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Bayerische Landesausstellung 2002 "Kaiser Heinrich II." Bamberg, 9. Juli bis 20. Oktober 2002

Erscheinungsdatum: 02.11.2001

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Veranstalter: Haus der Bayerischen Geschichte, Stadt Bamberg
Diözesanmuseum Bamberg, Staatsbibliothek Bamberg
Im Jahr 1002 begann die zweiundzwanzigjährige Herrschaft des letzten Kaisers aus ottonischem Haus. Heinrich II., damals Herzog von Bayern, bewies im Kampf um die Nachfolge des kinderlos verstorbenen Kaisers Otto III. ebensoviel Tatkraft wie in den späteren Jahren seiner bewegten Regierung
Bei der Königskrönung 1002 stützte sich Heinrich auf seine königliche Herkunft und kam einer Wahl der Fürsten zuvor. Von da an zog er unablässig durch sein Reich und erneuerte auf Reichsversammlungen und Synoden die Königsherrschaft im ostfränkisch - deutschen Reich. Stets waren widerstreitende Kräfte zu einigen und die Mitbestimmungsrechte der Fürsten auszubalancieren.
Es dauerte Jahre, bis die von Heinrich eingesetzten Bischöfe ein leistungsfähiges, reichsumspannendes Netzwerk bilden konnten und die Integration der verschiedenen Reichsteile voranschritt. Konflikte mit Adel und benachbarten Reichen blieben nicht aus. Fast kein Jahr verging ohne einen Heerzug. Die vom König geförderte Blüte von Bildung und Kunst, neue Kirchen und prachtvolle Schenkungen schufen ein goldschimmerndes Gegengewicht, von dem sich außerordentlich reiche Schätze bis heute erhalten haben.
Trotz der umjubelten Kaiserkrönung 1014 in Rom blieb Heinrich II. eine umstrittene Herrscherpersönlichkeit. War er der fromme Mönchskaiser, der das Bistum Bamberg gründete, der Reichsverwaltung und Kirchen reformierte, der den ungarischen König Stephan und dessen Volk zum Christentum führte? War er ein machtbewusster Realpolitiker, der sich die Güter der Kirche nutzbar machte und gegenüber dem Adel unnachgiebig auf seinen Rang bedacht war?
Im Jahr 1146 verkündete Papst Eugen III. in einer feierlichen Urkunde die Heiligsprechung des 1024 in Bamberg beigesetzten Kaisers. Zusammen mit seiner wenig später kanonisierten Gemahlin Kunigunde ist es das einzige heilige Herrscherpaar der Geschichte.
Um den Bamberger Dom, in dem das von Tilman Riemenschneider geschaffene Kaisergrab an Heinrich II. und seine Gemahlin erinnert, wird im Sommer 2002 die Bayerische Landesausstellung die Geschichte Heinrichs und Kunigundes auf besondere Weise lebendig werden lassen. Mehrere Ausstellungsflächen geben Einblick in die Welt vor 1000 Jahren.
Der Nachbau eines mittelalterlichen Gehöftes auf dem Domplatz, sowie über 300 erstklassigen Exponate in der Alten Hofhaltung, im Diözesanmuseum und in der Staatsbibliothek machen verständlich, wie sich nach der Jahrtausendwende Herrschaft darstellte, welche Lebensbedingungen das Handeln von Adel, Klerus und der Bewohner von Stadt und Land prägten. Von der Herzogszeit über Krönung, Bistumsgründung und Kaisertum bis zum Papstbesuch in Bamberg zeigt sich die geschichtliche Dimension der biographischen Stationen. In der Domkrypta betritt man schließlich den ursprünglichen Bau der Heinrichzeit, geweiht in Anwesenheit von vierzig Bischöfen und Heinrich selbst.
Reiche Schenkungen, die berühmten Kaisermäntel und vor allem die einzigartigen Prunkhandschriften belegen die tiefe Verbundenheit Kaiser Heinrichs II. mit seiner Stadt Bamberg, der seine Stiftungen mit dem Wunsch begründete, „auf ewig das Andenken an mich, meine Gemahlin, meinen verehrten Amtsvorgänger Otto III. und an alle meine Vorfahren zu erhalten".

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