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„Götterdämmerung. König Ludwig II.“ in Nürnberg

Untertitel: Kunstminister Heubisch und Finanzminister Söder eröffnen Wanderausstellung „Götterdämmerung. König Ludwig II.“ in Nürnberg
Erscheinungsdatum: 14.05.2013

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Der bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, zitierte zur Eröffnung der Wanderausstellung „Götterdämmerung. König Ludwig II.“ aus der Wagner-Oper „Die Nürnberger Meistersinger“: „Was mich nach Nürnberg trieb, war nur zur Kunst die Lieb“, das bekennt der Junker Walther von Stolzing im ersten Akt. „Ich bin zwar kein junger, fränkischer Ritter, sondern ein bayerischer Minister. Trotzdem führt mich immer wieder die Liebe zur Kunst in die Franken-Metropole“, betonte Heubisch und erinnerte an den engen Bezug zwischen Nürnberg und König Ludwig II.: „Als er im Jahr 1866 an die Pegnitz kam, ließ er seinen Bruder Otto eigens nachreisen, um ihn für die Sehenswürdigkeiten der alten Kaiserstadt zu begeistern.“ Die Wanderausstellung im DB Museum zeige die Geschichte von Ludwig II. und erlaube einen Blick in seine Gedankenwelt und seine Träume. „Zum Märchenkönig gehören nicht nur Schloss Neuschwanstein und Wagner-Opern, sondern eben auch Glühbirnen, technische Innovationen und spektakuläre Illusionskunst.“ Besonders beeindruckt zeigte sich der Kunstminister von zwei Waggons des Hofzugs von Ludwig II., die nur in Nürnberg ausgestellt werden, „denn als ‚Schloss Versailles auf Rädern‘ verbinden sie modernste Technologie mit einer historisierenden Ausstattung.“
 
„Die gebauten Träume und Fluchtorte Ludwig II. haben sich Kritikern zum Trotz in einen Schatz Bayerns verwandelt. Die hervorragende Bilanz der Bayerischen Schlösserverwaltung ist zum größten Teil dem „Märchenkönig“ zu verdanken. Die Faszination und Leidenschaft des Königs transportiert die Wanderausstellung „Götterdämmerung“ in unsere Zeit. Auch die Kulturmetropole Nürnberg heißt Ludwig II. herzlich willkommen“, sagte Dr. Markus Söder, Finanzminister.
 
Nürnberg ist bereits die fünfte Station der Wanderausstellung „Götterdämmerung. König Ludwig II.“ Die gleichnamige Bayerische Landesausstellung aus dem Jahr 2011 gilt mit 575.000 Besuchern als erfolgreichste kulturhistorische Ausstellung im wiedervereinigten Deutschland und wird vom Haus der Bayerischen Geschichte in komprimierter Version seit einem Jahr auf Reisen geschickt. Nach dem Auftakt in Berlin anlässlich der bayerischen Bundesrats-Präsidentschaft machte die Wanderausstellung in Bad Kissingen, Ingolstadt und Amberg Station.
 
Zur Eröffnung im DB Museum Nürnberg führte Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, das Publikum zurück ins 19. Jahrhundert. „Wir versuchen, auf die Wirklichkeit zu blicken, die einen erst 18 Jahre alten König zeigt, konfrontiert mit einer gewaltigen Aufgabe“, so Loibl. Die Wanderausstellung erzähle die Geschichte Ludwigs II. in Form eines Dramas in fünf Akten. Der Bogen spanne sich von Ludwigs Jugend und Krönung und über seine politischen Enttäuschungen bis zu seiner Flucht in die Bauleidenschaft. Diese habe einen gewaltigen Schuldenberg wachsen lassen, was zu Ludwigs Entmachtung und in der Folge zu seinem rätselhaften Tod führte. Das Ende des Dramas ist zugleich der Beginn des Mythos, sagte Loibl: „Der tragische Tod des Königs offenbarte das Ende einer Epoche: Götterdämmerung. Eine Generation später war die bayerische Monarchie und das deutsche Kaiserreich am Ende.“
 
Die Geschichte des Märchenkönigs bewegt die Menschen bis heute. Das Haus der Bayerischen Geschichte vermittelt sie modern und multimedial. Faszinierende 3D-Animationen von Ludwigs Schlossbauten in der bayerischen Bergwelt, darunter auch Bauprojekte, die nicht mehr verwirklicht werden konnten, wie der byzantinische Palast und die chinesische Pagode, zeigen die Traumwelt des Monarchen. Die Besucher können an den Mitmachstationen aktiv werden, zum Beispiel am Parfum des Königs schnuppern oder die eigene Kraft an der weltweit ersten Fingerhakelmaschine unter Beweis stellen. Die Berühmtheit des bayerischen Monarchen zeigen die vielfältigen Exponate mit seinem Konterfei, vom Charivari bis zum japanischen Manga.
 
Prägend für das Bild von Ludwig II. sind die bekannten Verfilmungen der 1950er- und 1970er-Jahre. Neben diesen Filmausschnitten zeigt die Wanderausstellung einen satirischen Dialog zwischen Ludwig II. und dem von ihm so verehrten Komponisten Richard Wagner. In der Rolle des Königs brilliert der bayerische Kabarettist und Fernsehmoderator Christoph Süß.
 
Wanderausstellung „Götterdämmerung. König Ludwig II. und seine Zeit“
DB Museum Nürnberg
Lessingstraße 6, 90443 Nürnberg
 
15. Mai bis 7. Juli, Dienstag bis Freitag 9 – 17 Uhr, Samstag und Sonntag 10 – 18 Uhr
 
Veranstalter:
Haus der Bayerischen Geschichte
Zeuggasse 7, 86150 Augsburg, Tel. 0821 3295 – 0
E-Mail: poststelle@hdbg.bayern.de, Info unter www.hdbg.de
 
Gefördert durch die Bayerische Staatskanzlei
 
Weitere Termine der Wanderausstellung:
- Bayreuth, Haus Wahnfried, 27. Juli bis 22. September 2013
- Landshut, Winter 2013/2014
- Kempten, Sommer 2014

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