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Streit um Niederbayern

Untertitel: Bei Gammelsdorf trafen sich vor 700 Jahren Österreicher und Bayern zum Kampf
Erscheinungsdatum: 05.11.2013

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Werbemarke: Schlacht bei Gammelsdorf [Speichern]

Pressemitteilung                                             
 
Bayerische Landesausstellung 2014 in Regensburg
„Ludwig der Bayer. Wir sind Kaiser! “
 
Streit um Niederbayern - bei Gammelsdorf trafen sich vor 700 Jahren Österreicher und Bayern zum Kampf
 
Moosburg. Stau auf der Isar-Brücke von Volkmannsdorf. Was so nüchtern nach Radiomeldung im Verkehrsfunk klingt, besaß auf den Tag genau vor 700 Jahren eine ungleich größere Dramatik: Getrampel, Geschrei, Gedränge, metallisches Geklirr von Waffen und Rüstungen – kurzum Panik! Die nackte Überlebensangst greift um sich. Mehrere hundert Ritter und Fußsoldaten versuchen verzweifelt, möglichst schnell das rechte Isar-Ufer zu erreichen. Verwundete werden abgedrängt, stürzen von der Brücke. Dann ein Knacken, ein Ruck, Balken bersten. Die hölzerne Konstruktion bricht ein und wirft Dutzende Männer in die reißenden Fluten der Isar, 1313 noch ein ungebändigter Gebirgsfluss. Erbarmungslos werden die Ritter in ihren schweren Harnischen unter Wasser gezogen. Wie war es zu diesem Unglück gekommen, hier in Gammelsdorf bei Moosburg, zwischen Ober- und Niederbayern?
 
An jenem 9. November 1313 kam es zu einer Entscheidungsschlacht zwischen den österreichischen Truppen und dem jungen Ludwig, Herzog von Oberbayern, der als „Kaiser Ludwig der Bayer“ in die Geschichte eingehen sollte. Streitpunkt war die Vormundschaft im reichen Niederbayern. Auf Ludwigs Seite standen erstmals Aufgebote von Bürgern aus den Städten Landshut und Straubing. Sie sahen sich einer österreichischen Übermacht gegenüber, die auch noch durch Teile des niederbayerischen Adels verstärkt wurde. Gerade die Ritter im Bistum Passau, das damals noch Ober- und Niederösterreich mitumfasste, sahen ihre Zukunft eher bei den aufstrebenden Österreichern als bei den vergleichsweise armen Oberbayern.
 
Das österreichische Aufgebot hatte sich bei der einzigen Isarbrücke verschanzt, die nicht durch eine Stadt gesichert war. Aus dem Nebel des Novembermorgens lösten sich auf einmal die Truppen Ludwigs und errangen nach heftigem Kampf den Sieg. Den Österreichern blieb nur noch der Rückzug über die Brücke bei Volkmannsdorf. Wer nicht auf der Flucht erschlagen wurde oder ertrank, geriet in Gefangenschaft und musste für hohes Lösegeld ausgelöst werden. Ludwigs Strategie war aufgegangen.
 
Mit dem Sieg bei Gammelsdorf entschied Ludwig nicht nur die Frage der Vormundschaft, sondern gewann Aufmerksamkeit im gesamten Reich. So sahen es schon die Chronisten seiner Zeit: Gammelsdorf war der erste große Schritt Ludwigs auf seinem Weg zum Königtum. Kaum ein Jahr nach der Schlacht wählten ihn einige Kurfürsten zum deutschen König – in Konkurrenz zu dem Österreicher Friedrich dem Schönen. Der Kampf Wittelsbach gegen Habsburg ging in eine neue Runde.
 
2014 jährt sich die Königswahl Ludwigs zum 700. Mal. Aus diesem Anlass widmet das Haus der Bayerischen Geschichte diesem bedeutendsten Wittelsbacher des Mittelalters eine Bayerische Landesausstellung. Von 16. Mai bis 2. November 2014 heißt es in Regensburg: „Ludwig der Bayer. Wir sind Kaiser!“
 
 
 
Bayerische Landesausstellung 2014 „Ludwig der Bayer. Wir sind Kaiser!“
Minoritenkirche, St. Ulrich am Dom und Domkreuzgang, Regensburg
16. Mai bis 2. November 2014
Täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr
 
Veranstalter
Haus der Bayerischen Geschichte und Stadt Regensburg in Zusammenarbeit mit der Diözese Regensburg
 
Eintrittspreise:
Erwachsene 9,50 €
Ermäßigt (z. B. Senioren, Studenten, Gruppen ab 15 Personen) 7,50 €
Familienkarte 19,00 €; Kinder, Jugendliche, Schüler 1,00 €

 
Die Eintrittskarte ist für alle drei Orte gültig. Jeder Ort kann einmal während der gesamten Laufzeit mit dem Eintrittsticket besucht werden.
 
Audioguide 2,50 €
 
Führungen für Gruppen
Bis 15 Personen 60,00 € zzgl. Eintritt
Ab 15 Personen 4,00 € pro Person zzgl. Eintritt
Buchung für Führungen 0821 3295-0 (Ortstarif)
 
Information
 
 

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