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Mission erfolgreich: Bayerische Baseballbuben gefunden

Untertitel: Museum der Bayerischen Geschichte findet niederbayerische Baseballbuben
Erscheinungsdatum: 07.11.2012

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Bayerischer Baseballbub: Prof. Heinz Huber © Prof. Heinz Huber [Speichern]

 

Wer sind die bayerischen Buben in Lederhosen, die 1945 in niederbayerischen Pocking so begeistert Baseball gespielt haben? Es war die erste Fotosuche des Museums der Bayerischen Geschichte, und das Resultat: sofort gefunden! Ein falscher Bub, der Bruder eines Buben und ein Bub höchstpersönlich haben sich nach der Veröffentlichung des Fotos in den Medien gemeldet. Vorne rechts, keck den Baseballschläger schwingend, steht der spätere Professor Heinz Huber. Inzwischen ist der jugendliche Sportler, fotografiert mit neun Jahren, 76 Jahre alt, pensioniert und wohnt in Regensburg. Er erinnert sich gerne an die Nachkriegszeit: „Kaum waren die Amerikaner da, haben sie auch schon Baseball gespielt und auf der Stadlerwiese ein richtiges Feld eingezeichnet. Wir Buben durften mitmachen und hatten einen Riesenspaß.“ Besser noch: Neben Baseballtraining, Schokolade, Butterfinger und Kaugummi haben die Soldaten die Kinder mit gutem Mittagessen in ihrer Kantine versorgt; ein großes Privileg in der 1000-Kaloriengesellschaft der Nachkriegszeit.

 

Ein weiterer Zeitzeuge berichtete, dass die Buben am Rand der bayerischen Baseballfelder auf Bälle lauerten. Sie wurden bei den Großmüttern abgeliefert, die sie auftrennten, um an die darin enthaltene Wolle zu kommen, die gesponnen und gestrickt zu Mützen und Socken weiterverarbeitet wurden.

 

Gegen Fußball kam der amerikanische Nationalsport trotzdem auf Dauer nicht an, denn schon ein Jahr später kickte der SV Pocking auf dem Baseball-Platz. Auch Heinz Huber verfolgte eine andere Sportlerkarriere. Er wurde Jugendmeister im Weitsprung und stand in der Bezirksliga Niederbayern im Tor des SV Pocking.

Eine schöne Begebenheit aus der bayerischen Nachkriegszeit - diese und ähnliche Geschichten aus dem täglichen Leben sollen im neuen Museum der Bayerischen Geschichte erzählt werden, das 2018 seine Pforten in Regensburg öffnet. Und wir suchen weiter, vor allem Erinnerungsstücke aus der „Besatzungszeit“, die die Kontakte zwischen den US-Soldaten und den Einheimischen verdeutlichen, wie zum Beispiel Fotos, Carepakete (evtl. mit der dazu gehörenden Postkarte des Absenders), Geschenke von GIs, amerikanisches bzw. amerikanisiertes Spielzeug usw.– am besten verbunden mit einer konkreten Geschichte. Haben Sie Objekte aus dieser Zeit?

 

Dann nehmen Sie bitte Kontakt auf:

Haus der Bayerischen Geschichte, Stichwort Museum, Zeuggasse 7,

86150 Augsburg, Tel. 0821 3295 115, Fax. 0821 3295 220

E-Mail: museum@hdbg.bayern.de

Internet: https://www.hdbg.eu/museum

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