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Interaktives Zeitzeugenportal präsentiert

Erscheinungsdatum: 01.07.2011

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aus der Bayerischen Geschichte präsentiert interaktives Zeitzeugen-Portal

„Im Wohnzimmer haben wir aus Brettern eine Couch gezimmert, und auf einem Eisenbett da schliefen wir“, so erinnert sich Gudrun Schmitt an das Kriegsende 1945. Es sind Erinnerungen wie diese, die das Haus der Bayerischen Geschichte seit 1986 in Interviews vor dem Vergessen bewahrt. Über 300 Zeitzeugen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion, Wissenschaft und Sport wurden bisher befragt. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie Hildegard Hamm-Brücher, Max Mannheimer, Otfried Preußler, Gloria von Thurn und Taxis kommen dabei ebenso zu Wort wie unbekannte Menschen – Textilarbeiter, Landwirte, Handwerker, Gastarbeiter, die ihre Lebensgeschichten erzählen und dabei die großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts sichtbar werden lassen.

Anlässlich des 25jährigen Jubiläums dieses renommierten Projekts stellt das HdBG am 01. Juli 2011 die bisher geführten Interviews unter www.zeitzeugen.hdbg.de in einem der umfangreichsten Internet-Portale dieser Art online. Die Interviews werden darin nach wissenschaftlichen Standards mit einem oder mehreren Videoausschnitten, einer Kurzzusammenfassung des Inhalts und dem Biogramm des Zeitzeugen vorgestellt. Über die detaillierte Suchfunktion kann nach Namen der Zeitzeugen, Themen und freien Suchbegriffen recherchiert werden.

Das Portal steht auch anderen Institutionen offen, um darin eigene Zeitzeugen-Interviews zu verzeichnen. Mit dem Hörfunkarchiv des Bayerischen Rundfunks, dem Sudetendeutschen Archiv und dem Archiv der Münchner Arbeiterbewegung haben sich bereits namhafte Interessenten gemeldet. Mittel- bis langfristig entsteht so der größte Recherchepool zu einer lebendig erzählten Geschichte Bayerns, der für den Unterricht und die Forschung eine wichtige Ergänzung zu anderen historischen Quellen bietet.

Diese Interviews werden auch im neuen Museum der Bayerischen Geschichte eine wichtige Rolle spielen. Sie zeigen den Weg auf, der hier beschritten werden soll – zu einem modernen Informations- und Kommunikationsort, den die bayerischen Bürgerinnen und Bürger aktiv mit gestalten.

Zu Schwerpunktthemen gibt das Haus der Bayerischen Geschichte Zeitzeugen-DVDs heraus. Bisher erschienen sind „KZ Dachau“, „Bayern in der Nachkriegszeit“ und „Bayern im Umbruch. Strukturwandel in den 50er und 60er Jahren“. Die DVDs bieten neben den Interviews reichhaltiges didaktisches Material und eignen sich besonders gut für den Einsatz im Unterricht (erhältlich beim Haus der Bayerischen Geschichte, Tel. 0821 3295-0 oder im HdBG-Onlineshop: www.hdbg.de). Weitere Themenschwerpunkte werden sich in Zukunft etwa der Migrationsgeschichte, der Umweltgeschichte und der Protestkultur in Bayern widmen.

Da der Bayerische Rundfunk für das Zeitzeugen-Projekt des HdBG ein besonders wichtiger Partner ist, findet die Veranstaltung im Studiobau des BR-Funkhauses statt.


 

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