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Broschenreliquiar der hl. Elisabeth

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Broschenreliquiar der hl. Elisabeth von Thuringen (Ungarn), sog. Croce spilla

Kreuzbrosche: 1. Viertel 13. Jh., Spange: Prag, nach 1357

Silber, vergoldet, Email, Perlen, Edelsteine, Granate

Udine, Museo del Duomo – Cattedrale,

ohne Inv.-Nr.
 

© Museo di Sant'Agostino, Udine

 

Kaiser Karl IV. erhielt die Reliquie der hl. Elizabeth aus dem Elisabeth-Schatz in Marburg auf der Pilgerreise zum Grab der Heiligen im Mai 1357. Später schenkte er sie – bereits in einer von Goldschmieden bearbeiteten Form – dem Grab des 1350 von aufständischen Adligen ermordeten sel. Bertrand im Dom von Udine. Karl IV. hatte Bertrand in seiner Jugend am Pariser Hof kennengelernt. Mit dieser Gabe ehrte er so das Andenken seines verstorbenen Freundes und belohnte zugleich den gegenwärtigen Patriarchen von Aquileia, seinen Stiefbruder Nikolaus von Luxemburg, für die Überlassung eines Teils der unendlich wertvollen Handschrift des Markus-Evangeliums.

 

Verwendung nur im Rahmen der Berichterstattung zur Bayerisch-Tschechischen Landesausstellung 2016/17 „Karl IV.“. Abdruck mit Bildnachweis honorarfrei, Beleg erbeten (Haus der Bayerischen Geschichte, Postfach 101751, 86007 Augsburg, www.hdbg.de, pressestelle@hdbg.bayern.de)

 

Bayerisch-Tschechische Landesausstellung 2016/2017
Karl IV. (1316-1378)
Prag, Wallenstein-Reithalle: 15. Mai 2016 – 25. September 2016
Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum: 20. Oktober 2016 – 05. März 2017

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