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Bayerische Landesausstellung 2013 in Schweinfurt

Untertitel: "Main und Meer" Atlantropa: Die gewaltigste Wasserutopie des 20. Jahrhunderts kam aus Bayern
Erscheinungsdatum: 21.03.2013

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Atlantropa-Schaubild (1932) © Foto: Deutsches Museum [Speichern]

Herman Sörgels Bauprojekt namens „Atlantropa“

Das Ende aller Energieprobleme und die friedliche Einigung Europas: Es war eine kühne Vision, die der Münchner Architekt Herman Sörgel (1885 – 1952) der Öffentlichkeit Ende der 1920er Jahre unter dem Namen „Atlantropa“ präsentierte.
 
Atlantropa war ein in den 1920er Jahren entwickeltes Bauprojekt von unglaublichen Ausmaßen. Sörgel hatte einen Plan zum kompletten Umbau des gesamten Mittelmeerbeckens entwickelt. Hauptbestandteil des Plans war die Errichtung eines gewaltigen Damms an der Meerenge von Gibraltar, der das Mittelmeer vom Zufluss von Meerwasser aus dem Atlantik abtrennen sollte. Mit dieser Maßnahme wollte Sörgel das Mittelmeer gleichsam austrocknen lassen. Denn Sörgel hatte erkannt, dass aufgrund der hohen Temperaturen und der starken Verdunstung im östlichen Mittelmeer der Wasserspiegel des Mittelmeers dann innerhalb von 60 Jahren um rund 100 Meter absinken würde. Alle Küstenlinien hätten sich dann verändert und überall würde Land auftauchen: neues Land für Siedler aus ganz Europa.
 
Nach 60 Jahren wollte Sörgel wieder Wasser vom Atlantik in das Mittelmeer einfließen lassen. Die Wassermassen sollten dabei bei Gibraltar durch das größte Wasserkraftwerk der Welt fließen und Europa mit gewaltigen Mengen elektrischen Stroms versorgen. Diese Vision nie versiegender Energie trug dazu bei, dass das Atlantropa-Projekt bis in die 1950er Jahre hinein faszinierte: 1.200 Mitglieder zählte Sörgels Atlantropa-Institut 1950, darunter Firmen wie Krupp, Mannesmann, Hochtief und RWE. Selbst die UNO zeigte sich interessiert. Erst der Tod des in Regensburg geborenen Herman Sörgel 1952 und die Planungen zur Nutzung der Kernenergie führten zur Aufgabe des Projekts. In der Bayerischen Landesausstellung „Main und Meer“ in Schweinfurt werden Sörgls Pläne wieder aufleben.
 
  
Veranstalter der Bayerischen Landesausstellung „Main und Meer“
Haus der Bayerischen Geschichte und Stadt Schweinfurt in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
 
Kontakt
Haus der Bayerischen Geschichte
Zeuggasse 7 – 86150 Augsburg
Tel.: +49 (0)821 3295-0
E-Mail: pressestelle@hdbg.bayern.de
Informationen unter: www.hdbg.de/main/

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