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Eröffnung der Bayerischen Landesausstellung 2017 „Ritter, Bauern, Lutheraner“

Untertitel: Rede von Dr. Richard Loibl, Direktor Haus der Bayerischen Geschichte © 2017 Sebastian Buff Photography
Erscheinungsdatum: 08.05.2017

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Einführung in die Ausstellung durch Dr. Richard Loibl [Speichern]

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Bayerische Landesausstellung „Ritter, Bauern, Lutheraner“

Eröffnung am 8. Mai 2017 in der Coburger Morizkirche

Einführung von Dr. Richard Loibl, Direktor Haus der Bayerischen Geschichte

Es gilt das gesprochene Wort.

Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin Stamm,

lieber Herr Staatsminister Dr. Spaenle,

lieber Herr Landesbischof Professor Bedford-Strohm,

lieber Herr Oberbürgermeister Tessmer,

Königliche Hoheiten und Hoheiten,

Exzellenzen und Präsidenten,

verehrte Festgäste,

 „Unsere munich, pfaffen und bischoff füeren ain solch leben wider alle vernunft und natur, das sie … die ergisten, unzüchtigsten, unnutzigsten leut sein.“

Diese harsche Kritik stammt nicht etwa von Martin Luther, sondern von Johannes Turmair von Abensberg genannt Aventinus, aus einer niederbayerischen Bauern- und Wirtsfamilie abstammend. Nirgends anders, liebe Festgäste, lernt man schöner schimpfen als in einem bayerischen Wirtshaus!

Aventin gilt nicht nur als Vater der bayerischen Geschichtsschreibung, sondern auch als einer der Innovatoren kritischer und Quellen orientierter Geschichtsschreibung überhaupt. Auch wenn er manchmal gern fabulierte. Steil führte sein Weg über die Universitäten Ingolstadt und Wien an den bayerischen Herzogshof. Gerade 30 Jahre alt, durfte er die Ausbildung der Herzogssöhne Ludwig und Ernst übernehmen.

Ludwig sollte verantwortlich für das erste Renaissance-Stadtpalais nördlich der Alpen in Landshut zeichnen. Ernst sollte Bistumsadministrator zuerst von Passau dann von Salzburg werden. Zum Erzbischof fehlten nur die höheren Weihen, die er verweigerte. Ernst etablierte Handelsmonopole und spekulierte erfolgreich mit Aktien. Obwohl persönlich integer und Wohltäter der Armen, verkörperte er vieles von dem, was Luther hasste. Und Aventin verabscheute.

1517 wurde Aventin zum bayerischen Hofhistoriographen ernannt, wenige Tage nachdem Martin Luther mit den 95 Thesen gegen den Ablasshandel die Reformation angestoßen hatte. Aventin konnte von nun an sammeln und forschen - publizieren freilich nur unter Vorbehalt. Denn als Hofhistoriker war er zwar fest besoldet, seine Veröffentlichungen gehörten aber dem Herzog.

Dieser konnte den Druck in Bayern stoppen und das schien durchaus erwägenswert, waren doch die Temperamentsausbrüche des Niederbayern selbst in der in ihren Formulierungen wenig zimperlichen frühen Neuzeit durchaus außergewöhnlich.

Selbstbewusst bis selbstgefällig, zornig bis spottend sparte er dabei auch das Herzogshaus nicht aus. Nachdem seine Kirchenkritik durchaus als Nähe zur Lutherischen Lehre interpretiert werden konnte, wurde Aventin in Abensberg 1528 verhaftet und zwar, wie er in seinem Hauskalender schrieb: „ob evangelium“.

War Aventin Lutheraner? Er brachte sich, wieder frei gelassen, in der Reichstadt Regensburg in Sicherheit, die – wie es mein Doktorvater Andreas Kraus – Gott hab ihn selig – einmal formulierte, genauso zwischen den Konfessionen stand wie Aventin selbst. Die Bayerische Chronik in deutscher Sprache, die seinen Ruf begründete, wurde erst 20 Jahre nach seinem Tod in Frankfurt am Main gedruckt. In Bayern stand die Chronik Bayerns auf dem Index.

Keiner der von Herzog-, Kurfürstentum, Königreich und Freistaat besoldeten Historiker hat jemals wieder vergleichbare Kritik am herrschenden Regime gewagt wie Aventin.

