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Ein geheimnisvolles Götzenbild mit Flussperlen und Edelsteinen

Untertitel: Haus der Bayerischen Geschichte präsentiert wertvolles Exponat im Bayerischen Nationalmuseum
Erscheinungsdatum: 14.02.2013

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Herme © Bayerisches Nationalmuseum München, Foto: Bastian Krack [Speichern]

Im Mai 2013 wird die Bayerische Landesausstellung „Main und Meer“ in Schweinfurt eröffnet. In der dortigen Kunsthalle zeigt das Haus der Bayerischen Geschichte in Zusammenarbeit mit der Stadt Schweinfurt die vielseitige Gestalt des Mains vom Geheimnisträger bis zum Visionär. Es geht aber genauso um die Bedeutung der Flüsse allgemein für Bayern, um ihre Verbindung in den Kanalprojekten des 19. und 20. Jahrhunderts, um Hochwasser und Binnenschiffe sowie um den Drang der Bayern zum Meer. In einer einzigartigen Ausstellung trifft Natur auf Kultur. Die Hauptrolle spielt der Main, die schönste bayerische Verbindung zum Ozean.

 
Die Vorbereitungen zur Ausstellung sind aber nicht nur im Haus der Bayerischen Geschichte auf der Zielgeraden. Im Steinsaal des Bayerischen Nationalmuseums in München wird am heutigen Valentinstag eine kleine, sehr ungewöhnliche um 1660/70 entstandene Figur präsentiert, die ab Mai 2013 als Exponat in der Schweinfurter Kunsthalle zu sehen sein wird. Für die Landesausstellung wurde sie in den Restaurierungswerkstätten des Bayerischen Nationalmuseums konserviert.
 
Bei dem wertvollen, mit Karneolen, Achaten, Opalen, Lapislazuli und gläsernen Schmucksteinen besetzen Stück handelt es sich um eine Herme. So bezeichnet man einen Pfeilerschaft mit aufgesetztem Kopf und Schultern. Sie wurde im Jahr 1858 aus dem Besitz der Wittelsbacher als „Götzenbild aus Perlen und guten Steinen“ dem Bayerischen Nationalmuseum übergeben.
 
 
Die Herkunft gibt allerdings Rätsel auf: Der Sockel der Herme in Boulle-Technik, benannt nach dem französischen Kunsttischler Charles André Boulle, lässt eine Entstehung in Frankreich vermuten, die reiche Verzierung mit Flussperlen dagegen deutet eher auf eine Entstehung in Bayern hin – nicht zuletzt weil das Kurfürstentum einst reich an Flussperlen war.
 
Die „bayerische“ Flussperlmuschel stellt ein wichtiges Thema in der Landesausstellung dar. In der Abteilung „Der Geheimnisträger – Schätze aus dem Fluss“ werden perlenbesetzte „Schmuckstücke“ wie die 26 cm hohe Herme aus dem Bayerischen Nationalmuseum präsentiert, deren Perlen oftmals bayerischen Bächen und Flüssen entstammen.  
 
 
Bayerische Landesausstellung 2013 „Main und Meer“
Kunsthalle Schweinfurt, Rüfferstraße 4, 97421 Schweinfurt
9. Mai bis 13. Oktober 2013
Täglich von 9 bis 18 Uhr
 
Veranstalter:
Haus der Bayerischen Geschichte
und Stadt Schweinfurt
 
Information:
www.hdbg.de
 
Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

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