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Kunstminister Heubisch eröffnet Wanderausstellung „Götterdämmerung. König Ludwig II.“ in Bayreuth

Untertitel: Ausstellung gastiert im Haus Wahnfried
Erscheinungsdatum: 26.07.2013

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Pressemitteilung
 
Kunstminister Heubisch eröffnet Wanderausstellung „Götterdämmerung. König Ludwig II.“ in Bayreuth
 
Der bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch eröffnet am heutigen Freitagnachmittag im Haus Wahnfried in Bayreuth die Wanderausstellung „Götterdämmerung. König Ludwig II.“. In seiner Festansprache betont er, dass diese Veranstaltung im Richard-Wagner-Jahr vermutlich an keinem passenderen Ort Station machen könnte, ist sie doch dem wichtigsten Mäzen des Komponisten Richard Wagner gewidmet: dem Bayernkönig Ludwig II.
„Schließlich hat Ludwig neben seinen Schlossbauten vor allem mit den späten Musikdramen von Richard Wagner Spuren hinterlassen. Weder vorher noch nachher hat ein Regent jemals derart stark Werke der Weltkultur beeinflusst. Darüber hinaus verdankt der Komponist sein letztes Domizil in Bayreuth der Großzügigkeit seines königlichen Förderers. In diesem Haus hat er die „Götterdämmerung“ fertig gestellt. Grund genug, hier die gleichnamige Ausstellung über Ludwig zu zeigen.“
 
Die Wanderausstellung „Götterdämmerung. König Ludwig II.“, gefördert von der Bayerischen Staatskanzlei, ist seit 2012 als komprimierte Schau der gleichnamigen Bayerischen Landesausstellung aus dem Jahr 2011 in Bayern unterwegs. Mit 575.000 Besuchern gilt sie als erfolgreichste kulturhistorische Ausstellung im wiedervereinigten Deutschland. Nach dem Auftakt in Berlin anlässlich der bayerischen Bundesrats-Präsidentschaft machte sie bereits in Bad Kissingen, Ingolstadt, Amberg und Nürnberg Halt. Bayreuth ist die sechste Station der Wanderausstellung.
 
Inhaltlich erzählt die Ausstellung die Geschichte Ludwigs II. in Form eines Dramas in fünf Akten. Der Bogen spannt sich von Ludwigs Jugend und Krönung und über seine politischen Enttäuschungen bis zu seiner Flucht in die Bauleidenschaft. Diese hat einen gewaltigen Schuldenberg wachsen lassen, was zu Ludwigs Entmachtung und in der Folge zu seinem rätselhaften Tod führte. Das Ende des Dramas ist zugleich der Beginn des Mythos. Diese Geschichte des Märchenkönigs fasziniert die Menschen bis heute.
 
Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, greift bei seiner Einführung in die Ausstellung die intensive Beziehung zwischen Ludwig und Wagner noch einmal auf. Im Akt zu den Gegenwelten geht es um alle Energie, die der König auf die Bauten wie Neuschwanstein und Herrenchiemsee wandte, Denkmäler seiner Herrschaftsauffassung, die mit der Realität des Landes nicht mehr viel zu tun hatten. „Ludwigs radikale Gegenwelten orientierten sich zu Beginn an den Musikdramen Richard Wagners. Dabei war die Arbeitsgemeinschaft des alten Revolutionärs von 1848 und des von absoluter Herrschaft träumenden Königs schon etwas „schräg“. Nachdem der junge König Wagner 1864 zunächst von allen finanziellen Sorgen befreit hatte, schrieb der Komponist einen Essay „zur Belehrung“ Ludwigs: „Über Staat und Religion“. Hierin betont der frühere Barrikadenkämpfer die besondere Aufgabe des Monarchen. Dieser müsse sich, als Entsagender, dem Staatsvolk aufopfern. Dafür dürfe er aber Erlösung im Reich der Kunst finden. Dafür prägt Wagner die raffinierte Wortschöpfung „bewusster Wahn“. Wie überaus willkommen für Ludwig, der ohnehin deutliche Fluchttendenzen aus seiner Rolle zeigt! Wagner bietet ihm nicht weniger als die theoretische Rechtfertigung, dass Ludwig sich seinen Traum- und Gegenwelten hingeben und doch in der Eigenwahrnehmung ein „ganzer König“ bleiben kann.“ Loibl sieht darin eine „win-win-Situation für beide – den König und den Komponisten“.
 
Besonders am Herzen liegt dem Haus der Bayerischen Geschichte - bereits vielfach bewährt bei den Bayerischen Landesaustellungen - dass die Gäste auch bei der Wanderausstellung selbst aktiv werden können. So wurden „Mitmachstationen“ konzipiert, wie zum Beispiel eine Riechstation mit dem Parfum des Königs oder die Fingerhakelmaschine, an der die Besucher ihre Kraft messen können.
 
Die Wanderausstellung ist modern und multimedial aufbereitet. Große Faszination üben die 3D-Animationen von Ludwigs Schlossbauten in der bayerischen Bergwelt aus, darunter auch Bauprojekte, die nicht verwirklicht wurden, wie der Flug über den Alpsee in einer pfauenförmigen Gondel oder ein byzantinischer Palastbau.
 
Wanderausstellung „Götterdämmerung. König Ludwig II. und seine Zeit“
Richard Wagner Museum, Haus Wahnfried
Richard-Wagner-Straße 48, 95444 Bayreuth
 
27. Juli bis 22. September, täglich 10 – 17 Uhr
 
Veranstalter:
Haus der Bayerischen Geschichte
Zeuggasse 7, 86150 Augsburg, Tel. 0821 3295 – 0
 
Gefördert durch die Bayerische Staatskanzlei
 
Weitere Termine der Wanderausstellung:
- Landshut, Winter 2013/2014

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