Heute, meine Damen und Herren, möchte ich mich bewusst in die Tradition meines niederbayerischen Landsmannes und Kollegen Aventin – auch nicht stellen. Das Haus der Bayerischen Geschichte ist derzeit mit Aufträgen des bayerischen Ministerpräsidenten derart eingedeckt, dass ich nicht einmal Zeit hätte, mir kritische Anmerkungen zur bayerischen Regierungspolitik einfallen zu lassen, geschweige denn sie in Traktaten ausführlich darzulegen.

Nach zwei Landesausstellungen in 2016, kurz nach Torschluss der erfolgreichen ersten tschechisch-bayerischen Landesausstellung zu Kaiser Karl IV. in Nürnberg, sind wir heute kein halbes Jahr später wieder in Franken, im alten Freistaat Coburg, der einzigen Stadt in Franken, die freiwillig zu Bayern gekommen ist.

Ministerpräsident Seehofer hätte heute das Kunststück vollbringen können, noch im neunten Jahr seiner Amtszeit (von der Dauer her gesehen) die zehnte Bayerische Landesausstellung zu eröffnen. Damit hätte er einen kaum einholbaren Rekord aufgestellt, hat aber dazu im nächsten Jahr in Ettal noch mindestens eine weitere Chance.

Wir freuen uns, dass unser zuständiger Ressortminister Ludwig Spaenle heute eröffnet und danken ihm als Minister und Vertreter des Ministerpräsidenten gleich doppelt für die nachhaltige Förderung und das große persönliche Engagement für das Haus der Bayerischen Geschichte und unser in Gründung befindliches Museum in Regensburg.

Heute, meine Damen und Herren, ist ein besonderer Tag, weil wir den Umlauf in den Bezirken beenden. 2009 sind wir in Würzburg in Unterfranken gestartet und kommen heuer in Oberfranken an. Dazwischen waren wir in allen anderen bayerischen Bezirken mit unseren Landesausstellungen zu Gast. Bei der besonderen historischen Stellung Coburgs können wir sagen, dass wir bei nur sieben bayerischen Bezirken heute im achten gastieren.

Coburg ist für unsere Bayerische Landesausstellung „Ritter-Bauern-Lutheraner“ der rechte Ort. Im sicheren Schutz der Veste erwartete Luther 1530 den Schied des Augsburger Reichstages und predigte hier in St. Moriz. Coburg war der Horchposten Sachsens in den Süden, wo die wesentlichen politischen Entscheidungen und die wirtschaftlichen Weichenstellungen fielen.

Dass die Coburger Landesausstellung zustande kam, geht auf die Initiative von Landesbischof Bedford-Strohm zurück, der sich eine bayerische Landesausstellung für das Reformationsjubiläum wünschte und für diese Idee den bayerischen Ministerpräsidenten und seinen damaligen liberalen Wissenschaftsminister Dr. Heubisch gewann.

Ein solches Bündnis, meine Damen und Herrn, beeindruckt einen katholischen bayerischen Staatsbeamten --- nur bedingt. Für mich stellte sich die Frage, inwieweit bei der sich schon 2013 abzeichnenden Vielzahl von Luther-Ausstellungen die Obergrenze für Jubiläumspräsentationen nicht schon überschritten war. Oder anders gesagt: ob es für eine Bayerische Landesausstellung zum Thema überhaupt noch leihbare Ausstellungsexponate gab.

Es kam sogar noch schlimmer: Erstmals rief die große Koalition aus CDU, SPD und CSU  - den Föderalismus über Bord werfend – „Nationale Sonderausstellungen“ aus.

Im Berliner Werbesprech: (Zitat) „Die volle Wucht der Reformation 3xHammer.de“ (!!!)

Solche Ansprache rührt einen bayerischen Staatsbeamten dann schon eher. Nicht in dem Sinn, dass wir hier dabei sein wollten. Weder Hammer noch Sichel erfreuen sich in Bayern wirklicher Beliebtheit. Auch mit nationalen Projekten identifiziert man sich in Bayern gottseidank nicht immer. Schließlich verdankt die einmal hohe Stellung des Föderalismus in der Bundesrepublik viel der Reformation. Aber drei Nationale Sonderausstellungen gegenüber einer Bayerischen Landesausstellung – das erschien als angemessene Relation.

