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Des Kaisers Pistolen – des Kronprinzen Schwert

Untertitel: Haus der Bayerischen Geschichte präsentiert Prunkwaffen aus dem Bayerischen Nationalmuseum.
Erscheinungsdatum: 27.03.2015

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Schwert des Kronprinzen Ludwig © Bayerisches Nationalmuseum, München [Speichern]
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Steinschlosspistolen mit Etui und Zubehör © Bayerisches Nationalmuseum, München [Speichern]

Geteilte Meinung in der Bayerischen Königsfamilie:

Napoleon polarisiert: Er erregt Bewunderung und Verachtung. Das ist heute nicht anders als vor 200 Jahren. In Bayern prallten schon damals, als Napoleon das Land erstmals betrat und Bayern Königreich wurde, die Meinungen hart aufeinander.  Auch in der Herrscherfamilie: Kronprinz Ludwig, der spätere König Ludwig I. (1786-1868), zeigte wider jede Staatsräson offen seine Abneigung gegen den Kaiser und das Bündnis mit Frankreich.

 

Und brachte damit seinen Vater, den bayerischen König Max I. Joseph, mehr als einmal in Verlegenheit.  Max I. Joseph gehörte zu den Bewunderern Napoleons. Immerhin hatte der französische Kaiser dem Land Bayern nicht nur die Königskrone gebracht.  Deshalb bat er seinen Sohn:  „Denke was Du willst; nur bitte ich, nicht zu vergessen, dass dieser Mann allein uns vergrößert hat und dass er es noch tun wird  …  Ich bitte Dich also auf den Knien, nie das geringste von Deiner Abneigung merken zu lassen, sonst ist alles verloren.“

 

Napoleon – Freund und Feind für Bayern

Zwei kostbare Exponate aus dem Bayerischen Nationalmuseum, die ab 30. April in der Bayerischen Landesausstellung in Ingolstadt zu sehen sind, zeigen diesen Gegensatz. Auf der einen Seite ein Schwert, hergestellt um 1815, das mit seiner Verzierung ganz bewusst auf das Mittelalter anspielt. Die Solinger Klingenschmiede verehrten es  „Ludwig dem Deutschen“. Gemeint ist Kronprinz Ludwig. Er wandte sich gegen alles Französische und befürwortete eine deutschnationale Haltung, die sich auch am Mittelalter orientierte. Seine spätere Denkmalspolitik wird darauf Bezug nehmen.

 

Auf der anderen Seite eine Pistolengarnitur, die der bayerische König ganz bewusst im Kunsthandel erworben hat: zwei Prunkwaffen höchster Qualität, die Napoleons Stern der Ehrenlegion ziert und die der Kaiser der Franzosen verschenkt hatte – nicht an einen Bayern, sondern an den württembergischen General Georg von Scheler (1770-1826) für seine Verdienste im Russlandfeldzug von 1812. Die Waffen erregten wohl  auch die Bewunderung des württembergischen Königs. Er kaufte sie Scheler ab. Nach dem Tod Friedrichs I. im Jahr 1816 gelangte die Prunkgarnitur – eine „Berührungsreliquie“ Napoleons - in den Kunsthandel. Der glückliche Käufer war Max I. Joseph, der von sich behauptete: „Ich bin weder französisch noch russisch noch preußisch noch österreichisch – ich bin baierisch.“

 

Das Drama des französischen Kaisers und seines Verbündeten zeigt die Bayerische Landesausstellung „Napoleon und Bayern“ ab 30. April 2015 im Neuen Schloss Ingolstadt mit kostbaren Originalexponaten, Inszenierungen und  Mitmachstationen.

 

 

Bayerische Landesausstellung 2015 „Napoleon und Bayern“

Ingolstadt Neues Schloss, Bayerisches Armeemuseum

Paradeplatz 4, 85049 Ingolstadt

30. April bis 31. Oktober 2015

Täglich von 9 bis 18 Uhr

 

Veranstalter:

Haus der Bayerischen Geschichte, Bayerisches Armeemuseum und Stadt Ingolstadt

 

Eintrittspreise:

Erwachsene 9,00 €
Ermäßigt (z. B. Senioren, Studenten, Gruppen ab 15 Personen) 7,00 €
Kinder und Jugendliche von 6 – 18 Jahren 1,50 €
Schüler im Klassenverband 1,00 €
 

 

Führungen für Gruppen
Bis 15 Personen 45,00 € zzgl. ermäßigter Eintritt
Ab 15 Personen 3,00 € pro Person zzgl. ermäßigter Eintritt

 

 

Information:

www.hdbg.de

poststelle@hdbg.bayern.de

 

Pressebilder

Diese Bilder können auch separat angefordert werden.

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