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Bayerischer Verdienstorden für den Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte

Erscheinungsdatum: 04.07.2006

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Der Bayerische Ministerpräsident, Dr. Edmund Stoiber, verleiht am 5. Juli 2006 den Bayerischen Verdienstorden an Prof. Dr. Claus Grimm, den Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte.
Der 1940 geborene Prof. Grimm ist seit der Neugründung des Hauses der Bayerischen Geschichte 1983 dessen Leiter.
Mit dieser Ehrung wird der Einsatz für diese Institution wie die Gesamtleistung des Hauses der Bayerischen Geschichte in der Darstellung von Geschichte, Kunst- und Kulturgeschichte Bayerns gewürdigt.
Das Arbeitsprogramm des Hauses der Bayerischen Geschichte hat seit dem 1. Januar 1983 die folgende Profilierung:
1. bayernweit gestreute Veranstaltungen, mit regionalen Schwerpunkten von überregionaler Bedeutung,
2. besucherfreundlich und didaktisch konzipierte Präsentationen,
3. kulturgeschichtlich angelegte, vielseitig informierende Ausstellungen für unterschiedliche Bildungsinteressen,
4. Blick nach außen; bayerische Geschichte in europäischer Perspektive,
5. optische Orientierung, Einbeziehung hochrangiger Kunstwerke in die Geschichtsvermittlung,
6. keine reine Objektpräsentation; Einbeziehung der Techniken medialer Darstellung.
Beginnend mit der Ausstellung "Glück und Glas" 1984 in Lohr am Main wurde eine bayernweite Präsenz durch jährliche Schwerpunktausstellungen - seit 1990 Landesausstellungen - sowie durch eine dichte Folge von Wander-ausstellungen erreicht. Dazu kam wiederholt die Beteiligung an Projekten regionaler Museen in allen Regierungsbezirken. Die Einbeziehung der regionalen Forscher, Sammler und Geschichtsbegeisterter erschloss dem Haus der Bayerischen Geschichte viele neue Themen und Kooperationen. Die Auswahl und Ausbildung der örtlichen Ausstellungsführer bei größeren Ausstellungen ist eine weitere Initiative mit großer Resonanz und Nachhaltigkeit.

Die allgemein verständlichen, knappen Ausstellungstexte und Katalogeinträge sind ebenso ein Markenzeichen des Hauses der Bayerischen Geschichte wie die Übersichtlichkeit der Betextung in den Ausstellungsräumen und die besuchergerechten Katalogangebote zu günstigen Preisen.
Besucherforschung wird seit 1985 bei allen großen Ausstellungen konti-nuierlich in repräsentativer Größenordnung durchgeführt. Das Haus der Bayerischen Geschichte ist hierin im deutschen Sprachraum führend. Ein Abriss davon steht im Internet.
Die Anknüpfung an lokale und regionale Ereignisse und Personen schafft eine besondere Betroffenheit, wodurch sich Landesgeschichte in den konkreten Erscheinungsformen besonders eindringlich nahe bringen lässt. Entsprechend wurde auf Objekte aus unterschiedlichsten Lebensbereichen Wert gelegt, die die geschichtlichen Lebenswelten konkret belegen konnten.
Besonderes Gewicht wurde auf die Darstellung der bayerischen Geschichte im Kontext der europäischen Geschichte gelegt. Beispiele dafür sind die Scaliger-Ausstellung in Verona 1986, die Senefelder-Ausstellung in Paris und München 1988, Passionsspiele im alpenländischen Raum in Oberammergau und Luzern1992, Philipp Franz von Siebold. Ein Bayer als Mittler zwischen Japan und Europa, in München und Würzburg 1998, Herzöge und Heilige. Die Andechs-Meranier im europäischen Hochmittelalter in Andechs 1993, Ein Herzogtum und viele Kronen. Coburg in Bayern und Europa in Coburg 1997, Bavaria - Germania -Europa in Regensburg 2000, Bayern - Ungarn. Tausend Jahre in Passau und Budapest 2001, Der Winterkönig in Amberg und Den Haag 2003 und
50 Jahre Pfalz - Neuburg in Neuburg an der Donau 2005.
Spitzenstücke aus internationalen Museen wurden an verschiedenen historischen Orten Bayerns gezeigt. So zum Beispiele Werke aus dem Louvre und dem Rijksmuseum Amsterdam in Lohr, aus Dublin in Würzburg, aus Malibu und Warschau in Andechs, aus Washington, Cleveland, Prag und Wien in Kronach, aus Moskau, Petersburg und Lissabon in Coburg, aus London in Forchheim, aus Paris und Wien in Neuburg. Eine entsprechende Ausstattung ist bei der Landesausstellung "Bayern - Böhmen" in Zwiesel 2007 vorgesehen.
Eine ideale Ergänzung stellt die Anwendung der neuen Medien im Rahmen des Internetauftritts des Hauses der Bayerischen Geschichte dar. Ca. 430.000 Besucher pro Jahr sehen sich ca. 3,5 Millionen Seiten dieses äußerst umfangreichen Internetangebots in deutscher Sprache an.
CD, CD-ROM und DVD - Produktionen sind ein vom Haus der Bayerischen Geschichte frühzeitig wahrgenommener Ergänzungsbereich seiner Ausstellungen.
Gegenwärtig zeigt das Haus der Bayerischen Geschichte die Landesaus-stellung "200 Jahre Franken in Bayern" noch bis 12. November in Nürnberg im Museum für Industriekultur sowie im Deutschen Museum in München die Ausstellung "Bayerns Weg in die Moderne. Bayerisches Handwerk 1806 bis 2006". Für den Herbst werden zwei weitere Ausstellungen vorbereitet. "60 Jahre bayerische Verfassung" sowie "Vom neuen zum modernen Bayern", die im Bayerischen Landtag und im Vestibül der Staatskanzlei in München gezeigt werden.

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