Blick hinter die dekorativen Kulissen der Epoche:  Sie stehen symbolisch für den glanzvollen Anspruch und die schwindende Kraft der Monarchie. Ausstellungsthema und Ort lassen sich hier zu einer Einheit verbinden. Die Bayerische Landesausstellung wird dort von Anfang Mai bis Ende Oktober 2021 zu sehen sein und vom Haus der Bayerischen Geschichte, der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und dem Landkreis Rosenheim gemeinsam veranstaltet.

Bildunterschrift: (v.l.n.r.):  Bernd Schreiber, Präsident der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, Josef Huber, stellvertretender Landrat im Landkreis Rosenheim, Prof. Dr. med. Marion Kiechle, bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Albert Füracker, bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, und Dr. Richard Loibl, Direktor Haus der Bayerischen Geschichte, haben gemeinsam den Vertrag zur Bayerischen Landesausstellung 2021 unterzeichnet.

© Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat

 

 

 

 

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