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Wanderausstellung 1997- 1999 "8 Stunden sind kein Tag" - Geschichte der Gewerkschaften in Bayern

Erscheinungsdatum: 15.12.1998

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"Acht Stunden sind kein Tag" heißt eine Wanderausstellung zur Geschichte der Gewerkschaften in Bayern, die 1997-99 an vierzehn Orten in allen Regierungsbezirken Bayerns präsentiert wird. Ende April vergangenen Jahres wurde sie in der Staatskanzlei vom Bayerischen Ministerpräsidenten, Dr. Edmund Stoiber, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des DGB-Landesbezirk Bayern, Fritz Schösser, eröffnet. In der Zwischenzeit sahen an 13 Orten rund 39 000 Besucher die Dokumentation zur Bayerischen Gewerkschaftsgeschichte, auch das Echo in der Presse war groß. Viel Lob erntete "Super Toni", ein für die Ausstellung entwickeltes Computerspiel. Im November 1997 wurde dieses mit dem europäischen Medienpreis "Emma" ausgezeichnet. Derzeit ist die Ausstellung noch bis zum 20. Dezember in Kaufbeuren zu sehen. Den Schlußpunkt setzt im nächsten Jahr Regensburg, wo sie vom 11. Januar bis 10. Februar gezeigt wird.
Die Ausstellung wird an jedem Ort durch eine lokale Zusatzausstellung ergänzt, die von den jeweiligen DGB-Kreisen erarbeitet wird. In eineinhalb Jahren wurde so ein weiteres Stück bayerischer Gewerkschaftsgeschichte zusammengetragen. Hierdurch findet die Wanderausstellung oftmals noch eine Fortsetzung. Einige Orte lassen ihre Lokalausstellung als Wanderausstellung weiterziehen - so geschehen mit der Zusatzausstellung Kolbermoor. Diese wurde zwischenzeitlich auch in Bad Reichenhall ausgestellt. Für nächstes Jahr sind Freilassing, Trostberg und Rosenheim als weitere Stationen vorgesehen, ehe sie in der Bildungsstädte der IG-Metall in Schliersee als Dauerausstellung ihren endgültigen Platz finden wird. Ähnliches plant auch der DGB-Kreis Ingolstadt mit seiner Ausstellung. Anderenorts fand die Lokalausstellung in gedruckten Dokumentationen einen bleibenden Niederschlag. Mit finanzieller Unterstützung des Hauses der Bayerischen Geschichte publizierte der DGB-Kreis Schweinfurt in einem Heft Texte, Dokumente und Fotos der Lokalausstellung.
Dritte Säule des Projektes Wanderausstellung bildet ein Rahmenprogramm, das ebenfalls von den jeweiligen DGB-Kreisen zusammengestellt wird. In diesem Zusammenhang kam es vielerorts, neben interessanten Vorträgen zur lokalen Geschichte der Arbeiterbewegung, zu spannenden Diskussionen zwischen Vertretern der Gewerkschaften und anderen Interessensgruppen über Aufgabe und Zukunft der Gewerkschaften. Aber auch kulturelle Highlights blieben nicht aus. Eine Lesung mit dem Schriftsteller Max von der Grün in der Galerie von British-American Tobacco Bayreuth sowie Oskar Maria Graf gelesen von Jörg Hube in Augsburg zählten hier sicherlich zu den absoluten Höhepunkten.
Begleitend zur Ausstellung erschien ein Katalog mit Aufsätzen, rund 200 Abbildungen und kurzen Katalogartikeln. Er umfaßt 296 Seiten und kostet 20.-- DM. Für Lehrer wird kostenlos ein didaktisches Begleitheft angeboten.
Darüber hinaus ermöglichte das Computerspiel "Super Toni" den Ausstellungsbesuchern sich auf spielerische Art und Weise mit Arbeitskonflikten und Möglichkeiten gewerkschaftlichen Handelns in drei Zeitschnitten (1882, 1930 und 1963) auseinanderzusetzen. Es ist als CD-ROM erhältlich und kostet 29.-- DM.

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