Das Haus der Bayerischen Geschichte stellte sich der Herausforderung. Ihnen, lieber Herr Landesbischof, danke ich für Ihre Standfestigkeit. Ihre Initiative erscheint heute richtiger denn je. Unser Ansatz, nicht allein auf Luther, sondern auf seine Zeit, die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen zu blicken, erwies sich als richtig und dem bayerischen Blickwinkel angemessen. Mit den großen Reichsstädten Augsburg und Nürnberg liegen heute wesentliche „Mitspieler“ in Bayern. Dass die Person Luther nach Eisenach und nach Wittenberg gehört, darüber lässt sich nicht einmal in Bayern streiten. Und dass heutzutage das damals bedeutungslose Berlin bei Luther Flagge zeigen muss, ist logisch. Von daher hat sich alles zum Guten gefügt.

Wir zeigen stolz, verehrte Festgäste, unsere Bayerische Landesausstellung in Coburg als wichtigsten Beitrag des Freistaats Bayern zum Reformationsjubiläum. „Ritter, Bauern, Lutheraner“ ist viel mehr als nur eine bayerische Luther-Ausstellung. Sie ist ein Zeitpanorama. Sie befasst sich mit den Menschen unterschiedlicher Stände in all ihren Bezügen: politisch, wirtschaftlich, mental, kulturell. Sie zeigt, wo um und nach 1500 die Musik im Reich spielte: natürlich in der Mitte und vor allem im Süden Deutschlands. Hier befanden sich an Main, Donau und Inn die Andockstellten für den Welthandel über Italien in den Mittelmeerraum und in die slawischen Länder. Hier boten die großen Reichsstädte den Diskussionsraum für Neuerungen.

Wir beginnen mit drei Platzhaltern für die alte scheinbar so stabile Welt ca. 1500:

- zwei Bauernstatuetten aus dem Germanischen Nationalmuseum, vielleicht Vorbilder für den Hausbrunnen Nürnberger Patrizier,

- zwölf betende Kleriker aus dem Louvre in Paris,

- und ein prächtiges ritterliches Rennzeug, das in Landshut wohl für den sächsischen Kurfürsten Johann gefertigt wurde, Hausherrn der Veste Coburg und Gastgeber Luthers. Nach 500 Jahren kommt es aus dem Kunsthistorischen Museums in Wien wieder zurück.

Die Welt ca. 1500 ist bewegt und bunt, etwa auf den Märkten der Reichsstadt Augsburg, wo alles angeboten wird, was käuflich ist. Die bürgerlichen Kapitalisten bestimmen die Richtung: Bankiers und Kaufleute, sprachgewandt und nicht selten schon studierte Juristen. Aber auch die alte Welt gibt prächtige Abschiedsveranstaltungen. Der tournierende Ritteradel zeigt große Spektakel, auch wenn Pferd und Rüstung oftmals nur mehr geliehen oder gesponsert von den neuen Reichen sind. Adelige Bräute und Adelstitel sind immer noch gutes Geld wert.

Kolossal ist auch das Angebot für das Seelenheil: Stiftungen, Messen, Ablässe, Reliquiare, fromme Bilder. Anders als es die protestantische Meistererzählung des 19. Jahrhunderts gerne hätte – dieses System der Frömmigkeit hat alles andere als abgewirtschaftet.

In diese Welt bringt der Sermon von Ablass und Gnade kaum gekannte Dynamik. Ein Bestseller entzweit die Welt – wie heute noch unsere Besucherinnen und Besucher. Nach dem Reichstag in Augsburg von 1530 müssen Sie sich, liebe Festgäste, entscheiden, welchen Weg sie einschlagen, den katholischen oder evangelischen. Keine Angst, am Schluss bringen wir Sie schon wieder zusammen.

Sie werden irritiert werden durch die Massenpublikationen der Zeit, beständig von der einen in die andere Richtung gezerrt, von gelehrten Schriften, Flugblättern und Karikaturen, Kampfliedern, Predigten, Gesängen und Prozessionen. „fake news“ waren auch damals schon ein großes Thema.

Wie die Amberger Stadträte können Sie sich an den Liedertisch stellen, ein kunstvolles Bekenntnis zur neuen Lehre. Oder das prächtige Trinkspiel aus Edelmetallen bewundern, ein Zweimaster mit Kanonen, Takelage und Zechgelage auf dem Heckaufbau. Ein Student hat es der Universität Ingolstadt überlassen, der spätere Kaiser Ferdinand II., in Bayern wirkmächtig programmiert auf Gegenreformation. Oder Sie lassen sich vom auf dem Löwen reitenden Tod das letzte Stündlein schlagen, wörtlich zu nehmen alle fünfzehn Minuten.

Sie können sich aber auch freuen über das bayerische Staatswappen, in das sich ganz unauffällig und versteckt die Protestanten eingeschlichen haben, nämlich über den blauen Panther der Grafen von Ortenburg, die 500 Jahre lang ihre kleine niederbayerische Enklave als Hort des Protestantismus bewahrten.

