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Evangeliar Kaiser Ottos III. Handschriften aus bayerischen Bibliotheken auf CD-ROM

Erscheinungsdatum: 23.04.2002

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Mittelalterliche, reich verzierte Prachthandschriften künden vom Glanz einer fernen Epoche. Zu den herausragenden Werken der Buchmalerei zählt das Evangeliar Kaiser Ottos III. (983-1002). Die nach ihm benannte Handschrift wird in die Zeit um 1000 datiert, so dass Kaiser Otto III. als Auftraggeber angenommen werden kann. Das Evangeliar beinhaltet die vier neutestamentlichen Evangelien nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Dem klassischen Typus eines Evangelienbuches folgend finden sich neben den eigentlichen Evangelientexten illustrierte Kanontafeln, Bilder der Evangelisten, Zierseiten und ein umfangreicher Bilderzyklus zum Leben Jesu.
Schrift- und Malstil weisen auf die so genannte Reichenauer Malschule hin. Im Kloster Reichenau, das im 8. Jahrhundert auf der Bodenseeinsel gegründet worden war, befand sich im 10. und frühen 11. Jahrhundert eine der leistungsfähigsten und herausragendsten Produktionsstätten ottonischer Buchmalerei.

Das Evangeliar Ottos III. wurde über Jahrhunderte hinweg in Bamberg bewahrt. Kaiser Heinrich II. (1002-1024), der Nachfolger Ottos auf den Königs- und Kaiserthron, hatte das von ihm gegründete Bistum Bamberg reich mit Büchern beschenkt. Man geht deshalb davon aus, dass sich unter den Bücherschenkungen auch das Evangeliar Ottos III. befand. Im Zuge der Säkularisation kam die Handschrift 1803 nach München und wird heute in der Bayerischen Staatsbibliothek gehütet.
Nach dem Perikopenbuch Kaiser Heinrichs II. werden das Haus der Bayerischen Geschichte und die Bayerische Staatsbibliothek das Evangeliar Kaiser Ottos III. ebenfalls in digitalisierter Form vorlegen. Virtuelles Blättern in der Handschrift machen das besondere Erlebnis dieser computertechnischen Neuerung aus.
Die CD-ROM ist ab Mitte Mai beim Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg beziehbar.

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