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Erfolgsgeschichte für bayerisches Bier – Original Linde-Kältemaschine zieht ins Museum ein

Erscheinungsdatum: 19.02.2019

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Bühne mit Kältemaschine und Bier-Werbeschildern [Speichern]

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Augsburg/Regensburg. Dieser Neuzugang im Haus der Bayerischen Geschichte ist ein wahres Schwergewicht: Fast sechs Tonnen bringt die Original Linde-Kältemaschine auf die Waage. Mit 2,40 Metern Höhe, 5,30 Metern Breite und 2,10 Metern Tiefe ist das Exponat auch eines der größten in der Dauerausstellung im neuen Museum. Carl Linde experimentierte sechs Jahre lang, bis dieser Prototyp schließlich 1876 in der Maschinenfabrik Augsburg fertig gebaut und ab Januar 1877 in der Dreher’schen Brauerei in Triest eingesetzt werden konnte. Der geniale Erfinder revolutionierte die Bierherstellung und ermöglichte den Export bayerischen Bieres weltweit.

Die Ur-Maschine wurde jetzt aus Wien angeliefert und in fünf großen Einzelteilen in das erste Obergeschoss ins Regensburger Museum gebracht. Auf der Bühne „Bayern industrialisiert mit Maß“ steht die „Ur-Linde“ für technische Innovationen im Bayern des ausgehenden 19. Jahrhunderts und den Siegeszug des bayerischen Biers, umrahmt von zahlreichen Emaille-Werbeschildern, die das Bild Bayerns in der Welt über die Bierwerbung nachhaltig prägten. Hightech und Werbung zusammen waren grundlegend für den Mythos Bayern.

 

Revolution in der Braukunst

Die Linde-Kältemaschine legte mit den Grundstein für den weltweiten Erfolg des bayerischen Bieres. Vor ihrer Erfindung stellte die Kühlung des Gerstensaftes die Brauer vor große Schwierigkeiten. Untergäriges Bier wie Pils, Lager oder Helles gelingt nur bei Temperaturen unter neun Grad Celsius, und selbst natürlich kalte Felsenkeller schafften diese Voraussetzungen oft nicht über den ganzen Sommer. Bis 1865 war in Bayern das Bierbrauen in den Sommermonaten sogar verboten. Die einzige zusätzliche Kühlung lieferte Natureis, das im Winter in großen Blöcken geschlagen und in Kellern eingelagert wurde. Das Eisschlagen war eine körperlich sehr harte, kräftezehrende und gefährliche Arbeit. Und Natureis war teuer: So musste die Münchner Großbrauerei Hacker-Pschorr im 19. Jahrhundert zeitweise jährlich 24.000 Tonnen Natureis ankaufen.

 

Mit der Erfindung von Carl Linde wurde die Bierproduktion angekurbelt: Dank dem in seiner Maschine eingesetzten Kältemittel Ammoniak konnte untergäriges Bier nun problemlos ganzjährig gebraut werden. Während große Brauereien ihren Brauprozess zunehmend industrialisierten und die innovative Kompressionskältemaschine einsetzten, wurde in zahlreichen Brauereien noch bis ins 20. Jahrhundert mit Natureis gekühlt. Ab Juni 2019 können Besucher die „Ur-Linde“ in der Dauerausstellung bestaunen – und im Museums-Wirtshaus danach ein gutes bayerisches Bier genießen.

In einer Animation können Sie verfolgen, wie die Kältemaschine ins Museum kam: Gerne können Sie die Animation auch in der Berichterstattung verwenden, bitte fragen Sie uns an. Sie finden den Clip unter https://www.museum.bayern/museum/aktuelles.html.

Weitere Informationen zum Museum unter www.hdbg.de/museum

 

 

Haus der Bayerischen Geschichte | Museum

Donaumarkt 1, 93047 Regensburg

 

Museums- und Ausstellungskonzept:

Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg

Museumsgestaltung:

hg merz gmbh, Stuttgart

Mediengestaltung:

jangled nerves, Stuttgart

Baumaßnahme:

Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

Staatliches Bauamt Regensburg

Architektur:

wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh, Frankfurt am Main

 

Öffnungszeiten Museum

Täglich außer montags von 09:00 bis 18:00 Uhr

Fällt ein Feiertag auf einen Montag, so ist das Museum geöffnet.

Geschlossen am 24.12., 25.12., 31.12., 01.01. sowie am Karfreitag

ACHTUNG: Am 26. September 2019 ist wegen der Eröffnung der Bayerischen Landesausstellung ebenfalls geschlossen.

 

Bis 30. Juni 2019: Eintritt frei!

 

Eintrittspreise Museum vom 02. Juli bis 25. September 2019, sowie wieder ab 10. März 2020

Erwachsene: 5,00 €
Ermäßigt (z. B. Senioren, Gruppen ab 15 Personen): 4,00 €
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie Schüler im Klassenverband und Studierende bis 30 Jahre: Eintritt frei

 

Bayerische Landesausstellung 2019/2020 „Hundert Schätze aus tausend Jahren“ im Haus der Bayerischen Geschichte | Museum

Laufzeit: 27. September 2019 bis 08. März 2020

 

Eintrittspreise vom 27. September 2019 bis 08. März 2020 (Kombiticket für Landesausstellung und Museum)

Erwachsene: 10,00 €
Ermäßigt (z. B. Senioren, Gruppen ab 15 Personen): 8,00 €
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren sowie Schüler im Klassenverband und Studierende bis 30 Jahre: Eintritt frei

Die Eintrittskarte berechtigt zum Besuch der Bayerischen Landesausstellung und der Dauerausstellung im Museum der Bayerischen Geschichte, einlösbar an zwei unterschiedlichen Tagen.

 

Führungen für Gruppen mit maximal 25 Personen in der Dauerausstellung des Museums ab 2. Juli 2019 und / oder in der Bayerischen Landesausstellung ab 27. September 2019 durch das Unternehmen Stadtmaus

Standardführung (ca. 75 Minuten):                                      € 95,00 zzgl. Eintritt

Kurzführung (ca. 45 Minuten):                                             € 80,00 zzgl. Eintritt

Kombiführung: Bayerische Landesausstellung

und Dauerausstellung (ca. 90 Minuten):                             € 98,00 zzgl. Eintritt

                                                                      

Für Informationen und Reservierungen melden Sie sich von Montag bis Freitag von 9-17 Uhr bei der Buchungshotline des Unternehmens Stadtmaus unter +49 (0)941 788 388 0. Im Internet können Sie sich hier informieren: www.museumsfuehrung.stadtmaus.de

 

Wirtshaus im Museum

Über die Angebote des Wirtshauses informiert im Internet die Seite www.wirtshaus.bayern. Reservierungen können unter der Nummer +49 (0)941 586 146 1 vorgenommen werden.

 

Kontakt | Zentrale und Verwaltung

Haus der Bayerischen Geschichte

Zeuggasse 7, 86150 Augsburg

Telefon +49 (0)821 3295-0

E-Mail pressestelle@hdbg.bayern.de

www.hdbg.de

 

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.hdbg.de und www.hdbg.de/museum, Bild- und Textmaterial auf unserem Presseportal.

 

* Änderungen vorbehalten!

 

 

 

Pressebilder

Diese Bilder können auch separat angefordert werden.

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