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Wanderausstellung Vom neuen zum modernen Bayern

Erscheinungsdatum: 20.07.2007

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Nachdem die Ausstellung mit großem Erfolg in der Bayerischen Staatskanzlei in München, danach in Regensburg und zuletzt in Ansbach gezeigt wurde, ist die Ausstellung auf ihrer Wanderschaft durch Bayern nun in Würzburg angelangt.
Dort wird die Ausstellung am Freitag, den 20. Juli 2007 um 11.00 Uhr von Staatsminister Eberhard Sinner eröffnet. Sie ist vom 21. Juli bis 16. September 2007 im Lichthof der Neuen Universität, Sanderring 2, 97070 Würzburg, zu sehen.

Die Ausstellung wurde erarbeitet vom Haus der Bayerischen Geschichte in enger Zusammenarbeit mit der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns und der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Bayerischen Staatskanzlei. Zu danken ist der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, die der Ausstellung in ihrem geräumigen Foyer im Hauptgebäude Platz bietet.

Für den Standort Würzburg, der mittlerweile vierten Station der Wanderschaft, wurde in Kooperation mit der Regierung von Unterfranken und dem Staatsarchiv Würzburg die neue Abteilung „Land mit Charakter: Unterfranken" konzipiert und gestaltet, ebenso wie zahlreiche Exponate, Bilder und Filme hinzukamen, die sich speziell auf die Region beziehen. Als Sonderabteilung mit Bezug zu Würzburg wird eine umfangreiche Zusammenstellung mit fernöstlichen Pflanzen gezeigt, die der lange Jahre in Japan weilende Arzt Philipp Franz von Siebold im 19. Jahrhundert in Europa bekannt gemacht hat.

Die Ausstellung „Vom neuen zum modernen Bayern" lässt die letzten 200 Jahre bayerischer Geschichte Revue passieren. In einem breit angelegten multimedialen Rundgang werden geschichtliche und politische Entwicklung mit kulturellem Schaffen, wirtschaftlichem Fortschritt und dem Leben der Menschen in Bayern seit dem Ende des Alten Reichs verwoben.

Das neue Bayern entstand um 1800, als das Alte Reich zerfiel. Damals wurden Franken, Altbayern, Pfälzer und Schwaben unter dem Dach der Wittelsbacher Monarchie vereint. Als Königreich, dann als Freistaat hat Bayern seine innere Vielfalt bewahrt und seine Eigenständigkeit behauptet. Erst der Nationalsozialismus machte beides zunichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand Bayern dank Demokratie und Wiederaufbau von neuem. Von allen Ländern der Bundesrepublik besitzt es die längste politische Tradition.

Bayern ist geprägt durch seine einmalige Natur, aber auch durch die Schönheit menschlichen Schaffens, seine Kultur. Seit 1946 genießt die Kultur in Bayern Verfassungsrang. Bühnen und Orchester, Festivals, Museen, Archive und Bibliotheken, Kirchen und Denkmäler prägen das Erscheinungsbild in Stadt und Land. Das Kulturwesen zählt zu Bayerns wichtigsten Wirtschaftszweigen. Bürgerliches Engagement, ein blühendes Vereinswesen sowie staatliche Förderung und Auszeichnung sorgen dafür, dass das reiche Erbe an Sprache, Brauchtum und Sehenswürdigkeiten lebendig bleibt und in der Zukunft fortgeführt wird.

Bis ins 20. Jahrhundert war Bayern großenteils Agrarland. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand dann der Durchbruch zur modernen Industriegesellschaft statt. Daran hatten auch die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen maßgeblichen Anteil, die Bayern bei sich aufnahm. Aus dem industrialisierten Bayern wurde in den achtziger und neunziger Jahren dank umsichtiger Strukturpolitik ein von Hightech und modernsten Dienstleistungen geprägtes Land. Bayerns Wirtschaft ruht dabei auf einem kräftigen Mittelstand. Erfolge in Forschung und Technologie sichern die Wettbewerbsfähigkeit. Bei allem Fortschritt behält auch die heimische Landwirtschaft ihren Platz in Bayerns moderner Arbeitswelt.

Anders als noch im 19. Jahrhundert ist Bayern heute kein Auswanderungsland mehr, im Gegenteil: Bayern ist Reiseziel, Wahlheimat oder Zufluchtsort für Menschen aus aller Welt. Dass ihr Zusammenleben, ihre Integration gelingt, liegt vor allem am Traditions- und Wertebewusstsein, das in allen Teilen des Landes stark ausgeprägt ist. Christlicher Glaube und Toleranz, Weltoffenheit und Heimatverbundenheit, Brauchtum und kultureller Dialog machen Bayern unverwechselbar und dienen seinen Einwohnern, seinen Nachbarn und Gästen als Orientierung in Gegenwart und Zukunft.


Informationen:

Ausstellungsort: Würzburg, Neue Universität (Lichthof), Sanderring 2, 97070 Würzburg
Ausstellungsdauer: 21. Juli bis 16. September 2007
Öffnungszeiten: Montag-Freitag 7 - 20 Uhr, Samstag und Sonntag 10 - 20 Uhr
Eintritt: frei
Führungen: jeden Sonntag um 11 und 15 Uhr für Einzelbesucher,
für Gruppen nach Vereinbarung (Tel. 0931 / 37 23 35)

siehe auch www.vom-neuen-zum-modernen.bayern.de

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