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Internationales Vorbereitungskolloquium zur Ausstellung "Der Winterkönig"

Erscheinungsdatum: 20.11.2001

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16. und 17. November 2001 in AmbergDas vorbereitende Kolloquium zur Bayerischen Landesausstellung 2003 "Der Winterkönig", das am 16. und 17. November 2001 im Großen Rathaussaal in Amberg stattfand, war aus Sicht der Veranstalter und wohl auch der über 120 Teilnehmer aus mehreren europäischen Ländern ein voller Erfolg. Die historische Figur des Pfälzer Kurfürsten und späteren böhmischen "Winterkönigs" Friedrich V. stand im Mittelpunkt von 20 Vorträgen. Auch viele Geschichtsinteressierte aus der Region Amberg nahmen die Gelegenheit war, Neues über die so farbenreiche und lebensvolle Zeit zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges zu erfahren.
Was waren die wichtigsten Ergebnisse der Tagung? Zunächst einmal wurde deutlich, dass die kurpfälzische Residenz Amberg zu Beginn des 17. Jahrhunderts eines der wichtigen diplomatischen Zentren war. Hier liefen die Fäden zusammen, die schließlich den Kurfürsten in den Besitz der böhmischen Krone brachten. Doch wie stellte sich eigentlich die Herrschaft des "Königs aus der Oberpfalz" in Böhmen dar? Hierzu äußerten sich tschechische Historiker von der Karlsuniversität zu Prag und konnten damit auch den anwesenden Spezialisten manche bisher offene Frage beantworten. Ein weiterer Themenkomplex beschäftigte sich mit dem Verhältnis des calvinistischen Winterkönigs zu seinem wichtigsten Gegenspieler, dem katholischen Herzog Maximilian I. von Bayern. Es wurde deutlich, dass beide Herrscher sich wie kaum andere ihrer Zeit unterschieden, und dass ein Vergleich in der späteren Ausstellung vor allem die möglichen unterschiedlichen Ausprägungen von Herrschaft zu Beginn des 17. Jahrhunderts zeigen kann.
Neben diesen rein historischen Fragen lag ein weiterer Schwerpunkt der Vorträge bei der Kulturgeschichte, die ja im Medium der Ausstellung besonders gut darstellbar ist. Der glänzende Heidelberger Hof, die prachtvolle Hochzeit mit der englischen Königstochter Elisabeth, das Schicksal der Kunstsammlungen in Prag und der kunstsinnige Hof im niederländischen Exil wurden den Zuhörern lebendig vor Augen geführt.
Doch die Tagung beschränkte sich nicht nur auf die Vorträge; immer wieder kam es zu lebhaften Diskussionen: So ging es etwa um die Gewichtung der bayerischen und der europäischen Geschichte in der Ausstellung. Außerdem kamen von vielerlei Seiten Vorschläge für mögliche Ausstellungsobjekte, die 2003 in Amberg zu sehen sein sollten.
Im Resümee der Tagung dankte Dr. Henker vom Haus der Bayerischen Geschichte der Stadt Amberg für die freundliche und reibungslose Unterstützung des Tagungsablaufs und versicherte, dass die Projektmitarbeiter die Ergebnisse der Tagung, die vielfältigen Anregungen und auch einzelne Kritikpunkte sorgfältig prüfen und in die Ausstellungskonzeption eingehen lassen wollten. Viele der Tagungsteilnehmer, die noch nie zuvor in Amberg gewesen waren, freuten sich auf ein Wiedersehen mit der so geschichtsträchtigen Stadt spätestens anlässlich der Landesausstellung 2003.

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