Auf was läuft es hinaus? Auf die Diskussion der Freiheit, von Luther angestoßen, sofort missverstanden, ganz anders fortgetragen und von der neuen Welt wieder auf die alte geworfen; heute so aktuell wie ehedem oder sogar noch mehr. Hier überlassen wir Sie, liebe Besucherinnen und Besucher, sich selbst und ihren Gedanken.

Ich komme am Ende zum Dank. Neben den bereits Genannten danke ich vor allem unseren Partnern in Coburg, ganz besonders herzlich den Kolleginnen und Kollegen der Kunstsammlungen der Veste Coburg um ihren Direktor Dr. Klaus Weschenfelder. Ohne ihre tatkräftige Unterstützung u.a. mit vielen Leihgaben, die sie tapfer gegen nationale Begehrlichkeiten verteidigten, hätte unsere Landesausstellung in dieser beeindruckenden Form nicht realisiert werden können.

Gar nicht zustande gekommen wäre sie ohne die Stadt Coburg und die Coburger Landesstiftung. Herzlichen Dank Herrn Oberbürgermeister Tessmer, der praktischerweise auch Vorsitzender der Landesstiftung ist, und Frau Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber für die gute Zusammenarbeit.

Nicht vergessen möchte ich Stadtrat Hans Herbert Hartan, seit vielen Jahren Mitglied im Beirat des Hauses der Bayerischen Geschichte. In dieser Funktion hat er schwierige Entscheidungen mitgetragen, die ihm in Oberfranken auch Kritik einbrachten. Heute darf er sich in Coburg feiern lassen.

Weil er wie unsere meisten Beiräte (unter Vorsitz von Manfred Treml) die Maxime unterstützt hat, dass bei den Landesausstellungen das rechte Thema zur rechten Zeit an den rechten Ort kommen muss. Dadurch haben wir in den letzten zehn Jahren fast zweieinhalb Millionen Besucher erreicht, dabei den Proporz erfüllt und die Etats gehalten. Das soll uns erst einmal jemand nachmachen.

Um die Menschen zu erreichen, braucht es Werbung. Für die touristische Unterstützung und die Zusammenarbeit über mehr als zehn Jahre danke ich Olaf Seifert vom Tourismusver-band Franken.

Besonders danken möchte ich heute der Evangelischen Landeskirche, die diese Landesausstellung als die ihre begreift. 1.500 Gruppen haben sich bereits zum Besuch der Landesausstellung angemeldet, darunter sehr viele evangelische Gemeinden aus ganz Bayern und den Nachbarländern.

Vielen Dank der Kirchengemeinde St. Moriz mit Frau Pfarrerin Kirchberger, dem Dekanat Coburg mit Andreas Kleefeld und Stefan Kirchberger sowie allen „Reformationsbotschaftern“. Sie haben es nicht nur ermöglicht, dass wir heute in dieser großartigen Kirche eröffnen dürfen, sondern dass St. Moriz neben der Veste wichtigster Schauplatz unserer Landesausstellung und des reichen von der Stadt organisierten Begleitprogrammes sein wird. Wir freuen uns alle schon auf die Orgelkonzerte von Peter Stenglein hier, aber auch „Auf Luther rockt“ im Kongresshaus und auf die Museumsnacht „Luther – Lieder – Lästermäuler“ am 9. September.

Eine Landesausstellung in so herausragenden Denkmälern wie der Veste zu realisieren, ist Privileg und Herausforderung zugleich. Gemeistert hat sie bezüglich der Gestaltung Fritz Pürstinger aus Salzburg, unser Szenograf für die schweren Fälle, gestählt bei „Ludwig II.“ in Herrenchiemsee und „Ludwig der Bayer“ in Regensburg. Heute kommt er endlich von den Ludwigen los.

In Coburg hat er sich inspirieren lassen von den Materialien der Zeit und dem typografischen Formenreichtum des zeitgenössischen Buchdrucks. Es geht um Wort und Schrift – im direkten wie im übertragenden Sinn.

Die Bauleitung lag in den bewährten Händen von Matthias Held aus dem Allgäu. Gebaut wurde die Ausstellung vor allem von den Schreinern der Firma Fritz aus dem Bayerischen Wald, unterstützt von Spezialfirmen aus allen bayerischen Regierungsbezirken: ein gesamtbayerisches Werk also unter Einbeziehung des bayerischen Brudervolkes in Österreich wie es Helmut Schleich jüngst ausgedrückt hat.

