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Das Depot ist fertig!

Untertitel: Stadt Regensburg übergibt historischen Österreicher Stadel an Freistaat Bayern
Erscheinungsdatum: 09.04.2018

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Übergabe des Depots © Stadt Regensburg, Foto: Stefan Effenhauser | v.l.n.r.: Dr. Richard Loibl, Direktor HdBG, Klemens Unger und Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Kulturreferent und Bürgermeisterin Regensburg, Staatsministerin Prof. Dr. Marion Kiechle [Speichern]
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Wandteppich im Bayerischen Landtag | © Bildarchiv Bayerischer Landtag | Foto: Rolf Poss [Speichern]

Regensburg, 09. April 2018. Der erste von drei Bauabschnitten des Museums der Bayerischen Geschichte ist fertig! Die Stadt Regensburg übergibt dem Freistaat Bayern die Schlüssel des historischen Österreicher Stadels. Das ehemalige Lagergebäude steht dem Haus der Bayerischen Geschichte als Depot und Restaurierungswerkstatt für das neue Museum am Donaumarkt zur Verfügung. Die Stadt Regensburg hat das Gebäude in dreijähriger Bauzeit umfangreichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen unterzogen, um es für die Nutzung als Museumsdepot, das den vielfältigsten Bedingungen von Konservierung hinsichtlich Klima und Luftfeuchtigkeit gerecht wird, vorzubereiten. Die Kosten belaufen sich auf 8,36 Millionen Euro.

Mit der Übergabe am 09. April 2018 durch Regensburgs Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer an Kunstministerin Prof. Dr. Marion Kiechle wird auch der Einzug des Objektes Nr. 1 gefeiert: der monumentale Wandteppich aus dem Plenarsaal des Bayerischen Landtags.

Eckdaten zum Österreicher Stadel

Dem Haus der Bayerischen Geschichte stehen im Österreicher Stadel 360 m² Werkstattfläche und rund 2.000 m² Depotfläche zur Verfügung. Zunächst als Brauhaus errichtet, wurde der Stadel 1786 zum Salzstadel umgebaut und als Lagerfläche genutzt. Eingebaut wurde damals die imposante Holzkonstruktion, die noch heute erhalten ist. Mit Aufhebung des staatlichen Salzmonopols 1868 wurde der Salzstadel zur weiteren Nutzung an die Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft mit Sitz in Wien verpachtet. Mitte der 1960er-Jahre wurde darin ein Möbelmarkt untergebracht. 1988 kam es zu einem Brand, den die historische Holzkonstruktion aber erstaunlich gut überstanden hat. Bis zur aktuellen Umbauphase diente der Stadel dem Historischen Museum als Steindepot.

Die Sammlung des Hauses der Bayerischen Geschichte

Das neue Museum in Regensburg geht ab Mai 2019 in seiner Dauerausstellung der Frage nach wie Bayern Freistaat wurde und was ihn so besonders macht und zeichnet ein bewegendes Panorama der jüngeren Geschichte Bayerns. Entsprechend dieses Konzeptes hat das Haus der Bayerischen Geschichte im Jahr 2012 die Sammlungstätigkeit für das Mu-seum aufgenommen und mittlerweile über 1.500 Objekte zusammengetragen. Sie gehen vor allem auf die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zurück, auf die besonderer Wert gelegt wurde und wird.

Der Objektbestand zieht nun nach und nach in den Österreicher Stadel ein und steht dem Haus der Bayerischen Geschichte für zahlreiche Präsentationsmöglichkeiten zur Verfügung, von der Dauer- über Sonder- und Landesausstellungen bis hin zu digitalen Präsentation auf der medienpädagogischen Schulungsplattform „Bavariathek“.

Erster neuer Bewohner: Wandteppich aus dem Landtag

Das Objekt Nr. 1 des neuen Depots steht für die bayerische Demokratiegeschichte und gehört zu den größten Exponaten des neuen Museums: Der monumentale Wandteppich aus dem alten Plenarsaal des Bayerischen Landtags. Unter dem knapp sieben mal sieben Meter großen Bildteppich wurde von 1950 bis 2004 debattiert, diskutiert und abgestimmt – und zahlreiche Gesetze wurden verabschiedet. Nach dem Umbau des alten Plenarsaals wechselte der Wandteppich, der bis dahin prominent hinter dem Landtagspräsidium hing, 2007/2008 in den Senatssaal.

Der Wandteppich aus dem Landtag ist mit seiner Geschichte ein herausragendes Zeugnis der parlamentarischen Entwicklung Bayerns nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und wird im neuen Museum als eines der zentralen Exponate präsentiert werden. Er zeigt das große bayerische Staatswappen und die Stadtwappen der Regierungssitze der bayerischen Bezirke und der bis 1945 zu Bayern gehörenden Rheinpfalz. Der Teppich wurde 1950 nach einem Entwurf von Professor Hermann Kaspar (1904 – 1986) in der Münchner Gobelinmanufaktur gefertigt. Kaspar, Professor an der Akademie der schönen Künste, war aufgrund seiner Tätigkeit auch für das NS-Regime in den 1960er Jahren umstritten.

30 Bühnen wird es im neuen Museum geben – mit ähnlich herausragenden Exponaten zur bayerischen Geschichte vom Prunkschlitten König Ludwig II. bis zum Fluchtballon von Naila. Hinzu kommen kleinere, aber nicht minder wertvolle Objekte, darunter viele Schenkungen und Leihgaben, die persönliche Geschichten ergänzend zur großen Historie erzählen.

Pressebilder

Diese Bilder können auch separat angefordert werden.

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