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Napoleon und Josephine

Untertitel: „… dieser Liebesrausch wird nur mit meinem Leben enden…“
Erscheinungsdatum: 06.02.2015

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Detail aus Ziviltrauung von Eugène de Beauharnais mit Prinzessin Auguste Amelie von Bayern © bpk | RMN | Gérard Blot | Jean Schormans [Speichern]

Es war Liebe auf den ersten Blick: Als er ihr zum ersten Mal begegnetet, verliebte sich Napoleon Hals über Kopf in Josephine, und es entwickelte sich eine der außergewöhnlichsten Liebesgeschichten jener Zeit. Josephine war älter als Napoleon und verwitwet. Im 19. Jahrhundert wurden Ehen in der Regel nicht aus gegenseitiger Zuneigung geschlossen, sondern aus Geschäftssinn. Statt Gefühle standen Versorgungssicherheit, der Aufstieg oder – bei den herrschenden Familien – die Staatsräson im Vordergrund. Aber bei Napoleon handelte es sich tatsächlich um die große Liebe.

 

Josephine (1763-1814) stammt aus einer Pflanzerfamilie in Martinique und heißt eigentlich Marie Josephe Rose de Tascher de la Pagerie. Sie ist Witwe mit zwei Kindern. Ihr Mann, Alexandre, Vicomte de Beauharnais war während der Schreckensherrschaft in Frankreich 1794 guillotiniert worden. Sie ist sechs Jahre älter als Napoleon und sucht aus dem gesellschaftlichen Verständnis der Zeit heraus die Sicherheit einer Ehe.

 

Liebesbriefe von Napoleon

Josephine ist die Mätresse von Paul Barras, einem der mächtigsten politischen Führer im Frankreich der Jahre 1794/95, als sie Napoleon kennenlernt. In ihrem Salon trifft sich die politische Führung Frankreichs. Josephines Beziehungen helfen Napoleon, damals General der Artillerie, im gesellschaftlichen Umfeld von Paris Fuß zu fassen. Doch Josephine ist nicht nur aufgrund ihrer wertvollen Kontakte zu ranghohen Politikern wichtig: Napoleons leidenschaftliche Briefe zeigen, dass er sie begehrt und liebt. So schreibt er aus dem Italienfeldzug von 1796: „Meine einzige Josephine! Fern von Dir kenne ich keine Freude. Fern von Dir ist die Welt eine Einöde, in der ich vereinsamt bin und der Süße entbehre, mein Herz in das Deine zu ergießen. … Du bist der einzige Gedanke meines Lebens. … Wie hast Du es fertig gebracht, mich so ganz an Dich zu fesseln, …? Das ist Zauberei, süße Freundin! Und dieser Liebesrausch wird nur mit meinem Leben enden. …“.

 

Geheiratet haben die beiden am 9. März 1796. Josephine begleitet Napoleons Aufstieg, sie ist verschwenderisch und lebenslustig. Er krönt sich zum Kaiser und macht sie im Dezember 1804 zur Kaiserin der Franzosen. Ihre Kinder, Hortense und Eugène, adoptiert er. Das Kaiserpaar ist auch einmal gemeinsam in Bayern, als im Januar 1806 die Ehe zwischen Josephines Sohn Eugène mit der bayerischen Prinzessin Auguste Amalie geschlossen wird.

 

Am Ende siegt die Staatsräson

Trotz der „großen Liebe“ pflegen Napoleon und Josephine auch außerhalb der Ehe weitere Liebschaften. Napoleon verliebt sich in Gräfin Maria Walewska, die er 1807 auf einem Ball in Warschau kennenlernt, und zeugt mit ihr einen Sohn. Damit ist der Beweis seiner Zeugungsfähigkeit erbracht, die Kinderlosigkeit des Kaiserpaares liegt eindeutig an Josephine. Napoleon reicht das System der Machtsicherung und –ausweitung durch Angehörige seiner Familie schon lange nicht mehr aus, er will seine eigene Dynastie gründen. Deshalb ringt sich Napoleon 1810 zur Scheidung durch und heiratet die gerade 18 Jahre alte Tochter des österreichischen Kaisers. Im Jahr darauf, am 20. März 1811, wird sein Sohn und Erbe, Napoleon Franz, der König von Rom, geboren.

 

Und Josephine? Sie zieht sich zurück auf Schloss Malmaison, das seit 1799 der eher private Wohnsitz des Kaiserpaares war, und das Napoleon ihr überlässt. Dort lebt sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1814.

 

 

 

 

Bayerische Landesausstellung 2015 „Napoleon und Bayern“

Ingolstadt Neues Schloss, Bayerisches Armeemuseum

Paradeplatz 4, 85049 Ingolstadt

30. April bis 31. Oktober 2015

Täglich von 9 bis 18 Uhr

 

Veranstalter:

Haus der Bayerischen Geschichte, Bayerisches Armeemuseum und Stadt Ingolstadt

 

Eintrittspreise:

Erwachsene 9,00 €
Ermäßigt (z. B. Senioren, Studenten, Gruppen ab 15 Personen) 7,00 €

Familienkarte (2 Erwachsene und eigene Kinder) 18,00 €
Kinder und Jugendliche von 6 – 18 Jahren 1,50 €
Schüler im Klassenverband 1,00 €
 

Führungen für Gruppen:
Bis 15 Personen 45,00 € pauschal zzgl. ermäßigter Eintritt
Ab 15 Personen 3,00 € pro Person zzgl. ermäßigter Eintritt

 

Vorverkaufsstellen:

Webshop Haus der Bayerischen Geschichte, www.shop.hdbg.de

Tourist Information Ingolstadt

Bayerisches Armeemuseum (Außenstellen Museum des Ersten Weltkriegs und Bayerisches Polizeimuseum)

Infopoint Museen & Schlösser in Bayern, Alter Hof 1, München

 

Information:

www.hdbg.de

poststelle@hdbg.bayern.de


 

 

Pressebilder

Diese Bilder können auch separat angefordert werden.

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