Im Haus der Bayerischen Geschichte danke ich meinem Stellvertreter Dr. Peter Wolf, der mit Coburg besonders verbunden ist. Seine ersten Sporen verdiente er sich bei der Coburger Landesausstellung vor 20 Jahren: „Ein Herzogtum und viele Kronen“. Das aktuelle Projekt hat er souverän und engagiert geleitet. Dafür danke ich ihm auch persönlich, weil er mir den Freiraum für die Gründung des Museums der Bayerischen Geschichte in Regensburg verschafft hat.

Peter Wolf zur Seite stehen Alexandra Franz, die die Museumspädagogik betreut, sowie die jungen Doctores Fabian Fiederer und Constantin Groth, die sich jetzt auch ihre ersten Meriten beim HdBG verdient haben.

Für alle weiteren am Projekt beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des HdBG danke ich stellvertretend meinem Verwaltungschef Clemens Menter, der viele Hürden bewältigt und sich tapfer der Zuschussabwicklung mit dem Bundesverwaltungsamt stellt. Von daher wüsste ich für das Projekt Bürokratieabbau ein näher liegendes Ziel als Brüssel.

Ein so komplexes Thema wie die Reformationsgeschichte braucht guten Rat. Dafür danke ich allen beteiligten externen Wissenschaftlern, vor allem den Professoren der Universität Erlangen Anselm Schubert und Konrad Klek.

Nicht vergessen darf ich die zahlreichen Leihgeber aus dem In- und Ausland – immerhin 90 verschiedene Institutionen. Stellvertretend für alle danke ich Renate Eikelmann und Ulrich Großmann, den Chefs des Bayerischen bzw. Germanischen Nationalmuseums. Alle Leihgeber haben entscheidend dazu beigetragen, dass Sie, liebe Festgäste, in Coburg eine wirkliche Schau von hochrangigsten Stücken der Zeit um 1500 erleben können – trotz der Hammer-Konkurrenz.

Last but not least gebührt der Dank dem Bayerischen Landtag mit Frau Präsidentin Barbara Stamm und natürlich meinem Ressortminister Dr. Ludwig Spaenle, dem das Thema „Reformation und Bayern“ besonders am Herzen liegt.

Zusammen, meine Damen und Herren, mit den vielen Mitarbeitern, Partnerinnen und Unterstützern, die ich, um mit Luthers Empfehlung des festen und bald endenden Auftrittes nicht völlig zu brechen, gar nicht nennen kann, geben wir uns alle Mühe, den Freistaat und seine Landeskirche im Reformationsjubiläum würdig zu vertreten.

Wir versuchen es nach der Maxime, alles, auch die komplexesten Vorgänge, in Geschichten zu verpacken und die Menschen in den Vordergrund zu stellen. Sie hat ausnahmsweise nicht Luther aufgestellt, sondern Markus Tullius Cicero.

Lassen Sie mich heute mit diesem großartigen Heiden enden. Und mich freuen an der unglaublich vielfältigen, reichen, und wunderbar gegensätzlichen europäischen Kulturnation, die sich am schönsten im kleinen und natürlich in Bayern wiederspiegelt.

Hinweise

Damit Sie, liebe Festgäste, auch alles richtig ansteuern, ganz am Ende noch folgende Hinweise, die mir der Organisator des Festaktes Roland Krebs besonders ans Herz gelegt hat. Für den Weg zur Veste stehen Shuttlebusse für Sie alle bereit (garantiert für alle). Als Gegenleistung bleiben Sie bitte bis zum Ende der Bayernhymne an Ihren Plätzen. Den Herren Ministerpräsidenten und Landesbischof lassen Sie bitte den Vortritt, weil sie ja die Landesausstellung eröffnen müssen (Seiteneingang rechts).

Oben in der Veste angekommen haben Sie die Wahl. Sie können zuerst die Landesausstellung besichtigen und dann im zweiten Burghof zum Empfang in das Zelt gehen. Wenn Sie es vor Hunger gar nicht mehr aushalten, geht es ausnahmsweise auch umgekehrt. (Wir kontrollieren allerdings, ob Sie dann auch in die Ausstellung gegangen sind. Wenn nicht, dann…)

Die Busse fahren (shutteln) regelmäßig in die Stadt zurück, der letzte um 17.30 Uhr. Welche Variante Sie auch wählen, ich wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt und sage für Ihr Kommen ein herzliches Vergeltsgott!

Pressebilder

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